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Pressemitteilung BoxID: 684782 (Carpe Viam GmbH)
  • Carpe Viam GmbH
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  • Ansprechpartner
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Viele Unternehmen verschlafen Wachstumschancen

«Wachstumsstudie 2017» der Unternehmensberatung Carpe Viam untersucht Erfolgsfaktoren für profitables Wachstum / Aktuelle Wachstumsstudie

(lifePR) (Düsseldorf, ) Trotz anhaltend guter Konjunktur wachsen viele Unternehmen in Deutschland nicht profitabel. Nur jedem dritten Unternehmen gelingt es, Umsatz und Ertrag gleichzeitig zu steigern. Auch die Wachstumserwartungen für die Zukunft fallen nur mäßig aus: in 80 Prozent der Unternehmen liegen diese lediglich im niedrigen bis mittleren Bereich. Experten sehen Handlungsbedarf – damit bestehende Wachstumschancen nicht verschlafen und hausgemachte Hürden überwunden werden.

Dies zeigt die aktuelle «Wachstumsstudie 2017» der Unternehmensberatung Carpe Viam aus Düsseldorf. Eine Mischung aus 124 großen, mittleren und kleineren Produktionsbetrieben und Dienstleistungsunternehmen unterschiedlicher Branchen gaben Auskunft zu Wachstumskennziffern, Wachstumszielen und erfolgskritischen Einflussfaktoren.

Viel Resignation und Stagnation in Sachen Wachstum

Ertragswachstum erzielen der Studie zufolge zwar 60 Prozent der untersuchten Unternehmen, Umsatzwachstum jedoch nur 40 Prozent. Auf einer Wachstumsmatrix aus Umsatz und Ertrag (sinkend, stagnierend, steigend) schaffen es lediglich 35 Prozent der Unternehmen in die Königsklasse der profitablen „Wachstumsunternehmen“ (steigender Umsatz und Ertrag).

Die weiteren Unternehmen lassen sich als „Stagnierende“ (30%), „Ertragsschöpfer“ (20%), „Schrumpfende“ (5%), „Paralysierte“ (5%) und „Investierende / Discounterorientierte“ (5%) klassifizieren.

Auffällig ist zudem: obwohl zwei von drei Unternehmen kein wertsteigerndes Wachstum erzielen, zeigen sich dennoch 75 Prozent mittelmäßig bis hoch mit dem eigenen Wachstumserfolg zufrieden.

„Dies weist auf einige Resignation in Sachen Wachstum hin“, sagt Wachstumsexpertin Dr. Anja Henke, Geschäftsführerin der Carpe Viam GmbH und frühere McKinsey-Beraterin. „Resignative Zufriedenheit hemmt aber die Wahrnehmung von Handlungsbedarf und führt dazu, dass Wachstumspotentiale vielerorts nicht realisiert werden.“

Gründe für Erfolg und Misserfolg sind vielfältig – und fast immer hausgemacht

Die Ursachen für ausbleibende Wachstumserfolge sind vielfältiger Natur: sie reichen von unzureichenden Marktanalysen und mangelnder Umsetzungsstärke über Innovationsstaus und fehlende Nachhaltigkeit bis hin zu Führungsproblemen. Für ihre systematische Analyse haben die Wachstumsexperten von Carpe Viam sieben entscheidende Erfolgsfaktoren für profitables Wachstum identifiziert:

1. Ausgangslage, 2. Analyseschwerpunkte, 3. Erfolgsbasis, 4. Strategischer Fokus, 5. Umsetzungsstärke, 6. Beständigkeit und 7. Führung/Stabilität.

Betrachtet man die Ausprägungen der Erfolgsparameter (niedrig, mittel, hoch) und verknüpft diese mit der Position der Unternehmen auf der Wachstumsmatrix, lassen sich in den Unternehmen spezifische Muster von Wachstumstreibern und Wachstumshürden erkennen. Dabei zeigt sich: profitabel wachsende Unternehmen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass es ihnen immer wieder gelingt, Wachstum aus einem fundierten Verständnis der eigenen Situation, des Marktumfelds und der eigenen Stärken heraus zu realisieren.

Bemerkenswert ist zugleich: in der Gruppe der Wachstumsunternehmen verzeichnet der Faktor „Strategischer Fokus“ im Unternehmensvergleich nicht die höchste Ausprägung. Gute Strategien alleine sind demnach kein Rezept bzw. keine Garantie für erfolgreiches Wachstum.

