Freitag, 27. April 2018


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Zahlreiche Verbesserungen ab 10. Dezember im bayerischen Regional- und S-Bahnverkehr

Fahrplanwechsel im Bahnland Bayern

München, (lifePR) - Wie jedes Jahr werden am zweiten Samstag im Dezember in der gesamten EU die Fahrpläne umgestellt. Die größten Änderungen im Bahnland Bayern gibt es im nördlichen Franken. Hier wird der Schienenverkehr im Zusammenhang mit der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Erfurt komplett neu geordnet. Aber auch in der Oberpfalz, in Schwaben, im Münchner und Nürnberger S-Bahn-Netz, zwischen Landshut und München sowie im grenzüberschreitenden Verkehr nach Prag wird das Angebot verbessert. Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann: „Bahnfahren in Bayern ist attraktiv. Wir sorgen dafür, dass durch ein gutes Angebot mehr Reisende von der Straße auf die Schiene wechseln. Mit dem größten Fahrplanwechsel in der Geschichte des deutschen Bahnverkehrs bricht am 10. Dezember nun für die Bahnreisenden im Freistaat ein neues Zeitalter an.“

1. Neuordnung des Schienenverkehrs in Mittel- und Oberfranken

Die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Ebensfeld – Erfurt im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) 8 ist der Ausgangspunkt für eine komplette Neuordnung des Schienenverkehrs zwischen Nürnberg und dem nördlichen Franken. Die BEG hat in Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen, Kommunen und Landkreisen ein Konzept erarbeitet, das den Zugverkehr in der Region im Rahmen der von DB Fernverkehr gesetzten Fahrplankonzeption und der infrastrukturellen Möglichkeiten beschleunigt und die Anschlüsse zwischen Fern- und Nahverkehr im ICE-Knoten Bamberg sicherstellt. „Damit erntet die Region über 25 Jahre nach der Deutschen Einheit und jahrelangen Großbaustellen mit langwierigen Schienenersatzverkehren endlich die Früchte dieses Großprojektes“, erklärt der Sprecher der BEG-Geschäftsführung, Johann Niggl.

Franken-Thüringen-Express über Neubaustrecke Coburg – Bamberg

„Unser Highlight ist der neue Franken-Thüringen-Express (FTX) zwischen Sonneberg und Nürnberg“, so Niggl. Nach dem Vorbild des erfolgreichen München-Nürnberg-Express bestellt die BEG Regionalzüge im Zweistundentakt, die auf der neuen Strecke zwischen Coburg und Bamberg ohne Zwischenhalt unterwegs sind. Von Coburg aus erreicht man Bamberg in nur 24 Minuten. Von Coburg nach Nürnberg sind es rund 70 Minuten – bis zu einer halben Stunde weniger als bisher. Zusammen mit den täglich drei ICE-Zugpaaren, die in Coburg halten, ergibt sich für die Stadt eine attraktive Einbindung in die Neubaustrecke Richtung Süden.

Der Regionalexpress (RE) Sonneberg – Nürnberg verkehrt stündlich mit allen Halten von Sonneberg bis Coburg, ab dort im zweistündlichen Wechsel via Neubaustrecke oder via Bestandsstrecke (über Lichtenfels) nach Bamberg. Die beschleunigte Verbindung über die Neubaustrecke wird ab Bamberg mit Halten in Hirschaid, Forchheim, Erlangen und Fürth weiter geführt und erreicht Nürnberg rund 30 Minuten früher als die Züge über Lichtenfels. Mit dieser neuen Linie erhöht sich das RE-Angebot zwischen Nürnberg und Bamberg werktags von 25 auf 30 Verbindungen je Richtung. Das entspricht einem Halbstundenrhythmus auf dieser nachfragestärksten fränkischen Nahverkehrsachse, mit Ausnahme einzelner Lücken in der Nebenverkehrszeit.

