BBU protestiert gegen neu geplante Reaktoren beim AKW Temelin in Tschechien / Sammeleinspruch in Vorbereitung

(lifePR) ( Bonn / Temelin, )
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. mit Sitz in Bonn erhebt scharfen Protest gegen den geplanten Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks Temelin. Der Standort ist etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Bereits in einem Vorverfahren hatte sich der BBU Ende 2008 gegen den Bau der Reaktorblöcke 3 und 4 ausgesprochen. Der BBU wird in den nächsten Tagen einen Sammeleinspruch gegen den Ausbau des AKW Temelin veröffentlichen, damit möglichst viele Personen aus der Bundesrepublik Einspruch gegen Temelin 3 und 4 erheben können.

Im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) hat die Tschechische Republik jetzt die Öffentlichkeitsbeteiligung eingeleitet. Die Auslage verschiedener Planungsunterlagen erfolgt bis zum 31.08.2010. Einzusehen sind die Unterlagen in der Bibliothek der Sächsischen Staatskanzlei im Sockelgeschoss, werktags während der üblichen Geschäftszeiten (Montag bis Donnerstag 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr, sowie Freitag vom 08.00 Uhr bis 15.00 Uhr). Der BBU weist darauf hin, dass die Unterlagen auch im Internet aufgerufen werden können: http://www.smul.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/21745.htm

In seinem Einspruch aus dem Jahr 2008 hatte der BBU dem tschechischen Umweltministerium mitgeteilt, dass der BBU die geplanten Reaktorblöcke 3 und 4 des AKW Temelin ablehnt. Dazu BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz "Radioaktivität kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht!"

Nach Auffassung des BBU können radioaktive Stoffe von Temelin über den Luftweg auch bis in die Bundesrepublik gelangen. Die Reaktoren Temelin 3 und 4 würden die zusätzliche Produktion von Atommüll verursachen und noch mehr Uran- und Atommülltransporte erfordern. Der BBU erklärt, dass bereits im sogenannten Normalbetrieb der Reaktoren Radioaktivität frei wird. In diesem Zusammenhang erinnert der bundesweite Umweltverband an eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz, in der Ende 2007 vermehrt Leukämiefälle bei Kleinkindern in AKW-Nähe dokumentiert wurden.

Der BBU hatte dem tschechischen Umweltministerium 2008 auch mitgeteilt, dass der Betrieb der Reaktoren Temelin 3 und 4 den lebensfeindlichen Uranabbau vermehren würde und dass Atomenergie kein Beitrag zur Bekämpfung der Klimakatastrophe ist. Und: Eine militärische Nutzung von Atombrennstoff und Atommüll der Reaktoren in Temelin kann grundsätzlich ebenso wenig ausgeschlossen werden wie Atomspionage. Vor dem Hintergrund der ungelösten Atommüll-Entsorgung in der Bundesrepublik (Stichworte Asse, Konrad und Gorleben) weist der BBU auch darauf hin, dass es nie ein Endlager geben wird, in dem der Atommüll, der in den Reaktoren Temelin 3 und 4 anfallen würde, sicher gelagert werden kann.

Nähere Informationen über die Arbeit des BBU gibt es im Internet unter www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Wer den Widerstand gegen den Ausbau des AKW Temelin unterstützen möchte, kann sich auch beim AK Energie des BBU unter 02562-23125 melden.
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