Freilich könnten Wachstumsunternehmen bei verbesserter strategischer Ausrichtung sogar noch erfolgreicher sein.

„Stagnierende“ Unternehmen zeigen demgegenüber Schwächen vor allem in puncto „Umsetzungsstärke“ und „Beständigkeit“. Wachstumsrelevante Maßnahmen versanden hier oft, zugleich verstellen Ad-hoc-Aktionen den Blick auf das Wesentliche. Bei den „Ertragsschöpfern“ sind die Erfolgsfaktoren „Umsetzungsstärke“ und „Beständigkeit“ hingegen stark ausgeprägt. Große Beständigkeit hat jedoch auch eine Kehrseite: beispielsweise mangelnde Offenheit für Veränderungen und innovative Wachstumsfelder.

Wesentliche Erkenntnis der «Wachstumsstudie 2017» ist daher auch: es kommt auf das dynamische Zusammenspiel und die ausgewogene Balancierung der zentralen Faktoren für Wachstum an – nicht allein auf besondere Stärken in einzelnen Bereichen. „Das System für Wachstum bietet jedem Unternehmen ein Cockpit für die individuelle Analyse und Steuerung der Erfolgsfaktoren“, erläutert Anja Henke. „Zugleich kann sich jedes Unternehmen in der Wachstumsmatrix verorten und eigene Handlungschancen ableiten.“

Profitables Wachstum ist aus eigener Kraft heraus möglich

Übergreifend gilt: wertschöpfendes Wachstum scheitert in aller Regel nicht an äußeren Marktbedingungen (auch wenn diese gerne als Ursache angeführt werden), sondern an hemmenden internen Faktoren. Positiv gewendet bedeutet dies: Unternehmen haben ihr Wachstum selbst in der Hand. Mut macht zudem, dass zahlreiche Untersuchungen belegen, dass erfolgreiches Wachstum nicht nur in neuen, sondern auch in gesättigten Märkten möglich ist.

Empfehlungen für erfolgreiches Unternehmenswachstum

Aus der «Wachstumsstudie 2017» lassen sich übergreifend folgende Schlussfolgerungen und Empfehlungen ableiten: Unternehmen und deren Manager sollten demnach...

1. Hohe Ziele formulieren – und sich nicht mit Mitschwimmen im Mittelmaß zufrieden geben.

2. Gewohnheiten hinterfragen und neue Wege gehen – und sich nicht von Komfortzonen und Behäbigkeit einlullen lassen.

3. Zügel in der Hand halten und Ohnmacht vermeiden – eigene Erfolge wie Misserfolge sollten nicht der Konjunktur zugeschrieben werden.

4. Hinschauen statt Wegschauen – derzeit bewegt sich vieles, das zahlreiche neue Chancen bietet, zugleich auch einige Risiken birgt.

5. Vorhandene Stärken nutzen – die Erfolgsbasis für profitables Wachstum ist in vielen Unternehmen gut.

6. Umsetzungsstärke ausbauen – diese ist häufig noch ein Schwachpunkt.

7. Alle Erfolgsfaktoren für Wachstum berücksichtigen – erst deren gutes Zusammenspiel ermöglicht stabilen Erfolg.

8. Wertschöpfend restrukturieren – Restrukturierung kann für Wachstum hilfreich sein, muss es aber nicht.

9. Individuelle Wachstumswege gehen – jedes Unternehmen hat ein eigenes Profil; es sollte erkennen, wo es aktuell steht und dann das Passende tun.

Weitere Studieninformationen

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der «Wachstumsstudie 2017» ist hier als kostenloser Download verfügbar: www.carpeviam.com/ueber-uns/studien. Die komplette Studie ist auf Anfrage bei Carpe Viam erhältlich.

Carpe Viam GmbH

Die Carpe Viam GmbH ist eine auf Wachstumsthemen spezialisierte Unternehmensberatung mit Sitz in Düsseldorf. Gründerin und Geschäftsführerin ist Dr. Anja Henke. Mit ihrem Team berät die Naturwissenschaftlerin seit vielen Jahren Konzerne und Mittelstand zu Umsatz- und Ertragswachstum, Innovation und Marktführerschaft. Die frühere McKinsey-Beraterin ist ausgewiesene Wachstumsexpertin, zertifizierter Coach und Key-Note-Speakerin. Anja Henke publiziert zudem regelmäßig zu Wachstumsthemen, Strategie, Innovation und Change.

Weitere Informationen: www.carpeviam.de