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Pressemitteilung BoxID: 272982 (Berliner Mieterverein e.V.)
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Abmahnung des Bundeskartellamtes

Mieterverein: Tarifkalkulation für Wasserpreise und Privatisierungsver-träge sofort ändern

(lifePR) (Berlin, ) Die Abmahnung der Berliner Wasserbetriebe für die Trinkwasserpreise macht noch einmal deutlich, dass die derzeitige Tarifkalkulation zu überhöhten Wasserpreisen führt. Laut Berliner Betriebskostenübersicht 2011 sind in Berlin für Trinkwasser im Durchschnitt 0,27 €/qm im Monat zu zahlen. Im Bundesdurchschnitt sind es laut Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes 0,20 €/qm im Monat. "Die Betriebskosten für Trinkwasser liegen für Berliner Mieter um rund ein Drittel über dem Bundesdurchschnitt", erklärte der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Reiner Wild. "Das hat mit vertretbaren Tarifen nichts mehr zu tun und ist deshalb nicht hinnehmbar".

Das Land Berlin und die privaten Anteilseigner Veolia und RWE haben in den vergangenen Jahren massiv an den Wasserpreisen verdient, zu Lasten der Verbraucher.

Der Berliner Mieterverein mahnt eine Änderung der Tarifkalkulation für die Wassertarife an. "Insbesondere die kalkulatorischen Zinsen auf das betriebsnotwendige Kapital sind uns ein Dorn im Auge" erklärte Wild. Aber auch die kalkulatorischen Abschreibungen müssen überprüft werden. Doch ohne eine Korrektur der skandalösen Privatisierungsverträge trägt die finanzielle Last einer durch das Bundeskartellamt hervorgerufenen Tarifsenkung einzig der Berliner Steuerzahler.

"Wir halten es für gerechtfertigt, dass in Berlin die Verbraucher nicht mehr als im Bundesdurchschnitt durch Wasserpreise belastet werden, auch wenn dies zu Lasten des Landeshaushaltes geht", so Wild.