Donnerstag, 23. Februar 2017


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Die "Normalos" und die "Anderen"

Wie das MfS die DDR-Bürger Ausspitzelte

(lifePR) (Berlin, ) Nach 1990 war viel von OV (Operativer Vorgang) und OPK (Operative Personenkontrolle) die Rede. Oft waren es prominente Bürgerrechtler, die von zahlreichen IM (inoffizielle Mitarbeiter) in solchen Vorgängen ausgeforscht und teilweise "zersetzt" worden waren. Dies betraf aber nur vergleichweise wenige Menschen.

Weniger bekannt ist, dass 2/3 der DDR-Bevölkerung von der Stasi erfasst wurden. Zu ihnen wurden kleine Dossiers gebildet, die sich auf Informationen von Nachbarn, Kollegen, Vorgesetzten und aus Datenbanken bzw. Karteien stützten. Solche Dossiers konnten ausschlaggebend für die Zukunft von DDR-Bürgern sein. Oft waren es nicht einmal IM, sondern ganz normale DDR-Bürger, die Informati-onen über ihre Mitbürger weiterreichten. Als sogenannte Auskunftspersonen war in manchen Städten 1/5 der Bevölkerung gespeichert.

An regionalen Beispielen zeigt Christian Booß (BStU) wie die Überwachung der "normalen Bürger" in der DDR funktionierte. Christian Booß ist Projektkoordinator der Forschungsabteilung beim BStU. Im Anschluss an das Referat stellt er sich den Fragen des Publikums. Corinna Kalkreuth, Leiterin der Schweriner BStU-Außenstelle moderiert die Veranstaltung.

Die Landeshauptstadt Schwerin und die Schweriner Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) laden hierzu alle Interessierten am 12. September 2012 um 19:30 Uhr ins Schles-wig-Holstein-Haus Schwerin ein.

Termin: Mittwoch, 12. September 2012, 19:30 Uhr
Ort: Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12, 19055 Schwerin
Veranstalter: BStU-Außenstelle Schwerin
Mitveranstalter: Landeshauptstadt Schwerin, Schleswig-Holstein-Haus
Der Eintritt ist frei.

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