BUND-Braunkohlefachtagung: Mitteldeutsches Revier kann auch ohne Braunkohle

(lifePR) ( Chemnitz, )
Im Moment geht es noch nicht ganz – aber in absehbarer Zeit ist der Großraum Leipzig nicht mehr auf die Braunkohle angewiesen. So lässt sich kurz das Ergebnis der zweiten Braunkohlefachtagung des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Sachsen am heutigen Tag in Leipzig zusammenfassen: Deutlich wurde, dass weder die Wirtschaft, noch der Arbeitsmarkt, noch Landwirtschaft, Natur und Umwelt an der Braunkohle hängt: Für alle Bereiche kommt es in erster Linie auf einen klaren Pfad in die Zukunft an, um Planungssicherheit zu haben.

Prof. Dr. Felix Ekardt, Nachhaltigkeitsforscher und Vorsitzender des BUND Sachsen, erläutert dies: „Uns als Natur- und Umweltschutzverband hat die Tagung wieder gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Klimapolitisch ist mit den Beschlüssen der COP 21 in Paris 2015 klar, wohin die Reise geht, nämlich zu einem schnellstmöglichen Ausstieg aus den fossilen, klimaschädlichen Brennstoffen, weit vor 2050, und neben dem Strom auch bei Wärme, Verkehr und stofflichen Nutzungen wie Dünger. Was wir aber brauchen, ist ein klares Ausstiegsszenario. Das haben uns die Vorträge und Diskussionen des Tages gezeigt, damit wir eine konkrete Vorstellung für einen Wandel der Regionen weg von der Kohle bekommen. Jetzt ist es an der Politik, uns diesen Pfad zu zeigen – denn der Klimawandel schreitet immer schneller voran und dessen Folgen werden immer sichtbarer.“

Ekardt: „Je später wir los gehen, desto kürzer muss der Pfad werden. D. h. umso drastischer werden die Umbrüche für Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitsmarkt sein. Der Appell unserer Tagung an die Politik ist also eindeutig: Macht Euch mit uns auf den Weg in eine Zukunft ohne fossile Energien und mit gestopptem Klimawandel.“

Die Tagung hat gezeigt, dass sich der Raum Leipzig schon jetzt auf den Weg macht, denn die Aufgaben sind gewaltig, aber auch lösbar: Netze und Speicher müssen gebaut werden, um Schwankungen von Solar- und Windenergie auszugleichen, Energie muss weniger und effizienter verwendet werden, Kohleregionen brauchen alternative wirtschaftliche Konzepte. Rein volkswirtschaftlich ist der Ausstieg aus der Braunkohle ein gutes Geschäft: denn jeder Euro, der in der Vermeidung und Beseitigung von Klimafolgeschäden oder in der Beseitigung von Natur- und Gesundheitsschäden gespart wird, kann an anderer Stelle eingesetzt werden. Das Paris-Abkommen verlangt mit seiner Temperaturgrenze von 1,5-1,8 Grad maximaler globaler Erwärmung allerdings ein deutlich schnelleres Vorgehen, als es nach dem Willen von Bundes- und Landesregierung sowie großen Teilen von Wirtschaft und Gesellschaft bislang gewollt drin.

Informationen: www.bund-sachsen.de/braunkohlefachtagung
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