comdirect Brokerage Index: Stürmischer Mai beflügelt Kaufbereitschaft

(lifePR) ( Quickborn, )

Die deutschen Anleger handelten viel bei den turbulenten Kursverläufen
Kaufbereitschaft bleibt trotz hoher Volatilität bestehen
Indexstand Mai: 106,4 Punkte


Der Börsenmonat Mai war geprägt von vielen Kurssprüngen. Im Gegensatz zur Börsenweisheit ‚Sell in may and go away‘ nutzten die deutschen Anleger die Chance und kauften vermehrt zu. Diese hohe Kaufbereitschaft spiegelt auch der Brokerage Index mit 106,4 Punkten wider. Ein Wert über 100 zeigt, dass comdirect Kunden mehr Aktien, Renten und Fonds gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt kaufen als verkaufen. „Die comdirect Kunden nutzten die schwankenden Kurse im Mai zum Einstieg und haben bei sinkenden Kursen zugekauft. Sie setzen damit auf langfristig steigende Kurse“, sagt Andreas Lipkow, Marktexperte bei comdirect.

Der Index für ETFs stieg von 99,8 auf 107,1 Punkte. „Die allgemeine Nachfrage nach ETFs steigt seit Jahren kontinuierlich an. Aktuell beobachten wir jedoch, dass die Anleger aus branchenspezifischen Indizes wie dem Nasdaq 100 aussteigen und stattdessen in breiter aufgestellte Indizes wie den MSCI World und S&P 500 investieren“, erläutert Lipkow und ergänzt: „Die comdirect Anleger handeln eher defensiv, sind aber positiv gestimmt und wollen in breit aufgestellten Produkten investiert bleiben.“ Aktive Fonds wurden mit 121,8 Punkten etwas weniger nachgefragt als im Vormonat (142,5 Punkte), befinden sich jedoch weiterhin im Kaufbereich. Der Teilindex der Renten sank von 105,2 auf 92,1 Punkte. Besonders die beiden Neuemissionen von dem Immobilienunternehmen Terragon und dem deutschen Hersteller von Toren und Türen Hörmann stießen auf Interesse der Privatanleger.

Wirecard seit Jahresbeginn meistgehandelte Aktie der comdirect Kunden

Wie bereits in den vergangenen Monaten, führte Wirecard auch im Mai die Liste der meistgekauften sowie meistverkauften Aktientitel an. „Die Aufmerksamkeit für das deutsche Technologieunternehmen ist ungebrochen. Das Volumen der Käufe und Verkäufe war im Mai fast gleich hoch – das zeigt, dass hauptsächlich spekulative Anleger diese Aktie handeln“, sagt Lipkow. Auf Platz zwei und drei der Top-Käufe folgten Daimler und BASF. Lipkow: „Beide Unternehmen sind solide Standardwerte im Deutschen Aktienindex. Die comdirect Kunden nutzten die jeweiligen Kursschwächen daher gezielt für Nachkäufe.“ Auf Platz vier befand sich wie im Vormonat das norwegische Unternehmen NEL ASA, das Lösungen für die Herstellung, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien liefert. Durch die vielen positiven Nachrichten und Empfehlungen gab es auch im Mai starke Zukäufe. Auf Platz fünf der Top-Käufe stand die Deutsche Bank. „Das größte deutsche Finanzinstitut ist seit geraumer Zeit dabei den Konzern komplett umzukrempeln. Dies weckt immer wieder Hoffnungen und Spekulationslust bei den Privatanlegern“, sagt Lipkow.

Mit den US-amerikanischen Technologiewerten Amazon und Apple befanden sich zwei Dauerkandidaten der meistgehandelten Aktien auf den Plätzen zwei und drei der Top-Verkäufe. Wie bereits im Vormonat nutzten die Privatanleger den Mai für Gewinnmitnahmen. Auf dem vierten Platz der meistverkauften Aktien stand der Nahrungsmittelkonzern Nestlé. „Die comdirect Kunden haben beim defensiven Konsumwert Nestlé die Chance des guten Kursstands genutzt und Gewinne mitgenommen,“ erläutert Lipkow und ergänzt: „Wir sehen aktuell eine Art Umschichtung: Privatanleger verkaufen gut gelaufenen Titel mit Gewinn und kaufen selektiv angeschlagene Titel nach.“ Der deutsche Industriekonzern Thyssenkrupp auf dem fünften Platz der Top-Verkäufe stand durch die gescheiterte Fusion der Stahlsparte mit Tata Steel im Fokus der Öffentlichkeit. „Stattdessen soll die Fahrstuhlsparte separiert und an Börse gebracht werden. Diese Sparte ist aktuell schon fast so viel Wert wie der gesamte Konzern, daher gibt es viel Fantasie für ein gutes Geschäftsmodell“, sagt Lipkow.

Hintergrund comdirect Brokerage Index

Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des Index sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass im betrachteten Monat im Vergleich zum Referenzzeitraum Wertpapiere eher gekauft wurden. Ein Stand unter 100 Punkten zeigt im Vergleich zum Referenzzeitraum an, dass Wertpapiere eher verkauft wurden. Für die Berechnung des Indexwertes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 1,4 Millionen Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem Durchschnitt des vorangegangenen Jahres verglichen. Beim Gesamtindex werden die Wertpapierklassen Aktien, Fonds, Zertifikate, Renten und Optionsscheine entsprechend ihres Anteils an den Gesamtorderzahlen berücksichtigt. Ein Indexwert für jede einzelne Anlageform wird jeweils gesondert berechnet. Weitere Informationen zum comdirect Brokerage Index und zur Methodik finden Sie in einem Factsheet, das wir Ihnen gerne zusenden.
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