Samstag, 23. Juni 2018


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Zahlungsrisiken in Asien steigen

Coface-Studie in acht Ländern zeigt: Probleme mit längeren Verzögerungen

Mainz, (lifePR) - 64 Prozent der Unternehmen in der Region Asien-Pazifik haben 2016 Zahlungsverzögerungen erlebt. Das hat die Neuauflage der jährlichen Coface-Studie zu den Zahlungserfahrungen in acht Ländern ergeben. Das ist zwar quantitativ eine leichte Verbesserung zum Vorjahr, als 69,8 Prozent Verzögerungen gemeldet hatten. 12,5 Prozent (plus 4.3 Punkte im Vergleich zu 2015) berichteten aber von Überziehungen länger als 120 Tage. Das ist der höchste Wert seit vier Jahren. Damit steigt das Ausfallrisiko substanziell weiter an.

Für die jüngste Zahlungsstudie im Raum Asien-Pazifik hat der internationale Kreditversicherer Coface 2795 Unternehmen in acht Märkten befragt: Australien, China, Hongkong, Indien, Japan, Singapur, Taiwan und Thailand. Am auffälligsten ist der Anstieg des Nichtzahlungsrisikos in China, gefolgt von Thailand. Verbessert haben sich die Zahlungserfahrungen der Unternehmen in Singapur und Hongkong, Taiwan blieb stabil.

In Australien (14%) und Japan (9%), wo die Anzahl der Verzögerungen am niedrigsten ist, berichteten mehr Unternehmen von extrem langen Überschreitungen der Zahlungsziele und von Summen größer als zwei Prozent des Jahresumsatzes. Die Zwei-Prozent-Marke erachtet Coface nach Erkenntnissen aus der Kreditversicherungspraxis als gefährlich für den Cashflow und die Liquidität. 2016 erlitten in den untersuchten Ländern zusammen mehr Unternehmen Zahlungsverzögerungen in einer Höhe, die mehr als zwei Prozent des Jahresumsatzes ausmachten: 25,8 Prozent nach 24,2 Prozent im Vorjahr. Genauer betrachtet ist die Entwicklung noch schlechter, denn der Anteil der Firmen, bei denen sich die sehr langen Verzögerungen auf zehn oder mehr Prozent des Jahresumsatzes beliefen, stieg von 3,4 Prozent 2014 über 5,1 Prozent 2015 auf 5,4 Prozent 2016.

Die Ergebnisse zeigen auch die Zahlungserfahrungen in Branchen. So stellt Coface fest, dass die Überziehungen in der Hälfte der untersuchten Branchen zunehmen. Am riskantesten sind demnach Bau, Industriemaschinen und Elektronik, IT-Telekommunikation und Metall. Im Bausektor verbuchten 33 Prozent der Unternehmen Zahlungsstörungen mit mehr als zwei Prozent vom Jahresumsatz. Das ist der größte Wert unter allen untersuchten Branchen. Auf der Risikoskala folgt knapp nach der Baubranche der Sektor Industriemaschinen und Elektronik. 32 Prozent der Unternehmen hatten hier extrem lange Verzögerungen. Das Nichtzahlungsrisiko beginnt sich auch in der IT-Telekommunikationsbranche zu erhöhen. Mehr Unternehmen (68 Prozent nach 63 Prozent 2015) berichteten von gestiegenen Zahlungsstörungen.

"2017 dürfte ein weiteres herausforderndes Jahr werden, gespickt mit zunehmenden globalen Unwägbarkeiten, auch in Verbindung mit dem gebremsten Wachstum in China", erwartet Carlos Casanova, Economist für Asien-Pazifik bei Coface. "Dies wird verstärkt durch die Finanzpolitik der Rohstoff-exportierenden Länder und in den USA. In Anbetracht dieser Rahmenbedingungen bleibt das Zahlungsverhalten in den acht untersuchten asiatischen Ländern voraussichtlich schwach."

Die komplette Studie auf www.coface.de

Coface Deutschland AG


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