Freitag, 24. Februar 2017


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Qualitätsdebatte: Realitätsferne Vorwürfe des GKV-Spitzenverbandes

(lifePR) (Hamburg, ) Der Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC) wehrt sich gegen die jüngsten unsinnigen Vorwürfe des GKV-Spitzenverbandes, wonach es vermeintlich zu wenig Qualitätskontrollen bei ambulanten Operateuren gibt. BNC-Präsident Dr. Dieter Haack erklärte: "Die Angriffe des GKV-Spitzenverbandes erreichen uns pünktlich vor Beginn der nächsten Honorarverhandlungen zwischen den Kassen und der ärztlichen Selbstverwaltung. Nur weil Frau Dr. Doris Pfeiffer von Qualitätskontrollen beim Ambulanten Operieren keine Kenntnis hat, bedeutet nicht etwa, dass es diese nicht gibt. Es scheint vielmehr, dass sie keinerlei Vorstellung von der Arbeit in Operationszentren hat."

Tatsächlich wird diese Arbeit bestimmt von regelmäßigen Begehungen durch Gesundheitsämter und regionale Strukturen wie Regierungspräsidien, TÜV oder vergleichbare Kontrollorgane. Dabei werden Infektionsschutzgesetze und deren Umsetzung überprüft. Zudem prüfen zahlreiche Einrichtungen der Selbstverwaltung die Prozess- und Ergebnisqualität der ärztlichen Arbeit. Werden dabei Mängel festgestellt, erhalten die betroffenen Kollegen eine Schulung und Belehrung - und werden auch kurzfristig erneut überprüft.

Der BNC-Präsident betonte: "Frau Dr. Pfeifer sollte wissen, dass diverse Krankenkassen eigene Verträge mit ambulanten Operateuren abgeschlossen haben, in denen Qualitätskontrollen explizit honoriert werden." Er erinnerte daran, dass es diese Sonderverträge vor allem deshalb gibt, weil die Kassen erkannt haben, dass das Ambulante Operieren mit weniger Komplikationen sowie kürzeren Arbeitsunfähigkeitszeiten einhergeht und zudem unter Facharztstandard erbracht wird. "Diese altbekannten Tatsachen sind wohl noch nicht bis zu Frau Dr. Pfeiffer vorgedrungen. Aber irgendein vermeintliches Problem kann man sicherlich im Vorfeld von Honorarverhandlungen hochkochen, auch wenn es noch so realitätsfern ist."

Der BNC ist der Berufsverband der freiberuflichen Chirurgen in Deutschland, deren Interessen er durch einen Bundesvorstand sowie 25 regionale Landesverbände (ANC) vertritt. Er engagiert sich für die Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder und setzt sich für eine Förderung der ambulanten chirurgischen Behandlung sowie des interdisziplinären Austauschs ein. Der Verband führt hierzu auf Bundesebene den Dialog mit Politikern, Krankenkassen, Wirtschaft und anderen Berufsverbänden.

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