Überprüfung Kostenstudie 16 hat keine zusätzlichen Rückstellungen zur Folge

STENFO attestiert solide Arbeit

(lifePR) ( Bern 25, )
Nach Abschluss der Überprüfung der Kostenstudie 16 hat STENFO die provisorischen Beiträge für die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds bestimmt. Sicherheitszuschläge im Umfang von 5 Prozent bei der Stilllegung und 12.5 Prozent bei der Entsorgung führen zu einer höheren Kostenschätzung von insgesamt 7.9 Prozent. Die BKW wird die Beurteilung des STENFO analysieren, sieht zurzeit aber keinen Bedarf für zusätzliche Rückstellungen für das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM). Die Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung des KKM ist nach wie vor auf Kurs.

 

Die Kostenberechnung, welche Swissnuclear nach strikten Vorgaben von STENFO in Zusammenarbeit mit den Betreibern der Kernanlagen erstellt hat, sei solide und in sich korrekt. Zu diesem Schluss kommen die Experten, welche die Kostenstudie 16 überprüft haben. Einzelne Punkte – insbesondere die Sicherheitszuschläge – müssen gemäss den Experten jedoch angepasst werden. Um der erhöhten Kostenschätzung Rechnung zu tragen, hat STENFO angepasste provisorische Beiträge festgelegt.

 

Damit würden für die BKW die Beiträge für den Entsorgungsfonds um 1.1 Mio. Franken auf 18.3 Mio. Franken jährlich steigen. Die Beiträge in den Stilllegungsfonds legt STENFO für die BKW neu bei provisorisch 12.1 Mio. Franken statt bei 0 Franken jährlich fest (Erklärung siehe Kasten). Die Erhöhung der Beiträge ist ergebnisneutral. Die definitiven Beiträge verfügt STENFO erst nach Inkraftsetzung der revidierten Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung (SEFV) für die Periode 2017 bis 2021.

 

Fast auf den Tag genau in zwei Jahren – am 20. Dezember 2019 – geht das KKM vom Netz. Die Vorbereitungen zur ersten Stilllegung eines Leistungsreaktors in der Schweiz laufen auf Hochtouren. Nach dem positiven Gutachten seitens der Aufsichtsbehörde, des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI, im September, geht die BKW weiterhin davon aus, dass das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Mitte nächsten Jahres die Stilllegungsverfügung ausstellen wird, damit das Kernkraftwerk Mühleberg plangemäss am 20. Dezember 2019 die Stromproduktion einstellen kann.

 

Was nach dem Abschalten des Kernkraftwerks geschieht, erklären wir Ihnen hier im Video. Alle Informationen zum Projekt Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg finden Sie unter www.bkw.ch/stilllegung.

Höhere Beiträge in Stilllegungsfonds ohne Einfluss auf Erfolgsrechnung

Obwohl die provisorischen Beiträge in den Stilllegungsfonds für die BKW auf 12.1 Mio. Franken steigen, bleiben die Kosten für die Stilllegung gleich. Die höheren Beiträge hängen damit zusammen, dass der Gesetzgeber davon ausgeht, dass die Planung der Stilllegung erst in Angriff genommen wird, nachdem das Kraftwerk vom Netz geht. Die BKW hat mit der Planung jedoch bereits 2013 begonnen und bezahlt die Kosten laufend direkt. Trotzdem muss sie nun die Projektierungskosten zudem auch noch in den Stilllegungsfonds einzahlen; dazu gehören auch die bereits geleisteten Zahlungen. Die Gelder kann die BKW ab 2020 wieder aus dem Fonds zurückfordern.

Die BKW geht davon aus, dass die Option "Stilllegungsplanung parallel zum Leistungsbetrieb" bei der Revision der SEFV berücksichtigt wird und keine vorübergehend doppelte Finanzierung mehr notwendig sein wird.
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