Dienstag, 17. Juli 2018


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Schrott-/E-Schrott Branchenforum in stürmischen Zeiten

Duisburg, (lifePR) - Die Schrott- und E-Schrottwirtschaft kämpft mit einem schwierigen Marktumfeld. Das wurde auf dem bvse-Branchenforum am 05. und 06. November 2014 deutlich. Klaus Müller, bvse-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachverbandes Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling machte vier Hauptprobleme für die Unternehmen seiner Branche aus.

Müller sprach von einem regelrechten Krisenszenario, sowohl im Nahen Osten wie auch in der Ukraine, das die Altmetall- und Schrottmärkte in Bedrängnis bringe. Gleichzeitig kämpfe man in Deutschland mit einer vorhandenen Überkapazität an Behandlungsanlagen, die zu Marktpreisen führe, die nur schwerlich als "auskömmlich" bezeichnet werden könnten. In diesem ohnehin schwierigen Marktumfeld versuchten zusätzlich viele Kommunen private Unternehmen auch mit Mitteln des Ordnungsrechts aus dem Markt zu drängen, um selber wirtschaftlich tätig werden zu können. Als vierten Punkt führte Müller außerdem die oftmals nur zögerliche Unterstützung der Banken an.

Auch bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock sprach in seinem Vortrag davon, dass der wirtschaftliche Druck auf die Erstbehandlungsanlagen "noch einmal zugenommen" habe und damit "deutlich spürbarer als im schwierigen Geschäftsjahr 2009" sei. In dieser Situation sei eigentlich eine unterstützende Wirtschaftspolitik gefragt, doch das Gegenteil sei der Fall. Rehbock: "Die Parteien wenden sich von der sozialen Marktwirtschaft ab und setzen lieber auf eine staatlich gelenkte Kommunalwirtschaft."

Auf das laufende Gesetzgebungsverfahren beim ElektroG eingehend, machte der bvse-Hauptgeschäftsführer deutlich, dass die zentrale Rolle der Erstbehandlungsanlagen gestärkt werden müsste. Außerdem plädierte Rehbock dafür, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Sammelmengen über bürgernahe Erfassungssysteme gesteigert und Schlupflöcher zur billigen Entsorgung geschlossen werden könnten.

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