Auch CDA-Sozialflügel für Rentengarantie

(lifePR) ( Bremen, )
Der CDA-Landesvorstand hat auf seiner gestrigen Sitzung in Bremerhaven seine Forderung nach einer sukzessiven Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent bekräftigt und sich darüber hinaus einstimmig für eine langfristige Garantie zumindest des aktuellen Rentenniveaus von 48 Prozent ausgesprochen.

CDA-Landesvorsitzende Heike Menz: „Durch die im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vereinbarte doppelte Haltelinie wird das aktuelle Rentenniveau lediglich bis 2025 nicht jedoch dauerhaft abgesichert. Bis Ende 2030 könnte das Niveau somit wie prognostiziert auf 44,6 Prozent absinken, ohne dass die Bundesregierung zum Eingreifen gezwungen wäre. Soweit darf es nicht kommen. Ab 2024 treten die Babyboomer ins Rentenalter ein. Auch sie wollen eine auskömmliche Rente und Planungssicherheit. Deshalb müssen die Weichen für die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung jetzt gestellt werden. Die Festlegung des Rentenniveaus ist eine politische Entscheidung und darf nicht von den Ergebnissen einer Rentenkommission abhängig gemacht werden. Von der Rentenkommission erwarten wir, dass sie aufzeigt, was getan werden muss, um die Rentenversicherung in die Lage zu versetzen, ihren Versicherten wieder eine lebensstandardsichernde Rente gewährleisten zu können.“

Eine dauerhafte Absicherung des Rentenniveaus ist nach Auffassung der CDA auch im Hinblick auf die nachgelagerte Besteuerung der Renten geboten, die zur Folge hat, dass sich mit jedem Jahr die Steuerbelastung der Neu-Rentner erhöht, so dass selbst bei garantiertem Rentenniveau das verfügbare Renteneinkommen sinkt.

Die CDA als Arbeitnehmervereinigung und sozialpolitischer Flügel der CDU verweist darauf, dass jede zweite Altersrente in Deutschland unter 800 Euro liegt und immer mehr Rentnerinnen und Rentner Probleme haben, allein mit der Rente ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Senioren stellen mittlerweile die größte Gruppe unter den Minijobbern. Lag die Zahl der Miniobber im Alter von 65 Jahren oder älter 2003 noch unter 600.000, hat sie sich seither nahezu verdoppelt und im Dezember 2017 die Rekordhöhe von 1.074.689 erreicht. Dies ist besorgniserregend und ein Indiz für wachsende Altersarmut.
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