Für die zweistündliche FTX-Linie über die Neubaustrecke kommen Doppelstockzüge mit rund 500 Sitzplätzen zum Einsatz. Damit ergeben sich im Bereich des Verdichtungsraums Nürnberg/Fürth/Erlangen verbesserte Sitzplatzkapazitäten. Aufgrund von Engpässen beim Fahrzeugmaterial gelangen die Steuerwagen zeitverzögert ab voraussichtlich April 2018 in den Verkehr und ergänzen das Fahrzeugkonzept rechtzeitig zur Ausflugssaison um einen großen Mehrzweckbereich für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen. Als erste Regionalzüge in Deutschland werden die FTX-Doppelstockzüge auf der VDE 8 zwischen Coburg und Unterleiterbach (nördlich Bamberg) ohne ortsfeste Signale durch das europäische Zugleitsystem ETCS Level 2 auf Funkbasis geführt.

Verkehrsdrehscheibe Bamberg: Optimale Verknüpfung zwischen Nah- und Fernverkehr ab 2018

Neben Oberfranken profitieren auch das nördliche Mittelfranken und das östliche Unterfranken von günstigen Anschlüssen im ICE-Bahnhof Bamberg. Beispielsweise wird der Main-Saale-Express von Hof und Bayreuth nach Lichtenfels beziehungsweise Bamberg grundlegend überarbeitet und zweistündlich auf die ICE-Halte in Bamberg ausgerichtet. Durch den Einsatz von Neigetechnikzügen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 statt wie bisher 120 km/h ist diese Verbindung bis zu zehn Minuten schneller. Das macht die Linie zu einem attraktiven Zubringer zur ICE-Linie Berlin – München sowie zum Main-Spessart-Express Richtung Frankfurt. Allerdings entfaltet der Fernverkehrsbahnhof Bamberg erst mit der Wiedereinrichtung überwiegend stündlicher ICE-Halte vsl. Ende 2018 seine volle Wirkung für die Verknüpfung zwischen Nah- und Fernverkehr.

Lichtenfels bleibt gut angebunden

Lichtenfels behält im Nahverkehr seinen gewohnten Bedienungsstandard Richtung Bamberg und Nürnberg trotz der zweistündlichen RE-Linie zwischen Coburg und Bamberg über die Neubaustrecke. Die jeweils zweistündlich wechselnden Linien Sonneberg – Nürnberg und Jena – Nürnberg ergänzen sich ab Lichtenfels zu einem Stundentakt und stellen in Bamberg zudem den Anschluss an den ICE Richtung Berlin her. Das zweistündliche Angebot des Main-Saale-Express von Hof und Bayreuth nach Bamberg bindet auch Lichtenfels und Kulmbach schnell an den ICE Berlin – München sowie an den Main-Spessart-Express Richtung Würzburg und Frankfurt an.

„Trotz des Umstiegs in Bamberg werden in Lichtenfels die bisher schon sehr schnellen Fernverkehrszeiten nach München ungefähr gehalten“, erläutert Niggl. „In Richtung Berlin geht es für Lichtenfels dank des guten Nahverkehrsanschlusses zur Neubaustrecke in Bamberg deutlich schneller als bisher über die Frankenwaldbahn.“ Im Regionalverkehr verringert sich das Angebot lediglich zwischen Lichtenfels und Coburg: Einen Halbstundentakt gibt es nur noch zu den Hauptverkehrszeiten, da wegen der kürzeren Fahrzeiten ein Großteil der Nachfrage zwischen Bamberg und Coburg auf die Neubaustrecke abwandern wird.  Kronach und die Frankenwaldregion profitieren von einer neuen durchgehenden Spätverbindung ab Nürnberg um 21:39 Uhr (Ludwigsstadt an 23:58 Uhr).

