Montag, 23. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 534839

Professor Segerer ist Vorsitzender der Bayerischen PID-Ethikkommission

Gesundheitsministerin Huml: Enge Grenzen für genetische Untersuchung von Embryonen

München, (lifePR) - Die Bayerische Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) hat am Montag in München die Arbeit aufgenommen. An der konstituierenden Sitzung nahm auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml teil. Zum Vorsitzenden des Gremiums wurde Professor Hugo Segerer gewählt. Er ist Klinikleiter Neonatologie/Diabetologie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg (Standort St. Hedwig).

Huml betonte: "Die neue Ethikkommission leistet einen wichtigen Beitrag im Zusammenhang mit der genetischen Untersuchung von Embryonen. Hierbei gibt es enge Grenzen. Wir stellen sicher, dass die medizinischen Möglichkeiten verantwortungsbewusst genutzt werden. Die PID darf nicht als ein Selektionsinstrument wahrgenommen werden. Vielmehr muss der Schutz des Lebens oberste Priorität haben."

Als Präimplantationsdiagnostik wird die genetische Untersuchung eines künstlich befruchteten Embryos bezeichnet, bevor er in die Gebärmutter einer Frau übertragen wird. Dabei wird gezielt etwa nach Erbkrankheiten oder Chromosomenanomalien gesucht. Die PID darf nach dem Embryonenschutzgesetz nur in eng begrenzten Ausnahmenfällen unter strengen Voraussetzungen vorgenommen werden.

Aufgabe der Ethikkommission ist es zu prüfen, ob eine medizinische Indikation vorliegt, die zur Vornahme einer PID berechtigt. Dabei werden im konkreten Einzelfall die maßgeblichen psychischen, sozialen und ethischen Gesichtspunkte berücksichtigt. Bayern hat sich dafür entschieden, eine föderal eigenständige Ethikkommission mit Sitz in München einzurichten. Diese ist für alle im Freistaat angesiedelten PID-Zentren zuständig und soll gewährleisten, dass in ganz Bayern nach einheitlichen Kriterien entschieden wird.

Die Bayerische Ethikkommission setzt sich aus acht Mitgliedern zusammen. Es handelt sich um vier Mediziner verschiedener Fachrichtungen (Reproduktionsmedizin, Humangenetik, Pädiatrie sowie Psychiatrie und Psychotherapie), einen Ethiker, einen Juristen, einen Patientenvertreter und einen Vertreter einer Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Behinderung.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Warum sanfte Bewegungen Körper & Geist nachhaltig optimieren

, Gesundheit & Medizin, FQL - Kommunikationsmanagement für Motivation, Begeisterung & Erfolg

Jonglieren macht nicht nur Spaß, sondern stimuliert auch das Gehirn und wirkt ähnlich heilsam wie Meditation und Tai Chi. Warum das so ist und...

Jonglieren - Spielend wirksam das Gehirn trainieren

, Gesundheit & Medizin, FQL - Kommunikationsmanagement für Motivation, Begeisterung & Erfolg

Auf der Gesundheitsmesse "bleib fit" (MTC München) erklärt Jonglator Stephan Ehlers am Sonntag, 29. Oktober 2017 um 10:15 Uhr, warum das Werfen...

Wohlbefinden auf allen Ebenen fördern

, Gesundheit & Medizin, Mankau Verlag GmbH

Chakren sind die spirituellen Energiezentren des Menschen, die Emotionen, Charakter und Wohlbefinden beeinflussen. Gerät das System aus dem Gleichgewicht,...

Disclaimer