MFI-Zinsstatistik fuer das Euro-Waehrungsgebiet: November 2011

(lifePR) ( Frankfurt, )
Im November 2011 verringerten sich die zusammengefassten Zinssätze des Euro-Währungsgebiets für neue Einlagen sowohl privater Haushalte als auch nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften. Die zusammengefassten Zinssätze des Euroraums für neue Kredite an private Haushalte und nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften gingen ebenfalls zurück. Zugleich erhöhten sich im Durchschnitt die Zinssätze für Darlehen bis zu 250 000 € sowie für Kredite an Einzelunternehmen und Personengesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit.

Entwicklung der wichtigsten MFI-Zinssätze für neue Kredite an und Einlagen von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften:

Im November 2011 entwickelten sich die Zinsen für neue Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften im Rahmen des insgesamt verzeichneten Rückgangs der zusammengefassten Zinssätze uneinheitlich. So sank der Zinssatz für neue Kredite von über 1 Mio € mit variabler Verzinsung oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu drei Monaten gegenüber dem Vormonat um 17 Basispunkte auf 2,81 %. Der entsprechende Satz für neue Kredite in gleicher Höhe mit einer anfänglichen Zinsbindung von mehr als zehn Jahren blieb im Berichtsmonat unverändert bei 3,71 %. Bei neuen Krediten in Höhe von bis zu 250 000 € mit variablem Zinssatz oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu drei Monaten stieg der durchschnittliche Zinssatz um 7 Basispunkte auf 4,76 %. Was die Neueinlagen betrifft, so verringerte sich die Verzinsung von Einlagen nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu einem Jahr im November 2011 um 20 Basispunkte und belief sich auf 1,46 % (nach 1,67 % im Oktober).

Entwicklung der wichtigsten MFI-Zinssätze für neue Kredite an Einzelunternehmen und Personengesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit:

Der Zinssatz für neue Kredite mit variabler Verzinsung oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu einem Jahr an Einzelunternehmen und Personengesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit stieg um 24 Basispunkte auf 4,22 %. Entwicklung der wichtigsten MFI-Zinssätze für neue Kredite an und Einlagen von privaten Haushalten:

Der Zinssatz für neue Konsumentenkredite an private Haushalte mit variabler Verzinsung oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu einem Jahr ging im November 2011 um 5 Basispunkte auf 5,55 % zurück. Maßgeblich hierfür war die Zinsentwicklung in mehreren Euro-Ländern. Gleichzeitig lag der Zinssatz für Wohnungsbaukredite an private Haushalte mit variabler Verzinsung oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu einem Jahr praktisch unverändert bei 3,43 %. Darüber hinaus blieb der Zinssatz für Kredite mit einer anfänglichen Zinsbindung von mehr als zehn Jahren im Berichtsmonat praktisch stabil bei 3,93 %.

Der Zinssatz für Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu einem Jahr sank um 11 Basispunkte auf 2,78 %. Der Zinssatz für Einlagen mit einer Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten veränderte sich im November 2011 nicht und lag weiterhin bei 1,80 %.

Anmerkungen

- Der erste Absatz dieser Pressemitteilung basiert auf einem mit dem Neugeschäftsvolumen gewichteten arithmetischen Durchschnitt der MFI-Zinssätze für folgende vier Kategorien: Kredite an und Einlagen von privaten Haushalten sowie Kredite an und Einlagen von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften. Die übrige Pressemitteilung enthält statistische Daten zu den wichtigsten Zinssätzen der verfügbaren MFI-Zinsstatistik. Die vollständigen Datenreihen stehen im Statistical Data Warehouse der EZB unter "MFI interest rates" im Abschnitt "Money, banking and financial markets" zur Verfügung (http://sdw.ecb.europa.eu). Genauere Informationen zur MFI-Zinsstatistik, einschließlich eines Veröffentlichungskalenders, sind unter "Bank interest rates" im Abschnitt "Monetary and financial statistics" auf der Website der EZB (www.ecb.europa.eu/stats) abrufbar.

- In dieser Pressemitteilung werden Kredite nach ihrer anfänglichen Zinsbindung, d. h. dem Zeitraum zu Beginn des Kreditvertrags, in dem sich der Zinssatz nicht ändert, unterschieden. Unter variablem Zinssatz versteht man einen Zinssatz, der kontinuierlich oder nach Ermessen des MFI revidiert wird.

- In der MFI-Zinsstatistik wird als "Neugeschäft" jede neu getroffene Vereinbarung zwischen einem Kunden und einem MFI bezeichnet, während unter "Beständen" alle zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehenden Einlagen und Kredite zu verstehen sind.

- In dieser Pressemitteilung ist "bis zu" als "bis einschließlich" zu verstehen.

- Die Zinssätze für das Neugeschäft werden mit dem Volumen der einzelnen Verträge gewichtet. Dies erfolgt sowohl auf der Ebene der Berichtspflichtigen als auch bei der Ermittlung der nationalen Durchschnitte beziehungsweise der Aggregate für das Euro-Währungsgebiet. Änderungen der durchschnittlichen Zinssätze im Neugeschäft für das Euro-Währungsgebiet spiegeln also neben Änderungen der tatsächlichen Zinssätze auch eine Änderung der entsprechenden Ländergewichte in den betreffenden Instrumentenkategorien wider. Die in dieser Pressemitteilung verwendeten Begriffe "Zinseffekt" und "Gewichtungseffekt" stammen aus dem Bennet-Index, mit dem sich die monatlichen Entwicklungen der aggregierten Zinssätze im Euroraum, die aus Änderungen der Zinssätze in den einzelnen Ländern resultieren ("Zinseffekt"), von jenen abkoppeln lassen, die durch veränderte Gewichte der Beiträge der einzelnen Länder des Eurogebiets bedingt sind ("Gewichtungseffekt").

- Neben der monatlichen MFI-Zinsstatistik für das Euro-Währungsgebiet für November 2011 enthält diese Pressemitteilung auch geringfügige Revisionen der Daten aus Vorperioden. Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich die Daten für das Euro-Währungsgebiet auf die EU-Mitgliedstaaten, die den Euro im Referenzzeitraum der jeweiligen Statistik bereits eingeführt hatten. Die Daten schließen somit Griechenland ab Januar 2001, Slowenien ab Januar 2007, Zypern und Malta ab Januar 2008, die Slowakei ab Januar 2009 sowie Estland ab Januar 2011 ein.
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