Sächsische Bücherbörse begeistert Literaturfans im Daetz-Centrum

(lifePR) ( Lichtenstein, )
"Es ist schön, dass man es noch weiß!" Dieser Schlüsselsatz aus "Kokoschkins Reise", des gestern während der Sächsischen Bücherbörse im Daetz-Centrum vorgestellten neuen Romans von Hans Joachim Schädlich, könnte abgewandelt auch für die Veranstaltung selbst gelten. Es ist schön, dass sich Menschen für sächsische Literatur interessieren. Etwa 40 Gäste erlebten während des Streitgesprächs mit anschließender Lesung, wie spannend und lebendig die Bücherszene des Freistaats ist.

Den Gästen - teils extra aus Dresden angereist - wurden durch die drei Kritiker des Abends insgesamt vier Bücher vorgestellt. Neben Schädlichs Roman waren das "Flamingos", der Prosa-Erstling von Ulrike Almut Sandig und Michael G. Fritz' "La vita è bella", wobei besonders Sandigs Debüt hoch gelobt wurde. Das letzte Werk des Abends, dass die Kritiker in ihrer fundierten, sachlichen und dennoch stets amüsanten Art vorstellten, war "Gewalten. Ein Tagebuch", das jüngste Glanzstück des allerorten umjubelten Clemens Meyer.

Meyer selbst las im Anschluss ein Kapitel aus dem Nachfolgebuch des Erzählbands "Die Nacht, die Lichter", nicht ohne vorher über Leipziger Schnecken und Lichtensteiner Bürger mit riesiger Einkaufstüte zu sinnieren. Und Meyer ist gut. Nicht nur als Literat, sondern auch als Vorleser. Seine Art, den Text vorzutragen, zieht einen fast auf Anhieb mitten ins Geschehen. Man spürt den Hauch von (positivem) Wahnsinn, der durch seine Zeilen schimmert und der Ausnahmeschriftsteller wohl auch beim Schreiben eines solchen Werkes begleitet. Atmosphärischer geht es kaum.

Dass Meyer im Anschluss sich ausreichend Zeit für zahlreiche zu schreibende Widmungen nahm, setzte den positiven Schlusspunkt des Abends. So waren denn nach der knappen halben Stunde Lesung und dem vorangegangenen Streitgespräch der Herren Hametner, Heise und Biskupek auch alle Zuhörer begeistert und höchst zufrieden. Und obendrein noch informiert, welches Werk demnächst im heimischen Bücherregal keineswegs fehlen sollte.

Bereits am kommenden Samstag ergibt sich im Daetz-Centrum eine neue Gelegenheit, Werke sächsischer Literaten kennen zu lernen. Im Rahmen der Lichtensteiner Kultur- und Musikmeile sind dann ab 16 Uhr Gedichte zu Exponaten der aktuellen Sonderausstellung "Auserlesen - Holzwurm trifft Leseratte" zu hören. An diesem Tag ist die Lichtensteiner Holzbildhauerausstellung bis 20 Uhr geöffnet.
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