Freitag, 24. November 2017


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Faszinierende Welt der forensischen Wissenschaften: 600 Rechtsmediziner aus aller Welt diskutieren neue Erkenntnisse

Vorankündigung: 10. Internationales Symposium ADVANCES IN LEGAL MEDICINE 2017 & 96. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin

Düsseldorf/ Köln, (lifePR) - Eine junge Frau wird tot in ihrer Wohnung gefunden: Wurde sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Wie lässt sich das Geschehen rekonstruieren? Hat der Täter Spuren am Körper des Opfers hinterlassen? Oder wurde sie nicht Opfer einer Gewalttat, sondern starb an den Folgen einer Vergiftung oder einer unerkannten Erkrankung? Rund 18.000 gerichtliche Obduktionen werden jedes Jahr in Deutschland durch Rechtsmedizinerinnen und -mediziner durchgeführt. Jedes Jahr stellen sich in den Ambulanzen rechtsmedizinischer Institute auch hunderte lebende Menschen vor, die Opfer von Gewalt wurden; es geht dabei u.a. um häusliche Gewalt, Kindesmisshandlung oder Sexualdelikte.

Aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen der Rechtsmedizin stehen im Fokus der 96. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, die gemeinsam mit dem 10. Internationalen Symposium "Advances in Legal Medicine" (ISALM) vom 11. bis 15. September 2017 stattfinden wird. Unter der gemeinsamen wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Stefanie Ritz-Timme, Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf, und Prof. Dr. Markus Rothschild, Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Köln, stellen international renommierte Experten fünf Tage lang neue Erkenntnisse aus den forensischen Wissenschaften vor.

Wichtige Tagungsschwerpunkte liegen in aktuellen Entwicklungen der Forensischen Morphologie, der Klinischen Rechtsmedizin, der Forensischen Genetik und der Forensischen Toxikologie. Weil aktuelle gesellschaftspolitischer Entwicklungen einen zunehmenden Einfluss auf die Aufgaben der Rechtsmedizin haben, wurde als weiterer Schwerpunkt das Thema "Rechtsmedizin in Zeiten der Migration und Flucht" gewählt.

Die Tagungsbeiträge kommen aus dem gesamten Gebiet der Forensischen Wissenschaften. So geht es in Beiträgen um Methoden zur Einschätzung des Alters von Wunden, die Zuordnung von Wunden zu Tatwerkzeugen, genetische Ursachen plötzlicher Herztodesfälle, die Todeszeitschätzung durch Untersuchung von Maden, die Untersuchung von Massengräbern, Todesfälle durch neue Designerdrogen, Modelle zur Untersuchung der Schusswirkung, Lebensaltersschätzung bei Sportlern, die Sicherheit von Fahrassistenz-Systemen oder die Untersuchung geflüchteter Menschen, die angeben, Opfer von Folter geworden zu sein.

Weitere Informationen und das komplette Kongressprogramm gibt es unter www.isalm2017.de 

Wichtiger Hinweis: Pressevertreter sind herzlich eingeladen, die Tagung zu besuchen, sich über die aktuellen Themen zu informieren. Gerne vermitteln wir Experten als Gesprächspartner für Interviews! Akkreditierungen sind über die Tagungshomepage und über den Pressekontakt möglich. 

Save the date: Schon jetzt möchten wir Sie herzlich zum Pressegespräch am Montag, 11.09.2017, 11:30-12:15 Uhr einladen. Eine gesonderte Einladung geht Ihnen noch zu

Hintergrund:

Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin (DGRM) e. V.

Die Rechtsmedizin gehört im Curriculum des Medizinstudiums zu den obligaten Lehr- und Prüfungsfächern. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Schaffung adäquater Voraussetzungen für Forschung und für eine zeitgemäße Versorgung mit forensischen Dienstleistungen sind zentrale Anliegen der DGRM, die als gemeinnützige wissenschaftliche Fachgesellschaft in der Tradition der vor über hundert Jahren gegründeten Deutschen Gesellschaft für Gerichtliche Medizin steht. Durch wissenschaftliche Veranstaltungen, durch die Herausgabe der Fachzeitschrift "Rechtsmedizin", Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien, enge Kooperation mit anderen Disziplinen und Fachgesellschaften sowie durch Wahrnehmung der berufsständischen Interessen in enger Abstimmung mit dem Berufsverband Deutscher Rechtsmediziner sollen die Teilbereiche der Rechtsmedizin in Lehre, Forschung und forensischer Praxis gefördert und weiterentwickelt werden.

Weitere Informationen unter www.dgrm.de 

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