Samstag, 18. November 2017


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Amman (Jordanien): Mitgliederkonferenz der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) vom 26. bis 29. Oktober 2017

Berlin, (lifePR) - Vom 26. bis 29. Oktober 2017 trafen sich die Mitglieder der arabisch-deutschen Wissenschaftsakademie AGYA in Amman, Jordanien. Im Rahmen des Herbstplenums wählten die Mitglieder ein neues AGYA Steering Committee sowie zwei Co-Präsidenten für eine einjährige Amtszeit. In einer feierlichen Zeremonie wurden sechs arabische und fünf deutsche Mitglieder in die Akademie aufgenommen. AGYA widmet sich Themen, die für die arabische Welt und Deutschland gleichermaßen von Bedeutung sind: In einer öffentlichen Abendveranstaltung an der University of Jordan tauschten sich hochrangige Experten und jordanische Gäste über die Zukunft arabisch-deutscher Forschungskooperation aus. Gemeinsame Erzähltraditionen waren Gegenstand eines öffentlichen Events in Kooperation mit der German Jordanian University. Der erste Abend führte beide Themen zusammen: Die palästinensisch-jordanische Geschichtenerzählerin Sally Shalabi trug „Stories of Cooperation“ vor.Vom 26. bis 29. Oktober 2017 trafen sich die Mitglieder der arabisch-deutschen Wissenschaftsakademie AGYA in Amman, Jordanien. Im Rahmen des Herbstplenums wählten die Mitglieder ein neues AGYA Steering Committee sowie zwei Co-Präsidenten für eine einjährige Amtszeit. In einer feierlichen Zeremonie wurden sechs arabische und fünf deutsche Mitglieder in die Akademie aufgenommen. AGYA widmet sich Themen, die für die arabische Welt und Deutschland gleichermaßen von Bedeutung sind: In einer öffentlichen Abendveranstaltung an der University of Jordan tauschten sich hochrangige Experten und jordanische Gäste über die Zukunft arabisch-deutscher Forschungskooperation aus. Gemeinsame Erzähltraditionen waren Gegenstand eines öffentlichen Events in Kooperation mit der German Jordanian University. Der erste Abend führte beide Themen zusammen: Die palästinensisch-jordanische Geschichtenerzählerin Sally Shalabi trug „Stories of Cooperation“ vor.

Vom 26. bis 29. Oktober 2017 fand die AGYA-Mitgliederkonferenz in Amman, Jordanien, statt. In Arbeitsgruppentreffen und in Tandemprojekten diskutierten und bearbeiteten die Mitglieder laufende und neue Forschungsvorhaben zu Themen wie beispielsweise Klima- und Umweltschutz, Erzähltraditionen in der antiken und modernen arabischen Welt sowie Förderung junger Talente in den MINT-Fächern. Des Weiteren dient die zweimal jährlich stattfindende AGYA-Mitgliederkonferenz dazu, über wichtige Aspekte, die das Akademieleben betreffen, zu entscheiden und den Akademiealltag gemeinsam zu gestalten. Im Rahmen des Herbstplenums wurde ein neues AGYA Steering Committee sowie Ahmad El-Guindy (Texas A&M University at Qatar) und Jan Friesen (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ) als die zwei neuen Co-Präsidenten für eine einjährige Amtszeit demokratisch gewählt. Die sechs Mitglieder des Steering Committee, paritätisch aus arabischen und deutschen AGYA-Mitgliedern zusammengesetzt, vertreten die Akademie regelmäßig auf internationalen Konferenzen und tauschen sich aktiv mit führenden akademischen Einrichtungen in der arabischen Welt und Deutschland aus. Während ihrer Amtszeit wollen die neu gewählten Co-Präsidenten die innovative und interdisziplinäre Arbeit ihrer Mitglieder und die Erweiterung des Kooperationsnetzwerks von AGYA unterstützen: "Als AGYA-Mitglieder profitieren wir in hohem Maße vom Zugang zu einem exzellenten Wissenschaftsnetzwerk und werden in unseren akademischen Karrieren gefördert. Als Co-Präsidenten im Steering Committee zu amtieren bedeutet auch, dass wir damit der Akademie etwas zurückgeben können".

