Erhöhung der EEG-Umlage um bis zu 2 Cent/Kilowattstunde besiegelt

Steigende Subventionen für Ökostrom bedrohen die Existenz des Mittelstands

(lifePR) ( Hannover, )
Im Streit um die Kürzung der Subventionen für Solarstrom einigten sich Bund und Länder nach harten Verhandlungen. Laut Medienberichten bleiben die im Frühjahr vom Bundestag beschlossenen Einschnitte im Kern bestehen. Reduziert wird künftig in abgemilderter Form. Änderungen gibt es in Details. Der Kompromiss sieht ein Ende der Förderung von Solarstrom bei 52 Gigawatt installierter Leistung vor. Derzeit sind in Deutschland bereits 28 Gigawatt am Netz.

Deckel für Solarstromförderung zu großzügig

Die neue Obergrenze wird ein Wettrennen um limitierte Fördergelder auslösen. Bei gleichbleibendem Ausbautempo könnte der Grenzwert bereits 2015 erreicht werden. Mehrere Kürzungsrunden begrenzten den rasanten Anstieg der Solaranlagen bisher nicht. Stark sinkende Preise für Fotovoltaik aus China heizten ihn eher an. Als Konsequenz treiben steigende Subventionen den Strompreis der kommenden 20 Jahre nachhaltig in die Höhe. Der weitere Ausbau der Fotovoltaik auf bis zu 52 Gigawatt lasse die EEG-Umlage um rund 2 Cent pro Kilowattstunde ansteigen.

Ökostromumlage für Mittelstand unzumutbar

Rund 14 Milliarden Euro zahlen die deutschen Stromkunden 2012 für das Fördern von Ökostrom. Pro Kilowattstunde sind das rund 3,5 Cent. "2 Cent EEG-Umlage mehr pro Kilowattstunde gefährden die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands", warnt VEA-Geschäftsführer Dr. Volker Stuke. Einem mittelständischen Unternehmen mit 5 Millionen Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr entstünden dadurch um 100.000 Euro höhere Energiekosten. Der Privathaushalt einer vierköpfigen Familie würde mit knapp 100 Euro jährlich zusätzlich belastet.

Lasten der Energiewende gerecht verteilen

"Die Politik gab dem Drängen der Solarlobby erneut nach", resümiert Dr. Volker Stuke. Der Kompromiss zum Kürzen der Solarsubventionen sei für den VEA als Vertreter des deutschen Mittelstands nicht nachvollziehbar. Großunternehmen könnten sich durch Ausschöpfen von Sonderregelungen weitgehend von allen Kosten des EEG befreien. Die Kosten der Energiewende dürfen aber nicht nur den deutschen Mittelstand und Privathaushalte ohne Solaranlage belasten.

Subventionen auf Marktwirtschaft umstellen

Einen großen Teil der Kosten für den Ausstieg aus der Kernenergie schultert die mittelständische deutsche Wirtschaft. "Der VEA setzt sich für marktwirtschaftliche Lösungen beim Ausbau erneuerbarer Energien ein," betont Dr. Stuke. Zu wählen sei jeweils der effizienteste Weg. Über die Hälfte der EEG-Förderung fließe derzeit in die Fotovoltaik. Sie liefere aber nur vier Prozent des benötigten Stroms in Deutschland. "Der Zwang zum Vermarkten von bis zu 50 Prozent des Solarstroms wäre ein Schritt in die richtige Richtung gewesen", stellt Dr. Stuke fest.
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