Bei der Neuordnung ließ es sich nicht vermeiden, dass sich die RE-Fahrzeiten von Bamberg nach Kronach um einige Minuten verlängern. Dafür verkürzen sich die Fahrzeiten von Nürnberg nach Kronach über Lichtenfels um bis zu 10 Minuten. Trotzdem gelang es, dem vielfach vorgetragenen Wunsch nach zusätzlichen Halten zu entsprechen. Unter anderem wird Küps neu bedient. In Hochstadt-Marktzeuln wird zusätzlich gehalten, um den Anschluss von Kronach nach Bayreuth und Hof zu sichern. In Breitengüßbach ergibt sich durch den neuen RE-Halt ein bahnsteiggleicher Anschluss für die Relation Ebern – Kronach/Coburg. Zugleich verkürzen sich die Fahrzeiten der Regionalbahn zwischen Bamberg und Kronach von heute 53 auf künftig 47 Minuten. Auch können in Bamberg neue, systematische Verknüpfungen der Regionalbahn Bamberg – Saalfeld mit dem Regionalexpress Nürnberg – Sonneberg hergestellt werden.

Bessere Verknüpfungen im Bahnknoten Coburg

Die RE-Züge beider Richtungen begegnen sich künftig zur halben Stunde mit den Agilis-Zügen Richtung Bad Rodach in Coburg. Durch den Entfall der bislang stündlichen Zugbegegnungen in Rödental kann der Verkehr von Sonneberg nach Coburg um 5 Minuten beschleunigt werden. In Coburg bestehen gute Anschlüsse in den Relationen Bad Rodach – Nürnberg und Sonneberg – Bad Rodach. Grub am Forst wird neuer RE-Systemhalt.

Beschleunigte Fahrzeiten bei Agilis

Infolge der Inbetriebnahme der Neubaustrecke VDE 8 kommt es auch auf einigen Linien des oberfränkischen Agilis-Netzes zu veränderten Angebotskonzepten. Die Linie Bayreuth – Coburg – Bad Rodach wird bis auf einzelne weiterhin durchgehende Abendzüge in Coburg unterbrochen. Die beiden Streckenäste können so auf die neuen Fahrmöglichkeiten in Coburg bzw. Lichtenfels insbesondere Richtung Nürnberg ausgerichtet werden. Beispielsweise bringt die neue Anbindung an den RE über die Neubaustrecke dem Fahrgast von Bad Rodach nach Bamberg, Erlangen oder Nürnberg eine Zeitersparnis von rund 50 Minuten gegenüber dem bisherigen Weg via Lichtenfels. Zudem kann die Taktlücke am Mittag geschlossen werden: Ab Bad Rodach fahren die Agilis-Züge nun um 11:03, 12:03, 13:03 und 14:03 Uhr in Richtung Coburg, von Coburg in Richtung Bad Rodach um 11:34, 12:34, 13:34 und 14:34 Uhr.

Für die Linie Coburg – Lichtenfels – Bayreuth  bestehen in Lichtenfels grundsätzlich stündlich schnelle Anschlüsse Richtung Bamberg und Richtung Kronach. Außerdem wird hier das Angebot mit zusätzlichen Agilis-Verbindungen zur Anbindung der ICE-Halte in Coburg verdichtet. Mit Abfahrt in Bayreuth um 05:02 Uhr (Kulmbach 05:32 bzw. Lichtenfels 06:14 Uhr) ist Berlin über den ICE-Anschluss in Coburg schon vor 09:30 Uhr erreichbar. Auch die schnellste Tagesverbindung von Bayreuth, Kulmbach und Lichtenfels in die Bundeshauptstadt führt mit Agilis zu den neuen Coburger ICE-Halten: Bayreuth ab 14:30, Kulmbach ab 15:01 und Lichtenfels ab 15:30 Uhr bedeutet schon eine Ankunft mit dem ICE in Berlin um 18:17 Uhr.