AGYA begrüßt elf neue MitgliederIm Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurden fünf deutsche Mitglieder und sechs arabische Mitglieder aus Ägypten, Algerien, Libanon und Saudi-Arabien in die Akademie aufgenommen. Während ihrer fünfjährigen Mitgliedschaft werden sie gemeinsam mit ihren AGYA-Kollegen neue Akzente in interdisziplinären Forschungsvorhaben zu u.a. folgenden gesellschaftsrelevanten Wissenschaftsthemen setzen: 

- Transregionale Migration

- Umweltschutz und nachhaltige Ressourcennutzung

- Gemeinsames Erbe und Kulturgüterschutz

- Technische und soziale Innovationen

- Bildung in der arabischen Welt und in Deutschland

- Ernährung und Gesundheit in globaler und kultureller Perspektive

Dabei profitieren sie von dem stabilen arabisch-deutschen Forschungs- und Innovationsnetzwerk von AGYA, das ihnen neue Möglichkeiten der Kooperation eröffnet. Die AGYA-Mitglieder tauschten sich während der Abendveranstaltung zum Thema „Arab and German Funding Institutions: Their Roles and Future Perspectives“ an der University of Jordan mit hochrangigen Vertretern arabischer und deutscher Förderinstitutionen aus und informierten sich über Fördermöglichkeiten im Post-Doc-Bereich. Zu Gast waren: Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug (Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften), Prof. Dr. Abeer Al-Bawab (Jordanian Scientific Research Support Fund), Prof. Dr. Zeidan A. Kafafi (Jordanian Club of von Humboldt Fellows), Prof. Dr. Adnan Shihab-Eldin (Kuwait Foundation for the Advancement of Sciences), Ms. Gabriele von Fircks (DAAD Information Center Amman) sowie Prof. Dr. Rami Daher (Arab Council for the Social Sciences). 

Storytelling als roter Faden der Mitgliederkonferenz 

Märchen und Geschichten haben die Kraft zu begeistern. Dies gilt nicht nur für Märchen- und Mythentradition der vormodernen Zeit in der islamischen Welt, sondern auch im Bereich des interaktiven Geschichtenerzählens in digitalen Spielen und unterhaltsamen interaktiven Lernanwendungen. Maic Masuch, Professur für Medieninformatik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Essen, hielt einen Vortrag zum Thema „Gaming as a Form of Modern Storytelling“. Während der öffentlichen Abendveranstaltung in Kooperation mit der German Jordanian University am 29. Oktober griffen die AGYA-Mitglieder Prof. Dr. Bilal Orfali (American University Beirut), Prof. Dr. Carola Richter (Freie Universität Berlin) und Dr. Jan Friesen (Helmholtz Centre for Environmental Research) das Thema auf und diskutierten zusammen mit Sally Shalabi, einer palästinensisch-jordanischen Geschichtenerzählerin, zum Thema „Storytelling Entangled between Entertainment and Education“. Bis heute hat die mündliche Erzähltradition einen hohen Stellenwert in arabischen Ländern. Die AGYA-Mitglieder konnten diese populäre Gemeinschaftskunstform in Wadi Rum live erleben: Die Märchenerzählerin Sally Shalabi (Shalabieh al-Hakawatieh) präsentierte eine englische Adaption von Ahmet Ümit’s Erzählungen „A Tale within a Tale“, in welcher nach traditionellem Vorbild mehrere Erzählungen ineinander verwoben und innerhalb einer Rahmenhandlung präsentiert wurden. Den transkulturellen Wert erzählerischer Traditionen als gemeinsames immaterielles Kulturerbe thematisieren die AGYA-Mitglieder auch in einem Ausstellungsprojekt: Gemeinsam mit ihren AGYA-Kollegen bereitet Prof. Dr. Verena Lepper, AGYA Principal Investigator (PI) und Kuratorin der Sammlung Ägyptischer und Orientalischer Papyri und Handschriften, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz derzeit eine Ausstellung über die mündlichen Erzähltraditionen in der arabischen Welt und in Deutschland von der Antike bis in die heutige Zeit vor. Die Ausstellung soll in der arabischen Welt und Deutschland gezeigt werden. Prof. Lepper erklärte, "Storytelling ist ein unverzichtbares Format für die Vermittlung von Wissen sowohl in der arabischen Welt als auch in Europa. Es ermöglicht die Vermittlung wichtiger Inhalte auf eine Weise, die gleichermaßen unterschiedliche Generationen als auch verschiedene Kulturen übergreifend anspricht".

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Die Mitgliederkonferenz findet zweimal jährlich - in Deutschland und einem arabischen Land - statt. Die Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) wurde 2013 als erste bilaterale junge Akademie weltweit gegründet und bietet derzeit über 50 Mitgliedern - paritätisch deutsche und arabische Wissenschaftler - die einmalige Möglichkeit, interdisziplinäre Forschungsprojekte im Rahmen der arabisch-deutschen Wissenschaftszusammenarbeit zu entwickeln und zu implementieren. AGYA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von 2016 bis 2020 mit vier Millionen Euro gefördert.

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