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Pressemitteilung BoxID: 605367 (Bayerische Landesapothekerkammer)
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Apotheker in Bayern raten: Vor dem Urlaub den Impfpass überprüfen lassen

(lifePR) (München, ) Ob Ferien auf dem Bauernhof, Badeurlaub am Mittelmeer oder Fernreise ans andere Ende der Welt – wer in den Sommerferien verreist, sollte auch an seinen Impfschutz denken und den Impfausweis überprüfen lassen. Darauf machen die Apotheker in Bayern aufmerksam.

Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern erläutert: „Welche Impfungen nötig sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Zum einen vom Urlaubsziel und der Art zu reisen, zum anderen aber auch vom Gesundheitszustand und vom Lebensalter des Reisenden. Wer als Rucksacktourist durch Asien reist, braucht andere Impfungen als eine Familie mit kleinen Kindern beim Hotelurlaub am Meer, deshalb sollte sich jeder Reisende in der Apotheke beraten lassen.

Impfungen sind aber nicht nur im Zusammenhang mit Reisen wichtig, denn nicht nur exotische Krankheitskeime bergen Gefahren. „Wer im Urlaub einen möglichst guten Infektionsschutz möchte, sollte auch seinen allgemeinen Impfstatus – also die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie sowie Masern, Mumps oder Keuchhusten überprüfen lassen", rät Schmitt. Ein Blick in den Impfpass zeigt, ob die Auffrischungsimpfungen noch wirksam sind, also noch nicht länger als zehn Jahre zurückliegen."

Rechtzeitig zur Zeckenimpfung

Weite Teile Bayerns zählen zu den Risikogebieten für die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Apotheker Schmitt rät deshalb zu einer Impfung. „Eine Therapie, die direkt am Erreger ansetzt und ihn unschädlich macht, ist bei der FSME-Infektion noch nicht möglich. Deshalb ist eine Impfung im Moment die einzige sichere Möglichkeit, sich vor einer Infektion zu schützen. Wer also in den Risikogebieten Bayerns seinen Urlaub plant, sollte zur Zecken-Schutzimpfung gehen."

Unterscheidung zwischen Impfvorschrift und Impfempfehlung

In manchen Ländern sind Impfungen bei der Einreise von den jeweiligen nationalen Gesundheitsbehörden verbindlich vorgeschrieben und Bedingung für die Ausstellung eines Visums (so die Gelbfieber- und die Meningokokken-Impfung von einigen afrikanischen Staaten). „In diesem Fall bleibt dem Reisenden nichts anderes übrig, als sich diese Pflichtimpfungen verabreichen zu lassen", so Apotheker Schmitt. In den meisten Fällen empfiehlt der Arzt oder Apotheker aber die Impfung zum optimalen Schutz des Reisenden. „Wir halten uns dabei vor allem an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO", erklärt Schmitt.

Impfschutz bedeutet nicht nur, dass man sich selbst nicht ansteckt. Wer geimpft ist, kann die betreffende Erkrankung nicht einschleppen und schützt so auch andere vor einer Erkrankung. Die Apotheken können und wollen durch ihre niederschwelligen und wohnortnahen Informations- und Beratungsangebote zum Impfen einen Beitrag zur Erhöhung der Impfrate leisten.