Dienstag, 21. November 2017


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Wertstoff statt Abfall - Bauschutt startet sortenrein in eine neue Existenz

Rückbau der Helbüchelstraße in vollem Gang

Dormagen, (lifePR) - Vor rund zwei Monaten hat die Baugenossenschaft Dormagen eG noch zur Abrissparty an die Helbüchelstraße geladen, um mit den ehemaligen Bewohnern der fast einhundert Jahre alten Gebäude noch einmal in alten Erinnerungen zu schwelgen. Jetzt hat der schrittweise Rückbau der Wohngebäude an der Helbüchel- und Friedrich-Ebert-Straße begonnen. An ihrer Stelle sollen ab 2018 mit den Höfen am alten Wochenmarkt zeitgemäße Wohnungen im Zentrum Dormagens entstehen, die den heutigen Erwartungen an Komfort, Energieeffizienz und Barrierefreiheit entsprechen.

Mit dem Abriss der alten Gebäude endet ein Stück lokaler Geschichte. Dafür wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. „Wir wollen unsere Quartiere stetig und nachhaltig weiterentwickeln, deshalb ist der Abriss ein Gebot der ökologischen und wirtschaftlichen Vernunft“, sagt Vorstand Axel Tomahogh-Seeth und blickt voller Vorfreude in die Zukunft. „Schließlich hat die Baugenossenschaft Dormagen eG in den letzten 90 Jahren immer für bezahlbaren und lebenswerten Wohnraum gesorgt. In dieser Zeit hat sich viel verändert – die Besiedlungsdichte hat sich verzehnfacht und die Ansprüche an den Wohnkomfort sind gestiegen. Die Gebäude in der Helbüchel- und Friedrich-Ebert-Straße sind in den 1920er bis 1950er Jahren entstanden und vor diesem Hintergrund nicht mehr wirtschaftlich zu unterhalten.“ Die geplanten Höfe am alten Wochenmarkt tragen den modernen Anforderungen Rechnung und wurden mit besonderem Blick auf Barrierefreiheit und Energieeffizienz geplant. „Die neuen Wohnungen werden das Gesicht dieser Straßenzüge behutsam aufwerten und weiterentwickeln“, sagt Vorstand Martin Klemmer. „Es ist uns dabei ein besonderes Anliegen, den Wohnraum für unsere Mitglieder ökologisch, sozialverträglich und nachhaltig zu gestalten. Für unsere älteren und körperlich beeinträchtigten Bewohner setzen wir auf barrierefreie Bäder, Wohnungs- und Hauseingänge.“

Von Anfang an der Nachhaltigkeit verpflichtet

Schon am 4. September haben die Rückbauarbeiten begonnen. Wer sich allerdings auf den großen Rumms mit Abrissbirne gefreut hat, wurde herb enttäuscht. Denn heutiger Rückbau geht mit Blick auf die Ressourceneffizienz behutsam und präzise vor sich. Er gleicht mehr einer chirurgischen Operation, wenn Anlagenteile, Bauschutt und andere Abbruchmaterialien nacheinander ausgebaut und abgetragen werden. Denn viele Stoffe wie Steine, Metalle und Kunststoffe können recycelt werden. Nach diesjährigen Angaben des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden sind in Deutschland im Jahr 2014 knapp 210 Millionen Tonnen mineralische Bau- und Abbruchabfälle inklusive Bodenaushub angefallen. Dazu zählen neben Beton und Ziegeln auch Fliesen oder Keramik. Bei einem jährlichen Gesamtabfallaufkommen von 401 Millionen Tonnen stellen sie damit mehr als die Hälfte dar. „Nachhaltiges Bauen fängt also schon beim Rückbau der alten Gebäude an. Alte Baustoffe sind wertvolle Rohstoffe, die wesentlich dazu beitragen, natürliche Ressourcen zu schonen“, sagt Martin Klemmer. Mit Blick auf den kompletten Lebenszyklus von Gebäuden werden heute die Baustoffe schon bei der Planung nach ihrer späteren Recyclingfähigkeit ausgewählt. Wenn schon vor dem Bau bedacht wird, wie die Bau- und Anlagenteile bestmöglich wiederverwertet werden können, ist damit der erste und entscheidende Schritt Richtung Nachhaltigkeit gegangen.

Selektiver Rückbau – ein Abriss mit Skalpell

Wie beim Häuten einer Zwiebel arbeitet sich der selektive Rückbau Schritt für Schritt von der Gebäudehülle ins Herz des Bauwerks vor. Bei der anfänglichen Entrümpelung werden zunächst sämtliche Gegenstände entfernt, die nicht fest mit dem Gebäude verbunden sind und die Qualität des späteren Bauschuttes mindern – Möbel, Teppiche oder alte Hausratsgegenstände. Darauf folgt die Entkernung. Dabei werden alle Einbauteile wie Dachpfannen, Türen, Fenster, Böden, Unterdecken, nichttragende Innenwände entfernt sowie die Gebäudetechnik, also Lüftung, Heizung, Sanitär- und Elektroinstallationen ausgebaut. Am Ende dieses Vorganges stehen nur noch die statisch relevanten Bauteile. Dieser Rest wird anschließend mit Baggern und Kränen abgebrochen. Die Abbruchabfälle werden sortenrein sortiert und, wo möglich, der Wiederverwertung zugeführt. Aus Beton wird Betonsplitt für Recyclingbeton, aus Ziegeln wird Ziegelsplitt, der als Baumsubstrat eine neue Verwendung findet. Fliesen, Ziegel und Keramik kommen als Mischgranulat im Straßen- und Wegebau zum Einsatz und Bauabfälle aus Gips werden erneut zu Gipsbaustoffen verarbeitet. Nur solche Materialien, die unter keinen Umständen wiederverwertet werden können, landen auf der Deponie. „Als Bauherr sind wir gesetzlich verpflichtet, Abfälle möglichst zu vermeiden und wo das nicht geht, einer Wiederverwertung zuzuführen. Dieser Verpflichtung kommen wir gerne nach, denn als Baugenossenschaft haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, für unsere Mitglieder eine möglichst lebenswerte Zukunft zu gestalten. Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit bei Neubau wie auch Rückbau stellt für uns einen zentralen Orientierungspunkt dar“, so Tomahogh-Seeth.

Baugenossenschaft Dormagen eG

Mit rund 2.200 Wohnungen im Besitz gehört die Baugenossenschaft Dormagen eG zu den größten Wohnungsanbietern an den Standorten Dormagen und Neuss. Gemäß ihrer Leitlinien Demokratie, Mitbestimmung und Solidarität bietet die 1926 gegründete Baugenossenschaft ihren knapp 2.400 Mitgliedern ein lebenslanges Wohnrecht bei vergleichsweise moderaten Mieten.

Um allen Mitgliedern eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen, investiert die Bau-genossenschaft Dormagen eG kontinuierlich in Modernisierungen, Neubauprojekte und Maßnahmen zur Quartiersentwicklung. Sie ist eine von mehr als 2.000 deut-schen Wohnungsbaugenossenschaften, die mit über drei Millionen Mitgliedern eine unverzichtbare Säule der deutschen Immobilienwirtschaft darstellen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dowobau.de


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