Freitag, 24. November 2017


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Was tun gegen das "Touristenklasse-Syndrom"

Apotheker in Bayern geben Tipps

München, (lifePR) - Die Pfingstferien stehen vor der Tür und viele Familien starten in ein paar Tagen in den Urlaub. Eine gute Vorbereitung verringert das Risiko einer Reisethrombose bei einer langen Flug- oder Busreise. "Das lange, beengte Sitzen, egal ob im Flugzeug, im Bus oder im Auto, kann zu Blutgerinnseln in den Beinen führen. Hier sollte man gezielt vorbeugen", sagt Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern. Das Risiko für Reisethrombosen steigt bei Flügen über fünf Stunden und generell bei Menschen über 60 Jahren. Besonders riskant sind längere Reisen für Schwangere oder für Menschen, die gerade eine Operation hinter sich haben. "Sie sollten in diesen Fällen unbedingt vorher mit Ihrem Arzt sprechen und soweit möglich, auf Langstreckenflüge verzichten", rät Apotheker Schmitt. Zur Verringerung des Risikos gibt Apothekensprecher Schmitt folgende Tipps:

Zwischendurch bewegen und keinen Alkohol

Schmitt: Stehen Sie ab und zu auf, gehen Sie ein bisschen durch den Gang. Außerdem können Sie auch im Sitzen spezielle Bewegungsübungen machen. Wichtig ist, dass Sie während der Reise keinen Alkohol trinken, sondern mindestens einen halben Liter Wasser pro Stunde.

Spezielle Reisestrümpfe tragen

"Die manchmal als "Geheimtipp" empfohlene Tablette Acetylsalicylsäure vor der Reise wirkt nicht vorbeugend", sagt Apothekensprecher Schmitt. "Besser ist es, spezielle Reisestrümpfe zu tragen, oder sich bei erhöhtem Risiko vom Arzt vorbeugend Heparinspritzen verordnen zu lassen.

Beratung in der Apotheke

Die mit der mangelnden Blutzirkulation in den Venen zusammenhängenden Probleme treten nur selten während des Fluges auf. Es kann bis zu vier Wochen dauern, bis ein Blutpfropf seine Reise zum Herzen oder zur Lunge antritt. Deshalb wird das Auftreten von Thromben in den Venen, vor allem in den Beinvenen, häufig nicht in Zusammenhang mit einer Flugreise gebracht. Bei jeder Thrombose besteht aber immer die Gefahr von schweren Zwischenfällen wie beispielsweise einer Lungenembolie. "Deshalb", so Schmitt, "kann sich jeder individuell vor Reiseantritt in der Apotheke beraten lassen, wie man einer Thrombose am besten vorbeugt."

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