Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Creditreform Wirtschaftsindikator

Analyse des 4. Quartals 2010 und Konjunkturausblick / Aufschwung geht ins zweite Jahr - Industrie bleibt Treiber der Konjunkturdynamik

Karlsruhe, (lifePR) - Ein Großteil des Konjunktureinbruchs von 2009 konnte im Rekordjahr 2010 wettgemacht werden. Das Exportgeschäft und in dessen Schlepptau Investitionen und zunehmend der Binnenmarkt leisten ihren Wachstumsbeitrag und vermindern das Rückschlagsrisiko. Dadurch ist der Creditreform Wirtschaftsindikator mit +12,8 Punkten weiter aufwärts gerichtet. Vor allem die deutsche Industrie profitiert vom dynamischen Welthandel und legt stark zu. Die Unternehmensstabilität ist allerdings noch nicht über den Berg.

Steigende Energie- und Rohstoffpreise sind Risiko für die Konjunktur

Der Konjunkturaufschwung geht ins zweite Jahr. Daran besteht für die deutschen Unternehmen kein Zweifel. Der Saldo der Geschäftserwartungen behauptet mit +28,2 Punkten seinen Vorquartalswert (+26,2 Punkte). Die Teilkomponente Geschäftslage erreicht mit +42,7 Punkten ein neues Allzeithoch. Die Unternehmen scheinen dem Aufschwung zu trauen, was in einer zunehmenden Investitionsaktivität deutlich wird. Der Anteil der Firmen, die ein Investitionsvorhaben planen, liegt mit gut 50 Prozent über dem langjährigen Mittel (45 Prozent). Allerdings nehmen die Risiken für die Konjunktur, allen voran die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise, die Dynamik aus der Wirtschaftsentwicklung heraus.

Erneut wiesen pro 10.000 wirtschaftsaktive Unternehmen 225 Firmen mindestens ein Negativmerkmal auf, wie etwa erhebliche Zahlungsverzögerungen oder einen Insolvenzantrag. Die Insolvenzanfälligkeit wird mittels des Creditreform Risiko Indikators (CRI) gemessen. Im Aufschwung werden die Unternehmen offenbar nachlässiger mit dem Bezahlen offener Rechnungen. In den zurückliegenden Monaten betrug die durchschnittliche Zahlungsverzögerung 12,23 Tage nach 12,08 Tagen im Vorquartal. Der mittlere Bonitätsindex blieb unverändert bei 262.

Industrie weiter im Aufschwung - Einzelhandel legt zu

Kräftig verbessert hat sich die Branchenentwicklung im vierten Quartal 2010 vor allem im Verarbeitenden Gewerbe. Auch der Einzelhandel ist ein Gewinner des Aufschwungjahres 2010. Einen Rückschritt musste dagegen die Transport- und Logistikbranche hinnehmen, die weiterhin am unteren Ende der Skala rangiert. Nach unten zeigt der Branchenindex auch im Bau und im konsumnahen Dienstleistungsgewerbe.

Zur Methodik:

Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität aus der Wirtschaftsdatenbank von Creditreform und verknüpft diese mit empirischen Befunden aus regelmäßigen Unternehmensbefragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase. Die vier Einzelkomponenten Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit werden zu einem Index verdichtet.

Der vollständige Quartalsbericht kann im Internet unter www.creditreform.de kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint im Mai 2011.

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