Montag, 20. Februar 2017


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Das Ernst-Jünger-Haus in Wilflingen vor der Wiederherstellung

(lifePR) (Marbach, ) In dieser Woche wird das ehemalige Wohnhaus Ernst Jüngers im oberschwäbischen Wilflingen, in dem der Dichter fast fünf Jahrzehnte gelebt hat, geräumt und für die dringend notwendige Sanierung vorbereitet.

Das Haus war bereits ein Jahr nach Jüngers Tod, im Jahr 1999, als Gedenkstätte eröffnet worden. Dabei blieb die authentische Wohnumwelt der letzten Lebensjahre Jüngers weitestgehend erhalten. In den nächsten Monaten werden nun Elektrik, Mauerwerk und Dach mit großzügiger Unterstützung vor allem der Denkmalstiftung Baden-Württemberg saniert.

Ernst Jünger hatte seinen schriftstellerischen Nachlass schon zu Lebzeiten ins Deutsche Literaturarchiv nach Marbach gegeben. Ein Großteil seiner Bibliothek und etliche Kunst- und Einrichtungsgegenstände sind jedoch nach seinem Tod in Wilflingen geblieben. Sie verleihen dem Dichterhaus, das von der in der Kreissparkasse Biberach angesiedelten >Ernst-Jünger-Stiftung< als Museum unterhalten wird, seine einzigartige Atmosphäre. Unter Federführung der >Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg< verpacken und markieren Restauratorinnen und Bibliothekare des Deutschen Literaturarchivs nun mit großer Sorgfalt mehr als 9000 Bücher und etwa ebenso viele Gegenstände, vom Gemälde bis zu den Sanduhren. Die wertvollen Bestände werden in mehreren Fahrten nach Marbach überführt und dort für ein Jahr konservatorisch betreut. Genaue Lage- und Stellpläne sollen garantieren, dass Bücher und Gegenstände nach der Sanierung ihren ursprünglichen Platz zurückerhalten. Im November 2010, parallel zur ersten großen Ernst-Jünger-Ausstellung, die im Marbacher >Literaturmuseum der Moderne< zu sehen sein wird, soll das Haus als Gedenkstätte wiedereröffnet werden.

Damit ist ein entscheidender Schritt zum Erhalt dieses überaus wichtigen und eindrucksvollen Ortes der deutschen Literaturgeschichte getan. Zur Sicherung einer nachhaltigen Finanzierung der Gedenkstätte bedarf es allerdings eines erhöhten Stiftungskapitals, denn die bisherigen Erträge reichen für die Betriebsund Personalkosten des Hauses noch immer nicht aus.

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