Sonntag, 24. September 2017


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Biogasrat+: Biomethan macht Klimaschutz im Verkehr sofort möglich

Gasbasierte Mobilitätskonzepte beweisen sich seit Jahren in der Praxis

Berlin, (lifePR) - „Wenn am heutigen Donnerstag die Expertengruppe zur Förderung des emissionsarmen Verkehrs ihre Arbeit unter Federführung des Bundesumweltministeriums aufnimmt, muss das Ziel ein nachhaltiges Mobilitätskonzept sein, das alle verfügbaren grünen Energieträger gleichermaßen technologieoffen berücksichtigt“, appelliert Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V., an die Teilnehmer der Runde. „Einzelne Technologien dürfen dabei nicht einseitig bevorzugt werden.“ Hochi verweist darauf, dass mit gasbasierten Motorkonzepten bereits heute die Emissionen von Treibhausgasen und Stickoxiden erheblich reduziert und darüber hinaus die Lärmbelastung im Stadtverkehr deutlich gesenkt werden können. Das aus Biogas aufgereinigte Biomethan kann sofort nach Einspeisung in das Erdgasnetz flächendeckend als Compressed Natural Gas (CNG) eingesetzt und ohne technische Umrüstung in marktüblichen Gasfahrzeugen getankt werden. „Schon die Beimischung von 20 % Biomethan reduziert die Treibhausgasemissionen von CNG-Fahrzeugen um bis zu 39 %“, so Hochi. „Wird reines Biomethan getankt, können sogar über 90 % der klimaschädlichen Abgase vermieden werden.“ Da die gasbasierten Kraftstoffe vorzugsweise in auf Otto-Motoren basierenden Antriebskonzepten eingesetzt werden und deutlich weniger Lärm emittieren, wird darüber hinaus die Lärmbelastung in Ballungsräumen deutlich reduziert.

Die Mobilität mit CNG-Fahrzeugen ist schon heute bundesweit technologieerprobt.  So wurden im Herbst 2016 die Busse der Oldenburger Verkehr und Wasser GmbH auf Erdgasantrieb umgestellt und schon seit 2011 fahren die Busse der Stadtwerke Augsburg mit 100 % Biomethan. Auch die Berliner Stadtreinigung (BSR) nutzt das von ihr aus Abfällen gewonnene Biomethan zur Betankung ihrer gasbetriebenen Müllfahrzeuge und zeigt damit, dass der nachhaltige Kraftstoff auch im Schwerlastbereich problemlos eingesetzt werden kann. Mit Verweis auf diese Erfolgsgeschichten fordert der Biogasrat+ e. V. die Expertengruppe auf, den heute schon verfügbaren klimafreundlichen Kraftstoff Biomethan bei ihren Beratungen zum emissionsarmen Verkehr zu berücksichtigen. „Wir wünschen uns eine stärkere Unterstützung der grünen Gasmobilität“, appelliert Hochi an die Fachleute im Bundesumweltministerium. „Für den weiteren Ausbau und Investitionen brauchen wir ein klares Bekenntnis der Politik.“ Analog zur Elektromobilitätsstrategie der Bundesregierung könnte grüne Mobilität für Verbraucher attraktiver gestaltet werden, indem Kommunen die Möglichkeit erhalten, kostenlose Parkplätze für Gasfahrzeuge anzubieten. Darüber hinaus kann eine transparente Preisauszeichnung an Tankstellen die preislichen Vorteile von Biomethan gegenüber fossilen Kraftstoffen für Verbraucher deutlich sichtbar machen und damit die Verbraucherakzeptanz erhöhen. Nicht zuletzt ist es unabdingbar die CO2-Minderungsvorteile in den Flottendurchschnittswerten der Automobilhersteller zu berücksichtigen. „Mit Biomethan können wir den Verkehrssektor sofort dekarbonisieren und die Energiewende in diesem Bereich erfolgreich unterstützen“, ist Hochi überzeugt. „Die Voraussetzungen für grüne Gasmobilität sind gegeben. Jetzt muss die Politik handeln.“

Biogasrat+ e.V.

Der Biogasrat+ ist der Verband für dezentrale Energieversorgung und vertritt bundes- und europaweit die Interessen der führenden Marktteilnehmer. Dabei steht die Markt- und Systemintegration der erneuerbaren Energien entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Vordergrund. Biogas/Biomethan kann im Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarkt wesentlich dazu beitragen, die ökologischen Zielvorgaben der Politik zu erfüllen, ohne dabei unnötige Kosten für die Allgemeinheit zu verursachen. Aus diesem Grund setzt sich der Verband für einen stärkeren Einsatz von Biomethan in allen Nutzungspfaden ein, indem die rechtlichen Rahmenbedingungen optimiert und dadurch eine nachhaltige Entwicklung des Marktes sichergestellt wird.

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