Montag, 20. Februar 2017


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BKP Classic Fonds UI

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die US-Subprime-Krise stellt sich im Nachhinein nur als Beginn der eigentlichen Finanzkrise heraus. So sind von den weltweit fünf größten Investmentbanken noch Goldman Sachs und Morgan Stanley übrig geblieben, die zukünftig aber als Geschäftsbank firmieren. Die halbstaatlichen Unternehmen Freddie Mac und Fannie Mae, welche die Hälfte aller US-Immobilien-Darlehen halten, werden mit 200 Mrd.USD gestützt. Die amerikanische Versicherung AIG mit 85 Mrd. Inklusive des noch nicht genehmigten Rettungspakets über 700-800 Mrd. USD belaufen sich direkte und indirekte Notenbank- und Staatshilfen auf rd. 1 Bio. USD!

Durch weitere Stützungsmaßnahmen der Regierungen über Teilverstaatlichungen oder Bürgschaften für europäische Banken, wie die belgisch-niederländische Fortis oder die belgisch-französische Dexia, den britischen Hypothekenversicherer Bradford & Bingley und die deutsche Hypo Real Estate wird die Stabilität des Weltfinanzsystems zunehmend als gefährdet angesehen.

Die in unserem letzten Bericht angesprochene Verschuldungsproblematik wird somit immer deutlicher. Man muss davon ausgehen, dass Geldwerte eher geschwächt werden und eine Hinwendung zu guten Sachwerten (bspw. Gold, Aktien) näher rückt.

Die Stützung der Banken hat die Märkte im September nochmals stärker tangiert.Viele Indices haben 10% und mehr abgegeben. Der M-DAX sogar rd. 20%.

Lediglich der Goldpreis hat angezogen und in den letzten Tagen waren verstärkt kurzlaufende staatliche Rentenpapiere gesucht.

Nebenstehende Graphik zeigt die extreme Volatilität für den breiten amerikanischen Aktienmarkt seit April 1987. Dieser wesentliche "Panik- Indikator" hat ein Niveau erreicht wie wir es zuletzt in den Jahren der Jahrhundertbaisse gesehen haben.

Zudem können wir uns aufgrund niedriger Investitionsgrade, hoher Short- Quoten, teurer Absicherungspreise, enormer Geldhortung auf Geldmarktkonten und kurzfristigen Staatsanleihen und nicht zuletzt aufgrund der intensiven Berichterstattung in den Medien jederzeit eine kräftige Gegenbewegung im Aktienmarkt vorstellen.

Die ausländischen Investoren haben ihre Aktienbestände in den letzten Wochen drastisch reduziert, so dass von dieser Seite kein größerer Abgabedruck mehr zu erwarten sein dürfte (siehe Graphik aus Finanzwoche oben).

Im BKP CLASSIC FONDS UI haben wir nach Bekanntgabe der Dresdner Bank Übernahme durch die Commerzbank und nach kräftigen Kursaufschlägen am großen Verfallstag die Gewichtung im Finanzsektor um rd. 5% reduziert.Umgeschichtet wurde primär in defensive Unternehmen aus dem Gesundheitssektor.Des Weiteren haben wir uns im September verstärkt auf Substanz- und Dividendenwerte wie BASF oder KRONES konzentriert, die unseres Erachtens als Gewinner aus der momentanen Krise hervorgehen werden. Solide Bilanzstrukturen zeigen uns eine relative Unabhängigkeit von Banken und bergen zudem Potential durch Übernahmen weitere Marktanteile hinzuzugewinnen.

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