Montag, 18. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 679833

Börse Hamburg: Fondsumsätze im Oktober bei rund 60 Millionen Euro

Hamburg, (lifePR) - .
- Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 60,6 Mio. Euro
- CS EUROREAL bleibt mit 6,4 Mio. Euro Umsatzspitzenreiter
- Zwei Dividenden-Fonds unter den Top 10 nach Umsatz
- „Next Generation“ - Rohstoff-Fonds erneut mit bester Monatsperformance

Die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg erreichten im Oktober ein Volumen von 60,6  Mio. Euro und lagen damit 10 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Der Oktober gilt im historischen Rückblick als umsatzstark, aber auch als volatil und als der Monat mit den meisten Börsencrashs. Viele Marktteilnehmer warten nicht unbedingt auf einen Crash, aber zumindest auf eine ihrer Meinung nach längst überfällige Korrektur am Aktienmarkt. Gerade die will aber einfach nicht kommen – im Gegenteil: Im Oktober erreichten der Dow Jones mit rund 23.480 Punkten und der DAX mit rund 13.240 Punkten neue historische Höchststände.

Die Umsätze im Fondshandel werden maßgeblich durch das Geschehen am Aktienmarkt beeinflusst. Die Aktienumsätze konnten im Oktober bei vergleichsweise geringer Volatilität zulegen und führten damit zu stabilen Umsätzen auch im Fondshandel. Für die bullische Stimmung am Aktienmarkt könnten mehrere Faktoren ausschlaggebend sein. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für  Deutschland  verbesserten sich im Oktober 2017 erneut, der Index stieg um 0,6 Punkte auf einen Wert von 17,6 Punkten. Auch die Konjunkturerwartungen der kommenden sechs Monate bleiben laut ZEW für Deutschland positiv, ebenso wie die Konjunkturerwartungen für die USA. Lediglich für den Euroraum wird teilweise eine Eintrübung der Konjunktur erwartet, insbesondere in wichtigen Ländern wie Italien und Frankreich. Der EuroStoxx50 reagierte entsprechend, er konnte sich im abgelaufenen Monat nur gut behaupten.

Keine wirklich negativen Auswirkungen auf das Marktgeschehen hatten hingegen die Ereignisse in und um Katalonien, die schleppend verlaufenden Brexit-Verhandlungen und der Nordkorea-Konflikt. Auch die unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Bundestags- und Niedersachsenwahl scheinen die Marktteilnehmer nicht in ihrer positiven Grundhaltung zu beeinträchtigen. Am 26. Oktober gab die EZB die lang ersehnte Entscheidung zum Anleihen-Kaufprogramm bekannt. Ab Januar 2018 sollen statt 60 Mrd. nur noch 30 Mrd. Euro monatlich angekauft werden. Ob diese Reduzierung von immerhin 50 Prozent zu nachhaltigen Reaktionen an den Märkten führen wird, bleibt noch abzuwarten.

Immobilien- und Dividendenfonds dominieren die Umsätze im Fondshandel

Wie schon in den Vormonaten, tendieren die Anleger zu einem defensiven Investitionsverhalten. Von daher dominieren unverändert offene Immobilienfonds (OIF) den Fondshandel an der Börse Hamburg. Acht der „TOP 10 nach Umsatz“ gehören zu dieser Assetklasse. Trotz der abgelaufenen Hauptversammlungssaison sind auch Dividenden-Fonds unverändert sehr beliebt bei Anlegern. Hier spielen sicherlich die vergleichsweise hohen Ausschüttungen eine Rolle, denn am Anleihenmarkt ist nach wie vor sehr wenig Rendite zu erzielen.

