Donnerstag, 22. Februar 2018


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Hartelt: Mutmaßungen und Schuldzuweisungen erhalten die Artenvielfalt nicht

Mainz, (lifePR) - Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt, kritisiert die aus den jüngst veröffentlichten Studien zum Insekten- bzw. Vogelrückgang abgeleiteten Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft. Die Frage nach der Ursache der festgestellten Entwicklung sei nicht Gegenstand der Untersuchungen gewesen und trotzdem werde die Branche pauschal und ohne wissenschaftliche Grundlage verantwortlich gemacht.

Der BWV-Präsident betont aber, dass der Berufsstand die Bedenken der Naturschützer ernst nimmt und sich deshalb schon seit Jahren aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt engagiert. Gerade im Untersuchungszeitraum der aktuellen Studie seien von den Landwirten verschiedenste Maßnahmen ergriffen und Produktionsabläufe und Anbausysteme angepasst worden, um die Biodiversität zu fördern. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger sei reduziert worden, im Weinbau hätten vielfältige Begrünungen Einzug erhalten, immer mehr Blühstreifen würden angelegt und die Landwirte und Winzer setzten in großem Umfang Agrarumweltprogramme und Vertragsnaturschutzmaßnahmen um.

Um eine Versachlichung der Diskussion zu erreichen, seien deshalb belastbare Studien zum Insektenrückgang erforderlich, die verschiedene Ursachen objektiv und vorurteilsfrei bewerten. So würden laut Hartelt die Auswirkungen der Versiegelung, des Klimawandel, der Industrie und des Verkehrs schlichtweg ignoriert. Auch die Zunahme der Steinwüsten in den Vorgärten, die private Verwendung von Pflanzenschutzmitteln oder der Einsatz von Bioziden, wie bei der kommunalen Bekämpfung von Stechmücken, würden nicht hinterfragt.

Der BWV-Präsident ist sich sicher: „Wenn die gesamte Gesellschaft die Thematik so im Fokus hätte wie die Landwirte und Winzer und auch entsprechend handeln würde, dann wäre ein entscheidender Schritt in Richtung Erhalt der Artenvielfalt getan. Mutmaßungen und unbegründete Beschuldigungen helfen dagegen nicht.“

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