Montag, 25. Juni 2018


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Hochverdichtung in den Getränkerücknahmeautomaten erschwert das PET-Recycling

Bonn, (lifePR) - Der Trend Getränke in PET-Flaschen abzufüllen, hält an. Dadurch nimmt auch der Anteil an Pfandflaschen zu. Für die Rücknahme der pfandpflichtigen Getränkeflaschen werden inzwischen unterschiedliche Automatensysteme eingesetzt, die je nach Bauart, der nachfolgenden Recyclingstufe große Probleme bereiten.

„Für die Rücknahme von Pfandgebinden bringen Hersteller in letzter Zeit vermehrt Rücknahmeautomaten in den Handel, die die PET-Flaschen leider so stark verdichten, dass die nachfolgende PET-Verwertung deutlich erschwert wird. Gerade bei der Sortierung von bunten Flaschen, die zusammen mit Dosen verdichtet werden, erhöht sich der Aufwand für das PET-Recycling beträchtlich“, macht bvse-Vizepräsident Herbert Snell deutlich.

„Die Sortierung hochverdichteter Flaschen gelingt auf den installierten Anlagen nicht mehr im gleichen Maße, wie bei den bisher im Markt angebotenen PET-Flaschenabfällen, denn diese hochverdichtete Flaschen lassen sich nur mit zusätzlichem Aufwand auftrennen. Und selbst dann bleiben untrennbare Verbunde zurück“, beschreibt Snell die Problematik.

„Die Hochverdichtung von Flaschen führt zu untrennbaren Verbunden, die beispielsweise aus Flaschen unterschiedlicher Farben oder Materialverbunden von PET mit Dosen bestehen. Die dementsprechend höhere Verdichtung der PET-Ballen führt dadurch wiederum zu Problemen bei der automatischen Erkennung, die von der Lage der Flaschen auf dem Band  abhängig ist. Auch das nachfolgende mechanische Ausschleusen der Flaschen wird deutlich beeinträchtigt“, bestätigt auch bvse-Fachreferent Dr. Thomas Probst und stellt fest: „Der Kostenvorteil der Logistik wird durch den deutlich höheren Aufwand beim Recycling aufgehoben“.

Auch die Arbeitsgemeinschaft  PET-Recycling im bvse beklagt den zunehmenden Einsatz solcher Rücknahmeautomaten: „Während der Handel profitiert, erhöht sich der Aufwand der Sortierung für die Recycler erheblich!“ kritisiert bvse-Vizepräsident Herbert Snell.

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