Mit 6,4 Mio. Euro hat der CS EUROREAL (WKN: 980500) im Oktober den Spitzenplatz im Umsatzranking behauptet, gefolgt vom SEB ImmoInvest (WKN: 980230), der Platz zwei mit 4,6 Mio. Euro verteidigte. Der CS EUROREAL hatte zudem am 25. Oktober eine Ausschüttung in Höhe von 4,06 Euro, was den Kurswert von rund 14,50 auf 10,50 Euro reduzierte. Platz drei erobertete der Stuttgarter Dividendenfonds mit einem Umsatz von 4 Mio. Euro. Dieser Fonds war im Oktober gleichzeitig Aktionsfonds an der Börse Hamburg und wurde folglich mit reduziertem Spread gehandelt.

„Next Generation“ - Rohstoff-Fonds bleibt Performance-Spitzenreiter

Im Ranking nach der besten Performance im abgelaufenen Monat Oktober konnte der Structured Solutions - Next Generation Resources Fund (WKN: HAFX4V) seinen Spitzenplatz mit einem weiteren Plus von 14,1 Prozent verteidigen. Dieser Fonds investiert vorzugsweise in Rohstoffunternehmen, die im Bereich der sogenannten „Next Generation Rohstoffe“ aktiv sind. Hierbei handelt es sich um Rohstoffe wie z. B. Lithium, Kobalt oder Grafit, die aufgrund neuer Technologien (u. a.  für Elektrofahrzeuge) in Zukunft verstärkt benötigt werden.

Asien Fonds top – Energie- und Gold-Fonds überwiegend flop

Zu den Gewinnern gehörten im Oktober eindeutig Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Asien und hier speziell Fonds, die auf Indien und Südkorea setzen. Der  AMUNDI EQUITY INDIA INFRASTRUCTURE (WKN: A0NFCJ) verzeichnete im Monatsvergleich ein Plus von 9,7 Prozent, der TEMPLETON KOREA FUND (WKN: 974424) kam auf ein Plus von 9,4 Prozent. Trotz weiter fester Ölpreise neigten Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Energiewerte teilweise zur Schwäche. Der SPDR S&P Oil & Gas Equ. & Svcs (WKN: A0MYDZ), der im September noch um 23,8 Prozent zugelegt hatte, gab in diesem Monat wieder 10,8 Prozent ab. Der SCHRODER ISF GLOBAL ENERGY (WKN: A0J29E) verlor im Oktober 5,9 Prozent. Schwächer waren im Oktober zudem Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Goldminenwerte. Der NESTOR GOLD FONDS (WKN: 570771) verlor 5,9 Prozent an Wert. Die Wertentwicklung dieser Fonds korreliert sehr stark mit dem Goldpreis. Die Unze Feingold konnte zwar im Oktober kurzzeitig die Marke von 1.300 USD/Unze überspringen, gab danach jedoch wieder deutlich nach.

Wie bereits im Vormonat waren auch Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Türkei weiter auf der Verliererseite. Die türkische Lira erreichte im Oktober mit 4,48 TRY/EUR ihr historisches Allzeittief, das ist ein Verlust von rund 32 Prozent innerhalb der vergangenen 12 Monate. Der in türkische Anleihen investierte Türkisfund Bonds (WKN: 987859) verlor im Monatsvergleich 5,9 Prozent.

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hamburg (Börse Hamburg)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt. Mehr Informationen zum Fondshandel finden Anleger unter www.boersenag.de/fonds.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Skilaufen: Versicherungen sind ein Muss

, Finanzen & Versicherungen, ARAG SE

Bei sonnigem Winterwetter und frischem Pulverschnee zieht es viele Wintersportfans über die Weihnachtstage in die Berge und auf die Pisten. Doch...

Achtung Steuer! – Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoins, Bitcoin-Cash, Ethereum, Light Coin–

, Finanzen & Versicherungen, CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz Partnerschaft mbB

Nach der Kursrally der letzten Monate, wollen immer mehr Investoren am Boom von Bitcoin & Co. partizipieren und eröffnen Accounts bei den diversen...

Taunus Sparkasse eröffnet ihre Filiale neu

, Finanzen & Versicherungen, Taunus Sparkasse

Die Sparkassenfiliale ist und bleibt – gerade im Zeitalter der Digitalisierung – ein wesentlicher Teil der Kultur unserer Gemeinden und Städte....

Disclaimer