50 Jahre Klinik Herzoghöhe Bayreuth- Vergangenheit und Zukunft auf einen Blick

(lifePR) ( Bayreuth, )
Am vergangenen Wochenende feierte die Klinik Herzoghöhe Bayreuth ihr 50 jähriges Bestehen als Rehabilitationsklinik der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Nordbayern.

Als der Rentenversicherungsträger, damals noch unter der Bezeichnung LVA Ober- und Mittelfranken, die Klinik 1956 erwarb, hatte diese bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich. In der 1894 gegründeten privaten "Heilanstalt Herzoghöhe" wurden überwiegend damals sogenannte Nerven- und Gemütsleiden behandelt. "Die Klinik genoss einen exzellenten Ruf, den sie, unter anderem, dem renommierten Psychiater Dr. Würzburger zu verdanken hatte", berichtete der alternierende Vorstandsvorsitzende Michael Bischof in seinem Rückblick.

Würzburger, der aus einer jüdischen Familie stammte, verlor unter dem Regime des Dritten Reiches in den 1930er Jahren sämtliche Rechte. Das Sanatorium wurde später verkauft und als Nervenklinik weitergeführt.

1957 beschloss der neue Eigentümer, die LVA Ober- und Mittelfranken, das Sanatorium Herzoghöhe zu erweitern. Eine Gesetzesänderung hatte die Anzahl der Heilverfahren stark ansteigen lassen.

1959 begannen die Bauarbeiten, 1960 konnte Richtfest für das neue siebenstöckige Bettenhaus gefeiert werden. Rund 1,5 Jahre später erfolgte die Fertigstellung und somit die Geburtsstunde der Klinik Herzoghöhe. Jetzt, 50 Jahre später, stand vor einigen Monaten die Entscheidung an zwischen Gesamtsanierung und Neubau. Eine Machbarkeitsstudie brachte das Ergebnis:

Ein Neubau ist wirtschaftlicher, finanziell planbar und bringt bessere Funktionalität für Patienten und Mitarbeiter. Ergebnis: Auf dem Klinikgelände soll ein neues Klinikgebäude entstehen. Der Grundsatzbeschluss stehe, die Hürden des Genehmigungsverfahren für ein solches Projekt seien enorm, erläuterte Bischof .

Werner Krempl, Vorsitzender der Geschäftsführung der DRV Nordbayern stellte das neue Konzept der Klinik mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung vor. Darin enthalten ist eine Reduzierung der stationären Betten, im Gegenzug dazu wird die ganztätig ambulante Rehabilitation ausgebaut. Zusätzlich soll eine onkologische Tagesklinik integriert und ein Zentrum für beruflich orientierte Rehabilitation aufgebaut werden. Wichtiger Punkt des Konzepts: Der Stärkung der Indikation Onkologie. Krempl rechnet mit einer Inbetriebnahme des Neubaus spätestens im Jahr 2020.

Bei seinen Erläuterungen über den steigenden Rehabedarf in Deutschland, bedingt unter anderem durch die demographische Entwicklung, appellierte der Vorsitzende der Geschäftsführung an die aktuelle Politik.

Der Betrag, den die Rentenversicherungsträger für Reha-Leistungen ausgeben dürfen, sei begrenzt und nicht an die tatsächliche Entwicklung des Bedarfs gekoppelt. Die Politik sähe vor, diesen Betrag erst im Jahr 2017 anzuheben.

"Meiner Ansicht nach zu spät! Ich sehe die Erfüllung unseres gesetzlichen Auftrages - Reha vor Rente - gefährdet! Damit die Deutsche Rentenversicherung dem auch künftig gerecht werden kann, müsste eine längerfristige, jeweils bedarfsgerechte Anpassung des Rehabudgets erfolgen," forderte Krempl.

Nur so könne die hohe Qualität der Leistungen auch in Zukunft sichergestellt werden.

Die Klinik Herzoghöhe ist eine Rehabilitationsklinik der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern mit den Schwerpunkten Orthopädie, Innere Medizin, Onkologie und Neurologie.
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