Die Linie Bamberg – Ebern wird weiter systematisiert und optimal auf die Anschlüsse in Bamberg nach Nürnberg, Würzburg und Berlin abgestimmt. In Breitengüßbach ergibt sich erstmals jede Stunde ein bahnsteiggleicher Übergang zum RE nach Coburg bzw. alternierend nach Jena. Hallstadt kann bis auf einzelne, dem ICE-Fahrplan geschuldete Ausnahmen stündlich von Agilis bedient werden. Aufgrund der im Raum Forchheim auch 2018 andauernden Bauarbeiten von DB Netz und aufgrund des neuen Fernverkehrskonzepts ändern sich die Fahrzeiten mehrerer Agilis-Züge sowie der stündlichen S-Bahn zwischen Bamberg und Forchheim. Eine wesentliche Beschleunigung um rund 20 Minuten gibt es für die stündliche Umsteigeverbindung Nürnberg – Ebermannstadt.

Im östlichen Oberfranken gibt es tagsüber neue Agilis-Direktverbindungen auf der Strecke Bad Steben – Hof Hbf – Marktredwitz – Bayreuth. Damit entfallen die längeren Aufenthaltszeiten in Kirchenlaibach und Marktredwitz. Für den nördlichen Landkreis Hof ergeben sich damit umsteigefreie Verbindungen in den Landkreis Wunsiedel und nach Bayreuth. Aus dem Raum Immenreuth/Neusorg entfällt das Umsteigen in Marktrediwtz für Fahrten nach Hof.

Schneller von Nürnberg nach Hof

Die RE-Züge auf der Franken-Sachsen-Magistrale von Nürnberg über Marktredwitz nach Hof werden im Zweistundentakt um 9 Minuten beschleunigt. Durch die frühere Ankunft in Hof ist ein sicheres Umsteigen am selben Bahnsteig zu den RE-Zügen Richtung Dresden gewährleistet. In diesem Zusammenhang werden im Bahnhof Kirchenlaibach die Anschlüsse zu den Agilis-Zügen von und nach Bayreuth entspannt. Für Reisende von Nürnberg in den Raum Kemnath wird zweistündlich ein neuer Anschluss zur vollen Stunde in Bayreuth angeboten.

2. Alex: Im Zweistundentakt von der Isar an die Saale und an die Moldau

Nachdem sich die Länderbahn erneut in einem Wettbewerbsverfahren durchsetzen konnte, startet das Unternehmen mit dem Markennamen Alex am 10. Dezember 2017 in eine neue Vertragsperiode. Vor allem auf der Linie München – Regensburg – Hof / Prag gibt es erhebliche Verbesserungen im Angebot. Auf dem Alex-Südabschnitt München – Kempten – Lindau / Oberstdorf wird das bisherige Zugangebot im Wesentlichen unverändert fortgeführt. Bis Mitte 2018 kommt es auch dort zum Einsatz von verbesserten beziehungsweise aufgefrischten Fahrzeugen: Die Länderbahn wird ältere Wagen durch moderne klimatisierte Wagen in Intercity-Qualität ersetzen und in ihren Zügen erstmals WLAN einführen.

Die Züge im Zweistundentakt zwischen München und Hof bzw. Prag verkehren künftig im Abschnitt München – Schwandorf vereinigt. Damit kann die in diesem Abschnitt höhere Fahrgastnachfrage optimal bedient werden. Auch von Hof, Marktredwitz und Weiden gibt es neue durchgehende Züge bis München, so dass Fahrgäste in Richtung Landeshauptstadt nicht mehr umsteigen müssen. Von München nach Weiden und nach Marktredwitz bietet der neue Fahrplan neun Direktverbindungen je Werktag, nach Hof acht statt heute sechs.

Die Anzahl der Zugverbindungen zwischen München und Prag wird im Rahmen dieses Flügelzugkonzepts in Kooperation mit Tschechien von derzeit vier auf künftig sieben Zugpaare am Tag ausgebaut. Zwischen München und Prag sind Reisende künftig rund fünf Stunden und 45 Minuten unterwegs, das entspricht einer Zeitersparnis von bis zu 15 Minuten. Weitere Beschleunigungen sind mit Fertigstellung der tschechischen Neubaustrecke Pilsen – Rokycany voraussichtlich Ende 2018 zu erwarten.

