Dienstag, 26. September 2017


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Bundesverwaltungsgericht: Einzelhandel soll die Innenstadt attraktiv machen

Berlin, (lifePR) - Das Bundesverwaltungsgericht hat Discounter mit einem Grundsatzurteil in die Schranken verwiesen (BVerwG 4 C 1.08; BVerwG 4 C 2.08, 17.12.2009). Der Bau eines Discountermarktes wie Aldi oder Lidl ist demnach nur dann zulässig, wenn alteingesessene Geschäfte in der Nachbarschaft nicht geschädigt werden, heißt es im Urteil aus Leipzig von vergangener Woche. "Dies ist grundsätzlich ein positives Signal, da die Entwicklung zu einer bewussten Stadtentwicklung gefördert wird, die den Dialog aller Beteiligten - Einzelhändler, Eigentümer, Investoren und Politik - erfordert", meint Dr. Katrin Grumme, Vorsitzende des Arbeitskreises Einzelhandel beim BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und Geschäftsführerin der DGC Dr. Grumme Consulting GmbH.

"Die Städte und Gemeinden sollten aber nicht nur auf Gutachten und Rechtssprechung reagieren, sondern aktiv den Standort Innenstadt managen. So müssen die Städte und Gemeinden sich insbesondere stärker mit den Einflüssen und Rahmenbedingungen für die Stadtteil- und Innenstadtentwicklung wie beispielsweise Demografie, Nachhaltigkeit sowie Attraktivität auseinanderzusetzen", erläutert die Expertin. Dies sei auch gerade vor dem Hintergrund der Warenhauskrise wichtiger denn je.

"Der Lebensmitteleinzelhandelsmarkt war die letzten Jahre nicht mehr durch Bedarfsdeckung, sondern durch einen Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Zwar galt dieser den großen Mitbewerbern, ist aber verstärkt zu Lasten der gewachsenen Stadtstrukturen erfolgt", so Dr. Grumme weiter. Die Discounter und der großflächige Lebensmitteleinzelhandel sollten aber nicht per se verteufelt werden, da diese Formate die Versorgungsstruktur mit preiswerten Lebensmitteln für eine breite Bevölkerungsschicht darstelle.

Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW)

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Spitzenverband der unter­nehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitglieder und verbundene Unternehmen an. Sie verwalten momentan einen Wohnungsbestand von rund 3,2 Millionen Wohnungen sowie Gewerberäume von insgesamt 10,4 Millionen Quadratmeter Nutzfläche. Der Arbeitskreis Einzelhandel des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW) beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Warenhauskrise und setzt sich für eine aktive Innenstadtgestaltung sowie für die zentrale Bedeutung des Einzelhandels für die Stadtentwicklung ein.

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