Sonntag, 18. Februar 2018


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Internationaler Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April 2011

Familienministerin Haderthauer: "Elterliches Vorbild entscheidend!"

München, (lifePR) - "Eltern sollten Kindern keine Vorträge halten, sondern mit ihnen das Leben teilen. Nichts ist glaubwürdiger als das tägliche lebendige Beispiel. Ob Eltern wollen oder nicht, sie können gar nichts dagegen tun: Kinder werden durch das erzogen, was sie bei ihren Eltern beobachten. Weil Eltern ganz besondere Schlüsselpersonen im Leben für ihre Kinder sind, wirkt das elterliche Beispiel negativ und positiv stärker als das anderer Menschen. Die Erfahrung, wie Eltern miteinander und mit den Kindern umgehen, wie sie ihre Zuneigung zeigen oder Konflikte austragen, und wie sie sich für Dinge, die ihnen wichtig sind, engagieren, wie sie das Leben meistern, welche Vermeidungsstrategien oder Bewältigungsstrategien sie für negative Erfahrungen haben, all das überträgt sich auf ihre Kinder. Körperliche Strafen oder Liebesentzug bewirken nie etwas Positives. Druck bewirkt Gegendruck, der kann sich gegen sich selber richten oder er wird an Schwächere weitergegeben. Eine taugliche Erziehungsmethode ist er nicht", erklärte Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer heute in München mit Blick auf den Internationalen Tag der gewaltfreien Erziehung.

Der gesetzliche Anspruch der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung sei jedoch nur ein Baustein. Haderthauer: "Gute Erziehung gelingt unabhängig von Bildungsgrad und Beruf, hat nichts mit dem Intelligenzquotienten zu tun. Gerade heutzutage finde ich es wichtig, den vielen verunsicherten jungen Eltern zuzurufen, dass sie keine Ersatzlehrer sind, sondern für ihr Kind unaustauschbar und unersetzlich. Eltern können bei ihren Kindern mehr mit ihrem gesunden Menschenverstand ausrichten, als mit dem Stapel Ratgeberliteratur auf dem Nachttisch. Mit Achtsamkeit das eigene Kind, so wie es ist, wahrzunehmen und ihm zu zeigen, dass man es um seiner selbst willen lieb hat, ohne Bedingungen, das ist etwas, das nur Eltern ihrem Kind schenken können. Die für Kinder so notwendige Orientierung geben, das gehört selbstverständlich dazu, nichts ist liebloser, und nichts vermittelt Kindern mehr elterliche Gleichgültigkeit, als ein völlig grenzenloses Nebeneinander. Niemand kann das, was Eltern für ihre Kinder sind, ersetzen, weder der Lehrer noch die Erzieherin. Verlässliche familiäre Bindungserfahrung ist und bleibt die wichtigste Grundlage dafür, dass später Bildung gelingt."

Die Ministerin abschließend: "Sind Eltern allerdings selber überfordert oder auch nur vorübergehend problembeladen, so sollten sie sich frühzeitig Hilfe suchen, statt sich Vorwürfe zu machen. Genauso wie sich Existenzgründer und Steuerzahler beraten lassen, profitieren auch Eltern davon, sich Hilfe zu organisieren. Das muss viel selbstverständlicher werden."

Bayernweit gibt es ein breites Spektrum an Hilfsangeboten, dank staatlicher Förderung etwa der Koordinierenden Kinderschutzstellen bei den Jugendämtern oder der Erziehungsberatungsstellen. Darüber hinaus können Familienbildungsstätten, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen sowie der internetbasierte Elternratgeber www.elternimnetz.de Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken, wenn es um gewaltfreie Erziehung geht. Eltern von Schreibabys werden kompetent und wohnortnah durch besonders geschulte Fachkräfte beraten (www.familienbildung.bayern.de). Darüber hinaus können sich Eltern Unterstützung bei der von Bayern mitfinanzierten Virtuellen Beratungsstelle der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung holen (www.bke-elternberatung.de).

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