3. Main-Spessart-Express: Bessere Verbindungen zwischen Bamberg und Frankfurt

Nach vier Jahren Bauzeit wurde die rund acht Kilometer lange Spessart-Neubaustrecke zwischen Laufach und Heigenbrücken Ende Juni 2017 in Betrieb genommen. Sie ersetzt die alte, zum Teil nur mit 70 km/h befahrbare Steilstrecke. Durch den Wegfall der Wendemöglichkeit von Zügen im Bahnhof Heigenbrücken musste der Regionalverkehr neu geordnet werden. Das neue Fahrplankonzept zwischen dem Bayerischen Untermain und dem Rhein-Main-Gebiet sieht mehr umsteigefreie Verbindungen von Laufach nach Frankfurt und mehr Züge am Wochenende sowie mehr Spätverbindungen vor.

Dieses Fahrplankonzept wird im neuen Fahrplan mit geringfügigen Anpassungen weitergeführt, allerdings ohne die Einschränkungen, die sich aus dem vorübergehend noch eingleisigen Betrieb auf der Neubaustrecke zwischen Laufach und Heigenbrücken ergeben haben. Die Bauarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und seit November fahren die Züge auf zwei Gleisen. Zum Fahrplanwechsel werden auch die ersten Doppelstockwagen vom Typ Twindexx Vario beim Main-Spessart-Express eingesetzt. Bis zum Sommer 2018 sollen dann alle Bestandsfahrzeuge durch die neuen Doppelstockwagen ersetzt werden.

4. S-Bahn München: Linientausch und Taktverbesserungen

Die Linien S 4 und S 6 auf dem Ostast Richtung Ebersberg werden getauscht. Künftig fahren die S-Bahnen der Linie S 6 von Tutzing nach Grafing Bahnhof beziehungsweise Ebersberg. Das führt zusammen mit den Regionalzügen der Südostbayernbahn nach Wasserburg zu einem ganztägigen 20-Minuten-Rhythmus zwischen Grafing Bahnhof und Ebersberg. Die S 4 von Geltendorf endet in Trudering, mit zeitweiser Verlängerung nach Zorneding, Grafing Bahnhof beziehungsweise Ebersberg. Dadurch hält in Trudering von frühmorgens bis 22 Uhr etwa alle 10 Minuten eine S-Bahn. Auch an den Stationen Leuchtenbergring und Berg am Laim ergibt sich damit ein dichterer Takt. Lediglich von Montag bis Freitag zur Mittagszeit bleibt es auf dem Streckenabschnitt zwischen Ostbahnhof und Trudering beim aktuellen Fahrplan und dementsprechend bei einem 20-Minuten-Takt nach Trudering. Der Grund dafür sind die Fahrpläne der Buslinien des Schülerverkehrs im Landkreis Ebersberg, die auf den aktuellen Takt der S4 abgestimmt sind. In der Mittagszeit fährt deshalb weiterhin die S4 von Geltendorf nach Ebersberg und die S6 aus Tutzing endet am Ostbahnhof.

Auf vier Außenästen wird künftig der Takt an Werktagen zwischen circa 14:00 und 15:30 Uhr verdichtet. Davon profitieren Fahrgäste der S 2 zwischen Dachau und Petershausen sowie zwischen Markt Schwaben und Erding, der S 3 zwischen Maisach und Mammendorf sowie der S 6 zwischen Starnberg und Tutzing.

Mehr Züge zwischen Landshut und München

Für die bessere Anbindung des Münchner Nordens verkehren drei zusätzliche Regionalzugpaare im Berufsverkehr zwischen Landshut und München mit Halt in Moosach und Feldmoching (Umsteigemöglichkeit zur U-Bahn) und stellen somit einen durchgehenden Stundenrhythmus stadteinwärts zwischen 06:00 und 09:00 Uhr sowie stadtauswärts zwischen 15:00 und 20:00 Uhr her.

