Die Marktmeinung aus Stuttgart von Arnim E. Kogge

Staatsverschuldungen beunruhigen die Märkte

(lifePR) ( Stuttgart, )
Wie am Devisenmarkt erkennbar ist, musste der Euro gegenüber dem US-Dollar starke Verluste hinnehmen. Zwar ist augenblicklich mit 1,4410 eine Beruhigung eingetreten, aber die Gerüchteküche um Griechenland lässt weiter keine Entspannung zu. Es tut einer Währung nicht gut, wenn innerhalb der EU ein Land mit Extremaussagen konfrontiert wird, wie es momentan bei Griechenland der Fall ist. Denn Spekulationen über einen möglichen Austritt aus dem Euro oder ob weitere 60 Milliarden an Unterstützung nötig sein werden, sorgen für große Unsicherheit.

Zudem scheint es auch keine Einigkeit innerhalb der Länder über die weitere Vorgehensweise zu geben. Dies spürt auch der Aktienmarkt, der in den letzten Tagen mit starken Schwankungen, je nach Gerücht, aufwartete. Augenblicklich ist wieder etwas Entspannung angesagt. Eine zusätzliche Unterstützung ist hierbei die Zuversicht der Anleger an den Rohstoffmärkten, die sich in steigenden Kursen widerspiegelt.

Die Anleger lassen somit die Staatsverschuldungen in den Hintergrund rücken und konzentrieren sich wieder auf die guten Quartalszahlen der Unternehmen. Nachdem Asien, wie auch die USA, mit Kursgewinnen aufwarten konnten, zeigt auch der DAX erneut Stärke. Die Flut von Unternehmensdaten in den nächsten Tagen dürfte dem Markt eine weitere Stütze sein. Da der DAX inzwischen sehr gut bei 7.200 Punkten abgesichert ist und auch die 7.450-Punkte-Marke sich immer mehr verfestigt, steht einer technischen Aufwärtsbewegung bis 7.800 Punkte augenblicklich nichts im Wege. Der Euro Stoxx 50 ist durch seine Bankenlastigkeit etwas langsamer. Auch hier sollte die starke Unterstützungslinie bei 2.450 Punkten halten, aber erst bei 2.750 Punkten sind neue Höchstkurse möglich. Ein aufwärtsgerichtetes Dreieck bildet der Dow-Jones-Index. Erst ein Durchbrechen der 12.900-Punkte-Marke könnte neue Höchstkurse generieren.

Dass viele Investoren auf eine Korrektur größeren Ausmaßes hoffen, ist deutlich zu erkennen, da nach wie vor sehr viel Liquidität zurückgehalten wird. Allerdings waren die bisherigen Rückgänge meistens schon zwischen 7 % und 10 % beendet und bereits bei diesen Kursniveaus griffen die Anleger schon wieder zu. Technisch betrachtet, ist daraus sicherlich eine Stärke der Aufwärtsbewegung zu erkennen. Das Kaufinteresse erlahmt nicht, es wird nur begleitet von einer immer stärkeren Rotation der Branchen, insbesondere innerhalb der Rohstoffe. Während das Gold als Stabilitätsfaktor anerkannt scheint und der Ölpreis mit kleineren Korrekturen auskommt, sind Silber und Kupfer von extremen Spekulationsblasen getrieben. Da auch in den nächsten Wochen wieder von positiven Unternehmensdaten auszugehen ist, dürften die Rohstoffmärkte auch wieder Kurssteigerungen verzeichnen können. Bei den Aktien bleiben die deutschen Werte die Überflieger in Europa. Die Unternehmen führen nacheinander Kapitalerhöhungen durch, um Schuldentilgungen und Bilanzverbesserungen zu erreichen. Die Märkte profitieren unverändert von dem Misstrauen vieler Anleger gegenüber Anleihen und Geldmarktanlagen. Der bestehende Anlagenotstand macht gerade die Dividendenrenditen vieler Aktien attraktiv. Der DAX dürfte somit durchaus noch Luft nach oben haben, Rückschläge sind, wie bereits erwähnt, nur im einstelligen prozentualen Bereich anzunehmen. Idealkäufe sind bei einem DAX-Stand zwischen 7.000 und 7.200 Punkten angesiedelt, aber auch bei einem erhöhten Niveau gibt es unverändert einige vernachlässigte Werte, die noch ein interessantes Kurspotential aufweisen.

Positiv sehen wir die E.ON, SAP, Klöckner und Barrick Gold.
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