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Pressemitteilung BoxID: 205590 (Bundesanstalt für Straßenwesen)
  • Bundesanstalt für Straßenwesen
  • Brüderstraße 53
  • 51427 Bergisch Gladbach
  • https://www.bast.de/

Neuer Tiefstand bei Getötetenzahl im Straßenverkehr erreicht

(lifePR) (Bergisch Gladbach, ) Erstmals seit Beginn der statistischen Auswertung sinkt die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen in Deutschland auf unter 4.000. Laut Prognose der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) werden es im Jahr 2010 weniger als 3.750 Getötete sein. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von nahezu zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr (4.152). Dabei ist die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle um etwas mehr als ein Prozent auf gut 2,34 Millionen gestiegen.

Am deutlichsten fällt der Rückgang innerhalb von Ortschaften aus. Waren es 2009 1.225 Getötete, werden es 2010 gut zwölf Prozent weniger sein. Auf Landstraßen ist mit einem Rückgang von mehr als 200 Getöteten zu rechnen (2009: 2.452). Auf Autobahnen werden voraussichtlich etwa 40 Getötete weniger zu verzeichnen sein (2009: 475).

Die Gesamtzahl der getöteten Kraftfahrzeug-Insassen (2009: 2.322 Getötete) wird 2010 um etwa acht Prozent sinken, dabei wird die Anzahl der getöteten Pkw-Insassen (2009: 2.110) ebenfalls um etwa acht Prozent oder annähernd 200 Getötete auf weniger als 2.000 Getötete zurückgehen. Sowohl bei den Moped/Mofa-Fahrern als auch bei den Radfahrern ist in diesem Jahr mit einem überdurchschnittlich starken Rückgang um etwa 19 Prozent beziehungsweise fast 18 Prozent zu rechnen. Bei den Fußgängern ist mit etwa zwölf Prozent (auf etwa 520 Getötete) ebenfalls ein deutlicher Rückgang absehbar. Die Anzahl der getöteten Fahrer und Mitfahrer von Motorrädern (einschließlich Leichtkrafträder) wird um etwa neun Prozent auf weniger als 600 Getötete sinken.

In den verschiedenen Altersgruppen entwickelten sich die Getötetenzahlen unterschiedlich. Die Anzahl der Getöteten wird bei den Senioren um etwa 13 Prozent sinken. Im Gegensatz dazu wird die Anzahl der getöteten Kinder unter 15 Jahren (2009: 90 Getötete) nach dem deutlichen Rückgang im letzten Jahr (zwölf Prozent) in diesem Jahr wieder auf etwa 100 Getötete ansteigen. Bei den jungen Verkehrsteilnehmern im Alter von 18 bis 24 Jahren wird sich der positive Trend in diesem Jahr mit einem Rückgang um annähernd zehn Prozent weiter fort setzen.

Bei den Alkoholunfällen ist in diesem Jahr erneut mit einem sehr deutlichen Rückgang um etwa 14 Prozent zu rechnen (2009: 17.434).

Für die Fahrleistungen der Kraftfahrzeuge werden im Jahr 2010 Anstiege sowohl auf Bundesautobahnen als auch auf dem nachgeordneten Straßennetz erwartet. Nach vorläufigen Schätzungen wird die Gesamtfahrleistung von 699 Milliarden Fahrzeugkilometer im Jahr 2009 auf etwa 705 Milliarden im Jahre 2010 um etwa 0,8 Prozent leicht ansteigen.

Das fahrleistungsbezogene Risiko, im Straßenverkehr getötet zu werden, verringert sich damit im Jahr 2010 insgesamt um mehr als zehn Prozent.