Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) ( Stuttgart, )
Aufgrund neuer Gerüchte um die kritische Situation in Griechenland mussten die europäischen Börsen am Dienstagnachmittag einen Kurssturz hinnehmen. Anscheinend klaffen im Sparprogramm der griechischen Regierung noch riesige Lücken. Deutliche Verluste musste daraufhin auch der Euro hinnehmen. Insbesondere aus Asien kamen große Verkäufe zugunsten des Dollars, der zusätzlich von den guten US-Konjunkturdaten profitieren konnte. Rein technisch betrachtet befindet sich der Euro nun in einem starken Abwärtstrend, der durchaus bis 1,25 Euro/Dollar in der ersten Stufe gehen könnte. Durch die Verschärfung der Schuldenkrise in Europa haben sich die Anleger auch erneut dem Gold zugewendet. In Euro gerechnet, liegt der Preis nun bei 904,- Euro je Feinunze, so hoch wie nie zuvor. Doch selbst in Dollar gerechnet ist ein neues Jahreshoch erreicht worden. Hier dürfte kurzfristig ein weiterer Anstieg in Richtung 1.200 Dollar und darüber hinaus sehr wahrscheinlich sein. Die amerikanischen Aktien wurden ebenfalls in den Abwärtsstrudel gezogen. Hier ist in erster Linie von der Sorge vor einem Dominoeffekt in Europa die Rede. Hinzu kamen einige Unternehmensberichte, die nur einen schwachen Ausblick für die nächsten Monate liefern konnten. Die Indizes zeigen nun ein sehr angekratztes Bild. Der DAX liegt auf seiner psychologischen Grenze um 6.000 Punkte, ein Widerstand ist bei 5.850 Punkten vorhanden. Der Euro Stoxx 50 liegt bereits an seiner Unterstützungslinie von 2.460 Punkten. Sollte diese nicht halten, wäre die nächste Unterstützung erst bei 2.340 Punkten. Der Dow-Jones-Index hätte eine Rückschlagsgefahr bis 10.780 Punkte.

Innerhalb von wenigen Stunden wurde am Dienstag der europäische Aktienmarkt durcheinandergewirbelt Die Gerüchteküche brodelte und die Kommentare überschlugen sich. Ursache waren wieder einmal Zweifel am Sparprogramm der Griechen und somit wurde gleich die Gefahr heraufbeschworen, dass dadurch, dass die europäischen Volkswirtschaften so stark miteinander vernetzt sind, die Probleme von einem auf ein anderes Land übergreifen könnten. Neben dem bekannten Portugal wurde nun auch Spanien mit einbezogen. Sofort schossen die spanischen Staatsanleihen in ihren Renditen nach oben. In solchen Phasen, die fast schon panikartige Züge annehmen, sollten Privatanleger sich nicht mit hineinziehen lassen. Wobei es durchaus verlockend ist, den alten Börsenspruch umzusetzen: "Sell in may and go away." Die EZB wird auf ihrer Sitzung am Donnerstag auch zusätzlich erklären müssen, warum sie sich von der Politik in ihrer Unabhängigkeit so weit einschränken lässt und weiter griechische Staatsanleihen als Sicherheit hereinnimmt. Hinzu kommt ein Ausblick auf die weitere Zinspolitik. Am Freitag erscheinen die US-Arbeitsmarktdaten, die voraussichtlich positiv ausfallen werden, so dass von dieser Seite eine Marktberuhigung zu erwarten ist. Insgesamt bleiben die Aktienmärkte aber in einem unruhigen Fahrwasser, das durch ständige neue Gerüchte immer wieder in Wallung geraten wird. Insofern ist für Investoren eine abwartende Haltung angesagt. Insbesondere technisch orientierte Anleger sollten warten, ob die starke Unterstützungslinie von 5.850 Punkten im DAX gehalten werden kann. Für Tradingkäufe sind solche Szenarien durchaus geeignet, ansonsten sehen wir weiter eine defensive Anlagepolitik und bleiben positiv für die Branchen Nahrungsmittel und Gesundheitswesen sowie einzelne Minenwerte. Dies sind bei den Einzeltiteln Bayer, Nestlé, ADM und Barrick Gold.
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