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Pressemitteilung BoxID: 418951 (Bayerische Landesapothekerkammer)
  • Bayerische Landesapothekerkammer
  • Maria-Theresia-Straße 28
  • 81675 München
  • https://www.blak.de
  • Ansprechpartner
  • Volker Schmitt
  • +49 (89) 9262-0

Was tun gegen Mückenstiche - Apotheker in Bayern geben Tipps

(lifePR) (München, ) Derzeit müssen sich die Menschen in Bayern auf eine vermehrte Mückenplage einstellen. Grund ist die momentane Hitze nach dem lang anhaltenden Regen und den Überschwemmungen der letzten Wochen. Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern gibt deshalb Tipps, wie man sich vor Mückenstichen schützen kann und was zu tun ist, wenn es doch passiert.

Schmitt: Grundsätzlich sollten Sie an Ihren Fenstern Mückengitter anbringen und wenn es ganz schlimm wird, auch unter einem Moskitonetz schlafen. Wenn Sie sich im Freien aufhalten, schützen Sie sich am besten vor Stichattacken wenn Sie lange, weite Kleidung und Socken tragen, denn durch diese können die Mücken nicht so leicht hindurch stechen. Außerdem wird vermutet, dass nicht nur der individuelle Körpergeruch, sondern auch bestimmte Duftstoffe in Deos oder Duschgelen Mücken anlocken. Duschen Sie deshalb kalt, benutzen Sie wenig Parfums und reiben Sie unbedeckte Hautstellen mit Insektenschutzmitteln, so genannten Repellents ein. Diese Repellents verändern Körpergeruch, Temperatur und Feuchtigkeit der Haut, so dass Mücken, aber auch Bremsen oder Zecken, Sie nicht mehr orten können.

Wie sind diese so genannten Repellents anzuwenden? Schmitt: Tragen Sie die Repellents auf alle unbedeckten Haustellen gleichmäßig auf. Die Dauer des Schutzes hängt dann von der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und dem Wind ab. Bei starkem Schwitzen muss der Hautauftrag in kürzerem Zeitabstand als auf der Packung angegeben ist, wiederholt werden! Wenn Sie gleichzeitig ein Sonnenschutzmittel verwenden, tragen Sie zuerst dieses auf und das Repellent danach. Neben den chemischen Insektenabwehrstoffen werden auch ätherische Öle eingesetzt, beispielsweise Zedernöl, Zitronen- oder Lavendelöl. Die pflanzlichen Repellents sind auch für Säuglinge und Kleinkinder geeignet, sie wirken aber schwächer und sind daher nicht für alle Risikogebiete empfehlenswert. Fragen Sie zur Anwendung der Repellents auf jeden Fall in Ihrer Apotheke!

Was ist zu tun, wenn man trotz aller Vorsicht doch gestochen wurde?

Schmitt: Kühlen hilft. Legen Sie bitte aber immer ein Tuch zwischen Kühlmittel und Haut. Ein einfaches Hausmittel ist auch Teebaumöl. Tupft man es auf die entsprechende Stelle, so bleibt der Juckreiz aus. Auch eine aufgeschnittene Zwiebel kann dies bewirken. In der Apotheke bekommt man verschiedene Salben oder Gels, die den Juckreiz stillen. Auch moderne Sticks stehen dafür zur Verfügung. Je nach Größe und Dauer des Juckreizes kann Ihnen der Apotheker für Ihr Problem das passende Heilmittel empfehlen. Treten allerdings allergische Reaktionen, wie Atemnot oder Herzkreislaufbeschwerden auf, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn Mückenstiche nicht abheilen oder sich gar infizieren.