Mittwoch, 18. Juli 2018


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Beziehungen pflegen

Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberater trafen Sozialministerin Aygül Özkan

Hannover/Hildesheim/Osnabrück/Vechta, (lifePR) - Zum ersten Mal haben die Bistümer Hildesheim und Osnabrück sowie das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta einen gemeinsamen Bericht über die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) in Niedersachsen vorgelegt. Verantwortliche der EFL in den einzelnen Bistümern überreichten Aygül Özkan, der Niedersächsischen Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, heute, 3. Januar, in den Räumen des Katholischen Büros Niedersachsen in Hannover ein Exemplar des Berichtes und warben für eine stärkere politische Unterstützung ihrer Arbeit.

Qualität und Stabilität von Beziehungen sind Grundbedingungen für die psychosoziale Gesundheit von Menschen und stabilisieren dadurch auch das demokratische Gemeinwesen. "Ehe-, Familien- und Lebensberatung ist von hohem gesellschaftlichem Nutzen", schreiben denn auch die EFL-Verantwortlichen Annette Karr-Schnieders vom Bistum Hildesheim, Bernhard Plois vom Bistum Osnabrück und Christine Themann vom Bischöflichen Offizialat Vechta in einer gemeinsamen Erklärung, die sie heute ebenfalls Ministerin Özkan überreichten.

Gemeinsam fordern sie unter anderem: "Familienpolitik darf sich nicht länger auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschränken, sondern muss sich umfassender für eine gelingende Verwirklichung von Ehe, Partnerschaft und Familie einsetzen." Neben den Kirchen, die seit Jahrzenten dieses Beratungsangebot in Niedersachsen aus eigenen Mitteln bestreiten, sollte ihrer Ansicht nach auch der Staat die Durchführung dieses Dienstes finanziell unterstützen und die Bedeutung familiärer Werte bei sich stark wandelnden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den Vordergrund politischen Handelns rücken.

Bereits 1959 hat das Bistum Hildesheim als erstes Bistum in Niedersachsen einen psychologischen Beratungsdienst eingerichtet. Zehn Jahre später zog das Bistum Osnabrück nach und seit 1983 gibt es auch im Offizialatsbezirk Vechta des Bistums Münster solche Beratungsstellen. Damit ist die EFL heute flächendeckend in ganz Niedersachsen vertreten. Beratungsstellen gibt es an insgesamt 34 Standorten: 18 im Bistum Hildesheim, zehn im Bistum Osnabrück und sechs im Offizialatsbezirk Vechta. Hinzu kommen kleine Außensprechstundenstellen.

Die Beratung wird getragen von 170 Mitarbeitern, darunter 65 Hauptamtlichen, auf 67,6 Vollzeitstellen. Alle Berater kommen aus verschiedenen psychosozialen Grundberufen und haben eine vierjährige berufsbegleitende Weiterbildung in Ehe-, Familien- und Lebensberatung absolviert. Ihr Rat wird immer stärker nachgefragt. 2011 wurden insgesamt 4.623 neue Beratungsfälle bearbeitet. 2006 waren es nur 4.459 und 2001 genau 4.082 neue Fälle. Die Beratung ist anonym, unabhängig von der Konfession und kostenlos.

Bislang wird die katholische EFL in Niedersachsen ausschließlich durch kirchliche Mittel getragen. 2011 hat das Bistum Hildesheim 1,272 Millionen Euro dazu beigetragen, das Bistum Osnabrück 1,473 Millionen Euro und der Offizialatsbezirk Vechta 825.000 Euro (gesamt: 3,57 Millionen Euro).

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