Beim Donau-Isar-Express können durch den neuen exakten Stundentakt bei den Zügen von München in Richtung Passau drei zusätzliche Halte in Moosburg gegen 08:00, 11:00 und 17:00 Uhr realisiert werden. Außerdem können nun alle Züge die Stationen Wörth (Isar) und Wallersdorf bedienen. Der Regionalexpress Richtung Regensburg ab München Hbf um 16:42 Uhr verkehrt künftig 20 Minuten später und hält zusätzlich in Moosach. Der Regionalexpress ab München Hbf um 17:24 Uhr in Richtung Passau hält künftig nicht mehr in Moosach.

5. Inbetriebnahmen von Ausschreibungsnetzen im Allgäu

Im Allgäu erfolgt die Inbetriebnahme zweier Wettbewerbsprojekte. Auf der Strecke München – Kempten – Lindau / Oberstdorf startet der Alex in eine neue Vertragsperiode (siehe 2.). Darüber hinaus geht das Dieselnetz Allgäu in Betrieb. Das Dieselnetz Allgäu, dessen Verkehrsvertrag mit DB Regio bis 2029 laufen wird, umfasst einen Großteil der dieselbetriebenen Verkehre im Allgäu mit Ausnahme der Füssener Züge. Das heutige Fahrplankonzept bleibt bis zur Inbetriebnahme der Elektrifizierung Geltendorf – Memmingen – Lindau (Ausbaustrecke 48) Ende 2020 erhalten. Da die Neufahrzeuge für die Regionalschnellverkehrslinien Ulm – Oberstdorf (mit Flügelzug nach Röthenbach) und München – Kempten sowie die Außerfernbahnverkehre Kempten – Pfronten (– Reutte in Tirol) aufgrund von Lieferverzögerungen beim Hersteller PESA erst bis 2019 im Allgäu eintreffen werden, verkehren im Rahmen eines Ersatzkonzeptes weiterhin die bereits bewährten Dieseltriebwagen der BR 612 „Regio-Swinger“ sowie BR 642 „Desiro Classic“.

Dennoch werden erste Verbesserungen beim Fahrplan umgesetzt: Es verkehrt neu täglich ein Zug ab Oberstdorf um 09:26 Uhr nach Immenstadt und weiter mit einem aus Lindau kommenden Zug vereinigt nach Augsburg mit dortiger Ankunft um 11:30 Uhr. Neu im Angebot sind in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit Züge um 16:03 Uhr ab München nach Memmingen sowie um 17:36 Uhr ab Kempten nach München. Auf der Illertalbahn wird der Zug um 09:34 Uhr ab Kempten nach Ulm neu eine Stunde später, also 10:34 Uhr ab Kempten verkehren. In der Gegenrichtung entfällt die Fahrt 11:19 Uhr ab Ulm.

Das heutige Fahrplan- und Betriebskonzept des ALEX bleibt bis auf kleinere punktuelle Anpassungen im Allgäu erhalten. Schrittweise neu eingesetzt werden klimatisierte Fernzugwagen, die zusätzliche Platzkapazität in den nachfragestarken Zügen im Berufs-, Ausflugs- und Wochenendpendler-Verkehrs schaffen sowie älteres Wagenmaterial ersetzen.

6. Weitere Angebotsänderungen

Bei der S-Bahn Nürnberg wächst das Netz um 23 Kilometer auf rund 240 Kilometer an. Zwei Stationen in Leutershausen-Wiedersbach und Dombühl ordnen das Nahverkehrssystem der Region neu. Ab 10. Dezember wird die neue Station Leutershausen-Wiedersbach zweistündlich von allen RE-Zügen der Linie Nürnberg – Ansbach – Crailsheim – Schwäbisch Hall-Hessenthal – Stuttgart bedient. Zusätzlich halten ebenfalls zweistündlich die S-Bahn-Züge der Nürnberger S-Bahnlinie S 4 Nürnberg– Ansbach – Dombühl an der neuen Station, so dass für Reisende in Richtung Ansbach, Nürnberg und Dombühl stündliche Zugver-bindungen zur Verfügung stehen. Während der Hauptverkehrszeit am Morgen und am Nachmittag stehen Schülern und Pendlern weitere einzelne Regional-verbindungen von/nach Crailsheim zur Verfügung.

