BUND: Bahnpolitik der Bundesregierung steht vor einem Scherbenhaufen - Oberschwaben bleibt benachteiligt

Zumeldung zur PM "Südbahn-Finanzierung" des MVI vom 04.08.2014

(lifePR) ( Stuttgart, )
"Die Bahnpolitik der Bundesregierung steht vor einem Scherbenhaufen. Oberschwaben bleibt für weitere Jahrzehnte benachteiligt", kritisiert Verkehrsexperte Klaus-Peter Gussfeld vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, die Weigerung von Bundesverkehrsminister Dobrindt, die Finanzierungsvereinbarung zur Elektrifizierung der Südbahn abzuschließen. "Als Schall und Rauch erweisen sich alle vollmundigen Versprechungen, Oberschwaben werde von Stuttgart 21 unmittelbar profitieren", so Gussfeld.

Statt attraktive, schnelle und umsteigefreie Verbindungen vom Bodensee über Ulm und die Neubaustrecke nach Stuttgart zu realisieren, werden die Reisenden auch künftig mühsam umsteigen müssen oder es werden zeitaufwändige Lokwechsel in Ulm erforderlich. Unter diesen Voraussetzungen sei auch kein attraktiver Fernverkehr auf der Südbahn denkbar.

"Kaum beginnt der Bau von Stuttgart 21, zeigen sich schon die Schattenseiten des Projekts", so Gussfeld, "die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich hinters Licht geführt, wenn Entscheide für Großprojekte mit schönen Versprechungen herbeigeführt werden, die später nichts mehr gelten", kritisiert Gussfeld, "wir fordern, dass Bundesverkehrsminister Dobrindt sich an die Versprechen aus seinem Haus hält und die Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet."

Als Farce erweist sich vor diesem Hintergrund auch die Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität. "Wer die Elektromobilität aus Umweltgründen ernsthaft fördern will, muss sich in erster Linie auch für die weitere Elektrifizierung der Schienenstrecken einsetzen", erklärt Gussfeld, "rußende Personen- und Güterzüge, die durch Ulm und die zahlreichen Gemeinden entlang der Südbahn rollen, passen nicht in diese Strategie."
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.