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Pressemitteilung BoxID: 227891 (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen)
  • Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen
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3. Europäischer Tag der Solidarität der Generationen am 29. April

Soziaministerin Haderthauer: "Zusammenhalt statt Ego-Wahn!"

(lifePR) (München, ) "Was früher in Familien selbstverständlich war - die Pflege und Betreuung Schwächerer, ob das die ganz Kleinen sind, die Menschen mit Behinderung oder die Alten - wird heute immer stärker ausgelagert. Wo Opa und Oma früher für die Enkel erlebbar waren, ist Altsein heute oft aus dem Alltag ausgeblendet. Doch das Prinzip 'Aus den Augen, aus dem Sinn' ist fatal. Wir können nicht das Risiko einer segmentierten und egoistischen Gesellschaft eingehen, wo jeder nur noch in seiner eige-nen Welt lebt. Wer keinen Platz für die Alten in der Gesellschaft hat, wird sich gleichzeitig auch die Kinder abgewöhnen, Deutschland ist auf dem besten Weg dazu. Eine Gesellschaft, die keinen Raum mehr für Familie, Familienleistung, inklusive ihrer gesellschaftlichen Wertigkeit und damit für das Generationenmiteinander lässt, stagniert nicht nur, sie verarmt und vereinsamt. Hier muss ein Umdenken stattfinden. So wie wir heute mit Älteren umgehen, werden unsere Kinder einmal mit uns umgehen", erklärte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer heute in München anlässlich des dritten Europäischen Tags der Generationensolidarität.

Nötig sei ein stärkerer Zusammenhalt zwischen den Generationen: "Vom Miteinander der Generationen profitieren alle, Begegnungen bereichern Jung und Alt gleichermaßen, Vorurteile schwinden rasch. Die Generatio-nen erleben einander viel zugänglicher als erwartet. Junge Leute freuen sich über die Aufmerksamkeit der alten Menschen. Sie genießen das unbeschwerte Miteinander und dass sie plötzlich mit ganz anderen Augen gesehen werden, dass ohne ständigen Leistungsdruck ihre ganze Persönlichkeit gefragt ist. Im Gegenzug bringen sie buchstäblich Leben in das Leben der Senioren. Beide Generationen können voneinander lernen: wie man Kuchen backt oder ein Handy bedient, wie man Schach spielt oder einen Videofilm dreht oder von der jeweils anderen Sicht auf das Leben. Älteren Menschen etwas beizubringen - oder den Jüngeren noch etwas geben zu können: diese Erfahrung macht stolz und froh und verbindet die Generationen nachhaltig."

Der dritten Europäische Tag der Solidarität der Generationen soll für mehr Solidarität der Generationen sensibilisieren und zivilgesellschaftliche Initiativen dabei unterstützen, die Zusammenarbeit der Generationen neu mit Leben zu erfüllen. Weitere Informationen unter http://www.age-platform.eu/en/age-policy-work/solidarity-between-generations/campaign.