Der digitale Wandel treibt Transformation der Unternehmen und social Learning an

Nachbericht zur Swiss eLearning Conference 2016 in Zürich

(lifePR) ( Feusisberg, )
An der Swiss eLearning Conference 2016 in Zürich drehte sich am 12. und 13. April alles um das Thema Social Learning. Die zweitägige Fachkonferenz beleuchtete in Vorträgen und Workshops Strategien, praktische Erfahrungen und Technologien, die den Wissensaustausch unter Mitarbeitenden in Unternehmen fördern. Dabei erarbeiteten die Teilnehmenden eigene Konzepte für die Umsetzung in ihren Organisationen.

Zu den Highlights der Konferenz zählte die Eröffnungs-Keynote der international geschätzten Referentin und Autorin zum Lernen am Arbeitsplatz Jane Hart aus Grossbritannien. Social Learning finde nicht dadurch statt, dass Unternehmen Mitarbeitern soziale Medien bereitstellten, so Hart. Sondern Social Learning geschehe immer da, wo Menschen sich jeden Tag bei der Arbeit austauschen, zusammenarbeiten sowie mit- und voneinander lernten, unabhängig davon, ob sie dafür eine Technologie nutzten oder nicht. Dennoch böten soziale Medien zahlreiche Möglichkeiten für das Lernen und Mitarbeitende stellten sich damit ihre persönlichen Lernumgebungen zusammen, auch wenn ihre Nutzung nicht durch Unternehmen gefördert werde.

Denkanstösse anstatt vorgefertigter Inhalte

Weiterbildungsverantwortlichen im Unternehmen riet Hart, vor allem Gelegenheiten für Social Learning zu schaffen, dafür stehe eine ganze Palette an möglichen Massnahmen und Events zur Verfügung. Wichtig sei dabei, den Lernenden nicht alle Inhalte vorzugeben, sondern eher beratend und moderierend zur Seite zu stehen. Unabdingbar sei zudem eine offene Firmenkultur, denn Social Learning finde dort mit Erfolg statt, wo Mitarbeitende voneinander lernen wollen und das Unternehmen dies fördere und belohne.

Wissen in realen Projekten anwenden

Wichtige Lernerfahrungen fänden selten bei formellen Schulungen statt, sondern zu rund 80 Prozent bei der Lösung komplexer Aufgaben, erklärte auch Remo Steinmetz, Head Client Executive Programmes bei Swiss Re. Deswegen seien Aktivitäten wie das Lernen an herausfordernden Projekten, mit Kollegen aus anderen Einheiten oder mit schwierigen Kunden, Zusammenarbeit mit Experten oder das Übernehmen von Verantwortung gangbare Strategien, in denen Mitarbeitende und Führungskräfte ihre Kompetenzen verbreitern und anwenden könnten, so Steinmetz. Bei der Arbeit erworbenes Wissen werde von der Wirtschaft hoch geschätzt, jedoch stehe eine Dokumentation oder Akkreditierung von informell erworbenen Fähigkeiten über Unternehmensgrenzen hinweg noch ganz am Anfang.

Interaktion und Virtual Reality

Ansätze für Social Learning, die bereits mit Erfolg in Unternehmen eingesetzt werden, konnten die Konferenzteilnehmer an acht „Marktständen“ am Nachmittag des ersten Konferenztages kennenlernen. „Nur mit Interaktion ist eLearning erfolgreich“, war zum Beispiel die Devise von Dominic André Stühler von der Punk Academy. Er zeigte eLearning-Angebote, die gerade die junge Generation anspreche, indem sie diese in ihren Mediennutzungsgewohnheiten abhole und direkt anwendbares Wissen biete. „Die Zukunft des Lernens liegt in der Virtual Reality, in die Lernende eintauchen, Sachverhalte erleben und Fähigkeiten ausprobieren können“, so Stühler. Diese Effekte konnten die Teilnehmenden dann auch selbst mit einer Virtual-Reality-Brille ausprobieren. Andere Marktplatzbeiträge zeigten Beispiele von sozialem Lernen etwa bei der Swiss Life, der Schweizer Hotelfachschule Luzern, der Deutschen Bahn, oder der Swisscom.

Den zweiten Konferenztag eröffneten verschiedene E-Learning-Anbieter, die anhand von Best-Practice-Cases ihrer Kunden zeigten, was für Lösungen und Strategien bereits für Social Learning im Einsatz sind. Dabei kam etwa zur Sprache, welche Faktoren Social Learning behindern oder fördern, wie eine integrierte Software-Lösung aussehen kann, welche Open-Source Lösungen es gibt, und mit welchen frei zugänglichen Tools sich eine private Learning Cloud zusammenstellen lässt. Zudem wurden das instruktionale Design von Social Learning, Lernarchitekturen und Modelle thematisiert.

SeLC Productions: Wissen teilen ist Macht

Eigene Fragestellungen und Projektskizzen der Teilnehmenden für Social Learning fanden am Nachmittag des zweiten Konferenztages Raum. Im Teil „SeLC Productions“ stand der Austausch von Fachexpertise auf Augenhöhe und die gegenseitige Unterstützung bei der Weiterentwicklung eigener Ideen im Mittelpunkt. Dabei erhielten sie praktische Hilfestellungen von Jane Hart. Ein Teilnehmer der SBB berichtete zudem, was aus den Denkanstössen und Ideen der SeLC 2015 in seiner Abteilung inzwischen geworden ist.

Der Weg zur Arbeitswelt der Zukunft

Zum Abschluss der Konferenz gab Pierre-Luc Marilley, Head of Workspace & Collaboration sowie Executive Board Member bei Swisscom Enterprise Customers, einen Ausblick in die Arbeitswelt der Zukunft. Nach seiner Überzeugung, entwickeln sich Unternehmen immer mehr in Richtung Social Enterprises, in denen Wissen transparent ist, eine offene Feedbackkultur und offene Meinungsäusserung herrschen und Hierarchien verschwinden.

In seinem Vortrag berichtete Marilley von einigen Strategien und Erfahrungen der seines Unternehmens, mit der Geschwindigkeit der Digitalisierung Schritt zu halten. So bekomme man neue Technologien nicht mit eLearning in den Griff, sondern nur mit eigenem Ausprobieren und Reverse Mentoring, bei dem Jugendliche Senior Manager in Sachen neue Medien coachen. Zudem habe Swisscom vor drei Monaten ein Experiment mit agilen Teams gestartet, die sich selbst organisieren, um Effizienz und Reaktionsgeschwindigkeit sowie die Motivation der Mitarbeitenden zu erhöhen. Neben der Bereitschaft, Dinge auszuprobieren, müsse die Unternehmensführung sich über die Strategien und Methoden für Kommunikation und Lernen im Unternehmen Gedanken machen, denn Unternehmenskultur sei Chefsache.

Ausblick auf 2017

Ein positives Fazit von der Swiss eLearning Conference 2016 zogen die beiden Konferenzleiter und Moderatoren Dr. Daniel Stoller-Schai, Head Sales & Marketing, Crealogix AG Digital Learning, und Prof. Dr. Nils Hafner, Professor für Kundenmanagement an der Hochschule Luzern. Die SeLC 2017 werde mit einem neuen Thema, neuen Konferenzgefässen und voraussichtlich am gleichen Ort am 4. und 5. April 2017 in Zürich stattfinden.

Weitere Informationen sind unter www.selc.ch zu finden.
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