Mittwoch, 18. Juli 2018


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Senatsbaudirektorin Lüscher lässt sich Fundstelle des ältestes Berliner Hauses zeigen

Berlin, (lifePR) - Archäologen fanden jetzt Spuren des ältesten Hauses von Alt-Berlin. Es stammt aus der Zeit um 1174. Die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher gratuliert den Archäologen zu diesem außergewöhnlichen Fund: "Berlin hat eine interessante Geschichte und jeder neue Fund ist ein weiterer Mosaikstein, der das Leben unserer Vorfahren in Berlin dokumentiert. Die zahlreichen Funde der letzten Zeit lassen das Herz eines jeden historisch interessierten Mensch höher schlagen. Die hier entdeckten Reste des ältesten Hauses von Alt-Berlin zeigen uns besonders anschaulich, wie die ersten Siedler im Mittelalter lebten und an welchem Ort sie sich angesiedelt haben."

Seit Anfang Juli 2012 lässt das Landesdenkmalamt Berlin an der Kreuzung Stralauer Straße / Klosterstraße in Berlin-Mitte graben. Dort will der Bauherr KapHag einen Hotelneubau vor der Niederländischen Botschaft errichten.

Die Reste des nun entdeckten Gebäudes hatten sich unter Mauern des 18. Jahrhunderts erhalten. Es handelt sich dabei um den Stallteil eines größeren Fachwerkgebäudes. Der Stall fiel einem Feuer zum Opfer. Auch wurde eines der dort gehaltenen Schweine getötet, wie Skelettfunde beweisen. Der halb eingetiefte Keller war ebenfalls in Fachwerkbauweise errichtet worden und mit Lehm ausgekleidet.

Aus einem der Eckbalken des Stalles konnte ein Holz geborgen werden, das Fachleute des Deutschen Archäologischen Institutes in das Jahr 1174 datieren konnten. Diese Datierung deckt sich fast auf das Jahr genau mit dem ältesten Haus an der Breite Straße (1171) auf der Spreeinsel (Alt-Cölln). Die Besiedlung der mittelalterlichen Doppelstadt Berlin-Cölln nahm ihren Anfang also nachweisbar in der Nähe des Spreeüberganges am Mühlendamm - an der Stralauer Straße in Berlin und an der Breiten Straße in Cölln.

Unterhalb der mittelalterlichen Relikten wurden weit ältere menschliche Hinterlassenschaften geborgen. Dazu gehören Feuersteingeräte und Keramikfragmente sowie Pfosten- und Abfallgruben der späten Jungsteinzeit und der Mittelsteinzeit, ebenso wie slawische Keramikfragmente des 10. und 11. Jahrhunderts nach Christus. Die Grabungen dauern noch an und lassen weitere Überraschungen erwarten.

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