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Pressemitteilung BoxID: 293584 (Bayerische Landesapothekerkammer)
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Nicht jedes Medikament ist für Autofahrer geeignet - auch einige Heuschnupfenmittel können müde machen: Apotheker in Bayern geben Tipps

(lifePR) (München, ) Autofahrer sollten sich vor der Einnahme eines Arzneimittels vom Apotheker über mögliche Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit beraten lassen. "Einige Arzneimittel, können die Konzentrationsfähigkeit einschränken", sagt Apotheker Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern. "Die Gefahr ist aber nicht so leicht auszumachen wie beim Alkohol, deshalb sollten Autofahrer bei der Selbstmedikation in der Apotheke gezielt nach Präparaten fragen, die die Fahrtüchtigkeit nicht einschränken."

Am bekanntesten ist die verkehrsgefährdende Wirkung bei rezeptpflichtigen Beruhigungs- und Schlafmitteln. Sie sollten grundsätzlich abends eingenommen werden. Ob ihre Wirkung noch am nächsten Morgen spürbar ist, hängt vom Wirkstoff, dem Einnahmezeitpunkt und der Dosis ab. Auch rezeptfreie Medikamente können die Reaktionsfähigkeit verschlechtern. Dazu gehören unter anderem einige Kombinationspräparate gegen Erkältungen und auch Heuschnupfenmedikamente.

Heuschnupfenmedikamente können Autofahrer gefährden

Gerade heuschnupfengeplagte Autofahrer sollten sich vor der Einnahme eines rezeptfreien Heuschnupfenmittels in der Apotheke beraten lassen. Einige Wirkstoffe aus der Gruppe der Antihistaminika können müde machen und so die Verkehrssicherheit gefährden. Sie sollten vor allem abends eingenommen werden, ihre schlafanstoßende Wirkung kann dann erwünscht sein. Neuere Wirkstoffe hingegen haben keinen oder nur einen geringen Einfluss auf das Reaktionsvermögen. "Gerade in der Selbstmedikation sollte man sich intensiv in der Apotheke beraten lassen, dann kann der Apotheker das individuell beste Arzneimittel auswählen", so Schmitt. Bei einigen Krankheiten, wie Asthma oder einem erhöhten Blutdruck, sollten Antihistaminika nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Vorsicht bei Augensalben oder Tropfen

Arzneimittel, die am Auge angewendet werden, können die Sicht und damit ebenfalls die Verkehrssicherheit verschlechtern. Wie lange diese Sichtverschlechterung anhält, hängt von der Darreichungsform ab. Grundsätzlich sollten Patienten mit dem Autofahren warten, bis sie wieder klar sehen können. Augensalben und ölige Augentropfen verschlechtern die Sehfähigkeit längere Zeit und werden deshalb vor allem abends eingesetzt.

Medikamente nicht einfach absetzen

Apotheker Schmitt warnt davor, benötigte Medikamente eigenmächtig abzusetzen, denn das plötzliche Absetzen von Medikamenten könne genauso riskant sein, wie deren falsche oder übermäßige Einnahme. "Es ist gefährlich zu glauben, ohne die benötigten Medikamente 'verkehrstüchtiger' zu sein. Starke Schmerzen beispielsweise senken die Konzentrationsfähigkeit enorm, während bei entsprechender Dosierung auch mit starken Schmerzmitteln das Autofahren möglich ist. Bevor Autofahrer notwendige Medikamente absetzen, sollten sie mit ihrem Arzt oder Apotheker sprechen", so Schmitt.