"Sie hören nicht auf, sich um unsre Litteratur, und ihre Freunde, verdient zu machen"

Ausstellung über Friedrich Nicolai im Gleimhaus Halberstadt

(lifePR) ( Halberstadt, )
Der Berliner Verleger und Schriftsteller Friedrich Nicolai (1733-1811) war einer der führenden Vertreter der literarischen Öffentlichkeit. An den vielfältigen Formen aufklärerischer Kommunikation hatte Nicolai, der mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim auf vielfältige Weise freundschaftlich verbunden war, nicht nur Anteil, er hat sie als Reisender und Korrespondent, als Mitglied und Gründer zahlreicher Gesellschaften, als Kritiker, Schriftsteller und Verleger maßgeblich geprägt und gestaltet. Seine weit über Berlin hinausreichende Wirkung ist nur aus dem Zusammenspiel von verlegerischer Tätigkeit, publizistischem Schaffen und seinen gesellschaftlichen Verbindungen zu verstehen.

Gleims Freundschaftstempel, die größte erhaltene Porträtgemäldesammlung von Dichtern und bedeutenden Zeitgenossen, versammelt die Freunde des Halberstädter Dichters, lässt sich aber zu weiten Teilen auch auf Nicolais Freundschafts- und Korrespondenznetz beziehen. Die Ausstellung über Friedrich Nicolai wird nicht ausschließlich in separaten Sonderausstellungsräumen - von der ständigen Ausstellung des Gleimhauses getrennt - präsentiert; vielmehr laufen die beiden Ausstellungen 'Gleim' und 'Nicolai' aufeinander zu. Drei Ausstellungsräume - die Räume des Freundschaftstempels - werden mit einem neuen Nicolai-Schwerpunkt versehen. Diese Räume, in denen in besonderer Weise die kommunikative Vernetzung thematisiert wird, stellen gleichsam die Spiegelachse der beiden Ausstellungen dar. Das Gleimhaus zeigt diese Ausstellung zusammen mit dem Nicolai-Experten Rainer Falk (Berlin).

Das bestehende Nicolai-Bild wird kritisch befragt und vor dem Hintergrund neuerer Forschung korrigiert. Präsentiert werden eigene Objekte sowie Exponate zahlreicher Leihgeber, so der Stiftung Stadtmuseum Berlin, der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, des Herzog-Anton-Ulrich-Museums in Braunschweig, der Anhaltischen Landesbücherei und weiteren Partnern.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Die Ausstellung steht im Rahmen des Programm zum 150jährigen Bestehen des Gleimhauses als Museum und ist ein Beitrag zum Themenjahr "Geselligkeiten" des Museumsnetzwerks "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert". Die Eröffnung findet am Donnerstag, dem 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr im Gleimhaus statt. Es sprechen Dr. Ute Pott, die Direktorin des Gleimhauses, Christiane Kussin, Geschäftsführerin der ALG. Rainer Falk führt in die Ausstellung ein.

Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist bis zum 2. September 2012 zu sehen.
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