BSR-Straßenreinigung wird elektrischer

Testbetrieb einer vollelektrischen Kleinkehrmaschine und eines vollelektrischen Kehrichtsammelfahrzeugs gestartet

(lifePR) ( Berlin, )
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat eine vollelektrische Kleinkehr­maschine und ein vollelektrisches Kehrichtsammelfahrzeug in Betrieb genommen. Im Rahmen des Praxiseinsatzes will die BSR untersuchen, wie sich Nutzfahrzeuge mit elektrischen Antrieben unter den Einsatzbedingungen der Straßenreinigung bewähren (Sieben-Tage-Woche, Zwei-Schicht-Betrieb, wechselnde Wetterbedingungen). Bei den PKWs verfügt das kommunale Unternehmen bereits über einen Elektrofahrzeug-Anteil von 35 Prozent; bei den Kleintransportern sind es 25 Prozent. Beide Anteile sollen bis Ende des Jahres 2020 auf 75 Prozent erhöht werden. Außerdem fährt bereits die Hälfte der rund 330 Müllfahrzeuge mit Gas, das in der BSR-eigenen Biogasanlage in Ruhleben aus der Vergärung von Bioabfällen gewonnen wird.

Die vollelektrische Kleinkehrmaschine „Urban Sweeper S2.0“ ist ein Produkt des schwei­zerischen Unternehmens Boschung. Die Batterie­kapazität des „Energiebündels“ beträgt 54 Kilowattstunden – damit kann die E-Kehrmaschine acht Stunden im Stadtgebiet unterwegs sein. Laut Herstellerangaben ist die „S2.0“ mithilfe eines Schnellladegeräts in zweieinhalb Stunden wieder geladen. Dies ermöglicht einen Einsatz im Zwei-Schicht-Betrieb. Bei der angegebenen Saugleistung liegt die E-Kehrmaschine (Leergewicht 2,3 Tonnen) rund 20 Prozent über der baugleichen Dieselvariante, die seit 2014 bei der BSR eingesetzt wird. Unterstützt wurde die Beschaffung der „S2.0“ durch das Förderprogramm „Saubere Luft“ des Bundes.

Beim vollelektrischen Kehrichtsammelfahrzeug „e-Vario“ handelt es sich um einen kon­ventionellen „Mercedes-Benz Vario“, der von der bayerischen Firma Paul Nutzfahrzeuge zu einem E-Fahrzeug umgebaut wurde. Im Rahmen eines sog. Retrofit des Vario-Altfahrzeugs wurde u.a. in Kooperation mit dem oberbergischen Unternehmen BPW der herkömmliche Antrieb durch eine elektrische Antriebsachse ersetzt. Der „e-Vario“ hat eine Batteriekapazität von 80 Kilowattstunden, die eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern ermöglicht. Seine Batterie­ladezeit beträgt weniger als vier Stunden. Der „e-Vario“ (Leergewicht 4,3 Tonnen) soll ganzjährig in der Straßenreinigung eingesetzt werden. Auch diese Beschaffung wurde über das Bundesprogramm „Saubere Luft“ gefördert.

Beide vollelektrischen Reinigungsfahrzeuge („S2.0“ und „e-Vario“) werden von der BSR in den Härtetest geschickt. Das bedeutet: Die E-Reinigungsfahrzeuge müssen nachweisen, dass sie die operativen Anforderungen der Straßenreinigung genauso erfüllen wie die kon­ven­tionellen Dieselvarianten. Wenn dies der Fall ist und weitere Beschaffungen wirtschaftlich vertretbar sind, können zusätzliche E-Reinigungsfahrzeuge in Betrieb genommen werden.

Darüber hinaus plant die BSR, den Elektroanteil ihres PKW- und Kleintransporter-Fuhrparks deutlich auszubauen. So soll der Anteil an Elektro-PKWs von derzeit 35 Prozent bis Ende des Jahres 2020 auf 75 Prozent wachsen. Der Anteil an E-Kleintransportern soll von mo­mentan 25 Prozent auf ebenfalls 75 Prozent in 2020 steigen. Auch in anderen Fahrzeug­gruppen ist für die kommenden Jahre die Beschaffung weiterer E-Fahrzeuge geplant: Bspw. ist für 2019 der Erwerb eines vollelektrischen Abfallsammelfahrzeugs vorgesehen, der durch das Berliner Förderprogramm „BENE“ unterstützt wird. Von den rund 330 BSR-Müllfahr­zeu­gen sind bereits jetzt 165 Fahrzeuge mit Gasantrieb unterwegs.

Mehr Informationen zum Fuhrpark der BSR:
https://www.BSR.de/Fuhrpark
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