Von mehr direkten Verbindungen aus und nach München profitieren Fahrgäste der Riesbahn. Statt der bisher vier direkten Züge wird es künftig sieben durchgehende Verbindungen zwischen Nördlingen und München geben, am Wochenende sind es sogar 16. Zudem hat die BEG zusätzliche Züge zwischen Nördlingen und Aalen sowie Nördlingen und Donauwörth bei DB Regio bestellt. Außerdem wird die Riesbahn durch Fahrplanverschiebungen optimal an den Fernverkehr  angebunden, insbesondere Richtung Augsburg und München sowie an die neuen schnellen ICE-Züge über die Neubaustrecke nach Leipzig und Berlin.

Für Reisende des Fugger-Express wird die Sitzplatzkapazität in der Hauptverkehrszeit durch neue Züge und die Umschichtung von Fahrzeugen erhöht. So wird am Morgen ein wichtiger Pendlerzug von Donauwörth nach München (Ankunft 08:51 Uhr) mit einem zusätzlichen Zugteil verstärkt und bietet rund 240 zusätzliche Sitzplätze. In der Gegenrichtung gibt es einen zusätzlichen Zug mit Abfahrt München um 07:05 Uhr und Ankunft in Augsburg um 07:41 Uhr. Am Nachmittag fährt ein zusätzlicher Zug von München (Abfahrt 16:41 Uhr) nach Augsburg und weiter nach Donauwörth. In Summe  werden nachmittags von München nach Augsburg rund 240 zusätzliche Sitzplätze angeboten.

Nach Abschluss des 3-gleisigen Ausbaus zwischen Salzburg und Freilassing verkehrt die S 3 zwischen Schwarzach-St. Veit, Salzburg, Freilassing und Bad Reichenhall wieder jede Stunde ohne Umsteigen im Bahnhof Freilassing. Zudem verkehren deutlich mehr österreichische Züge aus den Richtungen Braunau, Linz und Golling über Salzburg hinaus bis Freilassing – entsprechend auch ab Freilassing zu den österreichischen Zielen. Die S 4 Berchtesgaden – Freilassing erhält neu in Freilassing jeweils nach wenigen  Minuten Anschluss von und nach Salzburg.

7. Neues Bayern-Kursbuch

Zum Fahrplanwechsel gibt die BEG auch in diesem Jahr ein Bayern-Kursbuch heraus. Neben Fahrplantabellen für den gesamten Nah- und Fernverkehr im Freistaat werden unter anderem bayernweite und regionale Ticketangebote vorgestellt. Ebenso sind Übersichtskarten des deutschlandweiten Bahnnetzes sowie der Verkehrsverbünde enthalten. Das Bayern-Kursbuch 2018 kann hier heruntergeladen oder als Druckausgabe bestellt werden:

www.bahnland-bayern.de/de/infomaterial/bayern-kursbuch

Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft ist ein Unternehmen des Freistaats Bayern. Im Auftrag des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr plant, kontrolliert und finanziert die BEG den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern. Zu den wesentlichen Aufgaben der BEG gehören dabei die Konzeption und Verbesserung von Fahrplänen sowie die Qualitätssicherung. Die Aufträge für Verkehrsleistungen werden in Wettbewerbsverfahren vergeben. Den Zuschlag erhält jeweils das Verkehrsunternehmen, welches das insgesamt wirtschaftlichste, also das qualitativ und preislich beste Angebot abgibt. Als Folge des Wettbewerbs zwischen den Eisenbahnverkehrsunternehmen konnte die BEG in den letzten Jahren nicht nur das Fahrplanangebot, sondern auch Qualitätsmerkmale wie Pünktlichkeit, Komfort und Fahrgastinformation ständig verbessern. Große Erfolge waren unter anderem die Einführung des Bayern-Takts - ein Stundentakt für fast ganz Bayern - sowie des Bayern-Tickets.

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