Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Kundgebung am 30. Jahrestag der UAA-Inbetriebnahme

Bonn, (lifePR) - Mit Nachdruck fordern immer mehr Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Friedensorganisationen und sonstige politische Vereinigungen die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau. Aktuell wird am Samstag (15. August 2015) in der Gronauer Innenstadt eine Kundgebung mit kulturellem Rahmenprogramm gegen die bundesweit einzigartige Atomfabrik stattfinden. Die Kundgebung beginnt um 11 Uhr vor der Gronauer St. Antoniuskirche, Neustraße. Anlass der Protestaktion, die auch von niederländischen Organisationen unterstützt wird, ist der 30. Jahrestag der umstrittenen Urananreicherungsanlage (15. August 1985).

Be­trieben wird die Urananreicherungsanlage vom Urenco-Konzern, der inter­national tätig ist. Der deut­sche Zweig ist jeweils zu 50% im Besitz von E.ON und RWE. Seit dem 15. August 1985 wird in Gronau an­gereichertes Uran für Atomkraftwerke in aller Welt produziert - bisher ohne Lauf­zeit­begren­zung. Beim Betrieb der Anlage fällt Atommüll an. Neben der Urananreiche­rungs­anlage wurde eine Halle als"Zwischenlager" für rund 60.000 Tonnen Uranoxid gebaut. Noch fehlt die Einlage­rungsge­nehmigung.

Wiederholt gab es in der UAA Gronau Stör­fälle und 2010 wurde erstmals ein Ar­beiter in der An­lage verstrahlt. Umweltverbände und Bürgerinitiativen be­fürch­ten, dass der An­lagenbetrieb mit zuneh­mendem Alter der Anlage noch unsicherer wird. Weitere Ge­fahren gehen von den zahl­reichen Urantransporten mit LKW und Son­derzü­gen von und zur Anrei­che­rungsanlage aus. Und nach wie vor be­steht die Ge­fahr, dass der Urenco-Kon­zern alle An­teile (auch von RWE und E.ON) meistbie­tend auf dem Weltmarkt verkauft. Damit droht die Weiter­verbreitung der militä­risch nutzbaren Zentrifu­gen­technik zur Uran­anrei­che­rung.

Schon vor dem Bau der UAA und nach der inbetriebnahme hat es stän­dig Pro­teste gegen die Anlage, gegen die Urantrans­porte und gegen den vorge­schalte­ten Uranabbau, der in Kanada, Afrika und an­derswo erfolgt, gegeben. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ist schon seit 1981 gegen jegliche Nutzung der Atomenergie aktiv und der Protest reißt nicht ab. Immer wieder fanden und fin­den De­monstra­tionen und Blocka­den statt. Zentrale Forderung der Anti-Atomkraft-Initiativen und Friedensorganisationen: Die zustän­dige rot-grüne NRW-Landes­re­gierung soll die so­for­tige Auf­hebung al­ler für die UAA erteil­ten Betriebs­genehmi­gun­gen veranlassen.

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