Neue Dauerausstellung über den Barocksatiriker Moscherosch

(lifePR) ( Marbach, )
Am Mittwoch, 5. September 2018, wird im badi-schen Willstätt eine Dauerausstellung zum Leben und Werk Johann Michael Mo-scheroschs (1601–1669) eröffnet. In Willstätt am Oberrhein geboren, kämpfte er im Dreißigjährigen Krieg mit der Feder und den Mitteln beißender Satire gegen die Grausamkeit und Scheinheiligkeit seiner Zeitgenossen. Die Träume und Visi-onen seines Philander von Sittewalt – Titelheld seines bekanntesten Werks – er-öffnen ein Panorama des kriegsversehrten Europa. Moscherosch gehört zu jenen Dichtern seiner Zeit, die das Deutsche als Literatursprache als solche überhaupt erst etablierten – und war ein unbedingter Europäer: Seine Schriften bekunden den großen Einfluss der von ihm geschätzten Literatur der europäischen Nach-barn. Das verbindet ihn mit Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, der in Willstätts unmittelbarer Nachbarschaft und von Moscherosch stark beeinflusst seinen berühmten Roman Der abenteuerliche Simplicissimus geschrieben hat: in Renchen und Oberkirch, die so mit Moscheroschs Geburtsort ein einzigartiges barockes Dreieck bilden.

Die Ausstellung wurde gemeinsam von der im Deutschen Literaturarchiv Mar-bach beheimateten Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg, dem Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg und der Gemeinde Willstätt konzipiert. Wichtige Grundlagen haben der Moscherosch-Forscher Wal-ter E. Schäfer und Studierende einer Heidelberger Lehrveranstaltung gelegt. So konnte eine aktuelle Sichtweise auf den Dichter und Gelehrten entwickelt wer-den, der in Günter Grass’ Das Treffen in Telgte selbst zu einer literarischen Ges-talt geworden ist.

Da die einstigen Willstätter Lebensorte Moscheroschs im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden sind, findet die Ausstellung ihren Platz am prominentesten Ort der Gemeinde: im Empfangsbereich des gerade sanierten und zum Neuen Rat-haus umgebauten Mühlengebäudes, wo sie ab dem 6. September 2018 während der Öffnungszeiten des Rathauses und nach Vereinbarung zu besichtigen ist.

Kontakt: – Gemeinde Willstätt: Holger Hemler, 07852/43313, holger.hemler@willstaett.de – Deutsches Literaturarchiv Marbach: Dr. Thomas Schmidt, 07144/848602, schmidt@dla-marbach.de – Universität Heidelberg: Prof. Dr. Dirk Werle, 06221/543229, dirk.werle@gs.uni-heidelberg. Deutsche Schillergesellschaft e.V. Schiller- Nationalmuseum Deutsches Literaturarchiv Literaturmuseum der Moderne Schillerhöhe 8–10 71672 Marbach a. N. Postfach 1162 71666 Marbach a. N. Alexa Hennemann Telefon 07144/848-173 Telefax 07144/848-191 presse@dla-marbach.de www.dla-marbach.de
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