Sonntag, 25. Februar 2018


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Krankenhäuser: Gesicherte Patientenversorgung gerät zunehmend in Gefahr

BDU-Thinktank: Umfangreiche Veränderungen bei Führungskultur und beim Einsatz moderner Methoden und Instrumente im Personalmanagement der Kliniken notwendig

Bonn, (lifePR) - Eine gesicherte Patientenversorgung gerät in deutschen Krankenhäusern zunehmend in Gefahr. Dabei ist nicht alleine der mangelhafte Personalschlüssel für die Misere verantwortlich. Unternehmensberater kritisieren die oft fehlende Innovationskraft im Personalmanagement der Kliniken. Die Personalabteilungen seien aber ein Schlüsselfaktor für deren Zukunftsfähigkeit. Sie müssten viel stärker eine aktiv gestaltende Rolle übernehmen und zum Beispiel für ein verändertes Verständnis in der Führungskultur sorgen. Dieses Fazit ziehen die Autoren des BDU-Thinktanks „Ohne Personal sicher in die Klinikzukunft?“, dessen Ergebnisse der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) heute veröffentlicht hat. Ein Themendossier skizziert die Schlüsselfaktoren für ein modernes Personalmanagement und eine erfolgreiche Führungskultur in Krankenhäusern. Empfehlungen für zielgerichtete Veränderungen runden das Expertenpapier ab.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen – zum Beispiel aufgrund fehlenden Fachpersonals oder fortschreitender Überalterung der Belegschaft – müssten die Kliniken, so die BDU-Experten, spürbare Verbesserungen bei den vier Hauptzielen erreichen: Zufriedenheit der Patienten und Angehörigen, Zufriedenheit bei den Mitarbeitern, ärztliche und pflegerische Ziele sowie wirtschaftliche Ziele. Die treibende Kraft auf dem Weg dorthin müsse von den Führungskräften und der Personalabteilung ausgehen. Um einen nachhaltigen Beitrag zum Erfolg der Krankenhäuser leisten zu können, müssten letztere unter anderem gemeinsam mit der Klinikleitung und den Fachbereichen moderne Methoden und Instrumente – von der Zielvereinbarung über die Stellenprofile bis hin zur Willkommenskultur – einführen und etablieren.

 

Wichtig sei auch, allen Führungskräften die relevanten Kennzahlen der Klinik – Auslastung der Station, mittlere Verweildauer, Überstunden pro Mitarbeiter, Gesundheitsquote der Abteilungen, oder kalkulierte Ausfallzeiten – zugänglich zu machen. Das Arbeiten mit diesen aussagekräftigen Steuerungsgrößen sei heute vielfach in Gesundheitseinrichtungen noch nicht selbstverständlich. Die Informationen seien aber wichtig, um Potenziale aufzudecken, Mitarbeiter zu führen und Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Das nötige Methodenrepertoire zur zielgerichteten Nutzung von Kennzahlen müsse hierfür sichergestellt werden, so die Unternehmensberater.

Download Panel-Befragung unter: www.bdu.de/krankenhaeuser

Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.

In den BDU-Thinktanks arbeiten Unternehmens- und Personalberatungen themen- und projektbezogen zusammen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle oder künftige Herausforderungen für Unternehmen und Organisationen am Wirtschaftsstandort Deutschland. Ziel ist es, Wirkungszusammenhänge und Lösungsansätze vorzudenken. Die Ergebnisse sollen Diskussionen anregen und zielgerichtete Aktivitäten anstoßen. Alle BDU-Thinktank-Experten verfügen über ein hohes Spezialwissen im untersuchten Themenfeld.

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