Samstag, 23. September 2017


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Mexiko: Ölfund verbessert langfristigen Ausblick, aber NAFTA-Unsicherheiten bleiben

Wiesbaden, (lifePR) -
Fund eines großen Ölfelds vor der Küste Mexikos stärkt die Position des Landes
Auch beim Freihandelsabkommen mit den USA gibt es Fortschritte, doch Zweifel währen fort


Mit einem der größten Ölfunde der vergangenen Jahre ist Mexiko ins Zentrum des Interesses gerückt. Vor der Küste des Landes ist Öl im Umfang von möglicherweise mehr als einer Milliarde Barrel entdeckt worden. Schätzungen zufolge kann der Fund die Fördermenge Mexikos um mindestens 100.000 Barrel Öl pro Tag erhöhen, was ungefähr fünf Prozent der aktuellen nationalen Produktion entspricht. Des Weiteren stehen am 16. August die Neuverhandlungen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) an. „Die Haltung der USA scheint dabei aber weniger aggressiv zu sein, als es die Kampagne von Präsident Trump im vergangenen Jahr vermuten ließ“, sagt Christoph Witte, Deutschland-Chef des belgischen Kreditversicherers Credendo. „Die US-Seite erwähnt weder die Auferlegung von Handelsquoten noch beinhaltet sie Bedrohungen durch einseitige Handelszölle.“

Förderung erst ab 2020 möglich

Der Ölfund ist einer der größten Glücksfälle der Öl-exportierenden mexikanischen Wirtschaft seit der historischen Öffnung des Energiesektors nach 70 Jahren staatlicher Monopolkontrolle. Allerdings dürften sich Gewinne hieraus erst langfristig realisieren lassen. Die lange Vorlaufzeit von der Exploration bis zum Produktionsstart bedeutet, dass der Ölfund die nationale Produktionsleistung erst ab 2020 anheben wird. Der Einfluss der NAFTA-Neuverhandlungen wird sich hingegen schon früher zeigen. „Der sanftere Ton der USA gegenüber NAFTA ist ein gutes Zeichen, obwohl die unvorhersehbare Natur von Präsident Trump noch immer für Überraschungen sorgen kann“, so Witte. „Doch auch wenn die USA die Relevanz des Freihandels erkannt haben, sind sie noch immer darauf fokussiert, ihr Handelsdefizit mit Mexiko zu reduzieren.“ Darüber hinaus kann jeder aufkommende diplomatische Disput die Gespräche erschweren, beispielsweise der mögliche Bau einer Mauer entlang der Grenze der USA zu Mexiko. Ein langwieriger Prozess der Neuverhandlungen könnte sich für Mexiko als schwierig erweisen, da er für höhere wirtschaftliche Unsicherheiten im Land sorgen würde. „Unternehmen könnten ihre Investitionen aufschieben, bis das neue Handelsumfeld geklärt worden ist. Dennoch hat Mexikos Wirtschaft in den vergangenen Monaten eine große Stabilität bewiesen,“ erklärt Witte. Obwohl in diesem Jahr ein niedrigeres Wirtschaftswachstum erwartet worden war, hat der Kurs des Mexikanischen Peso gegenüber dem US-Dollar seit Januar um mehr als 18 Prozent angezogen und das Leistungsbilanzdefizit hat sich leicht verbessert, Schätzungen zufolge auf 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Währenddessen konnte Mexiko seine angemessenen Devisenreserven aufrechterhalten, welche die Importleistungen von vier Monaten decken.

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