BLHV und AfH fordern von Landwirtschaftsminister Alexander Bonde mehr Einsatz in Brüssel für die Höhenlandwirte

(lifePR) ( Freiburg, )
Das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium hat im Juli den Maßnahmen- und Entwicklungsplan ländlicher Raum Baden-Württemberg (MEPL III) in Brüssel eingereicht. Derzeit sickern Informationen durch, dass die EU-Kommission Probleme bei der Genehmigung macht. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Höhenlandwirtschaft (AfH) und CDU-Landtagsabgeordnete, Karl Rombach, schlägt jetzt Alarm.

"Jetzt liegt es an Landwirtschaftsminister Alexander Bonde, dass er sich in Brüssel erfolgreich für die Höhenlandwirtschaft seiner Heimat einsetzt", betont Rombach, der auch BLHVVizepräsident ist. Bislang sei es dem Landwirtschaftsministerium Baden-Württembergs in Brüssel offenbar noch nicht gelungen, zu vermitteln, wie notwendig ein Ausgleich für aufwändige Hangbewirtschaftung ab 25 Prozent Hangneigung ist. Dafür zeigt Rombach wenig Verständnis: "Bleibt der Einsatz des grünen Landwirtschaftsministeriums in Brüssel ohne Erfolg, wäre das eine herbe Enttäuschung für Höhenlandwirte." Dass das Fahren am Hang eine der gravierendsten Benachteiligungen darstellt, würden sogar "Flachlandtiroler" widerspruchslos anerkennen. Da die Grünlandhänge auch für die Schönheit der Kulturlandschaft, den Tourismus und die Ökologie einen unschätzbaren Wert erbringen, müsse sich Brüssel doch bewegen lassen, unterstreicht Rombach.

Zögerlich sei Brüssel auch bei der beabsichtigen Förderung für Extensivgrünland mit einem geringen Viehbesatz von 0,3 bis 1,4 Vieheinheiten je Hektar, wenn Landwirte Kunstdünger einsetzen. "Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis", kritisiert der BLHV-Vizepräsident. Konventionell wirtschaftende Landwirte sollten bei der Förderung nicht diskriminiert werden, nur weil sie durch Düngung eine gute Futterqualität für ihr Vieh sichern wollen.

Noch im August habe Landwirtschaftsminister Bonde die Bäuerinnen und Bauern im Höhengebiet vollmundig in den Mittelpunkt der grün-roten Landespolitik gerückt: "Die Landesregierung setzt ab dieser Förderperiode gezielt einen Schwerpunkt auf Höhenlandwirtschaft und Grünlandförderung und fördert Betriebe in Höhenlagen stärker als je zuvor." Die grün-rote Landesregierung habe tatsächlich einen großen Strauß von rund 40 verschiedenen Angeboten für Artenvielfalt, Öko und Tierwohl zusammengestellt. Sie müsse aber auch den Tierhaltern in Grünlandgebieten eine Unterstützung anbieten, die praxisgerecht ist. "Wenn das nicht gelingt, wäre dies für die Berglandwirte enttäuschend", betont Rombach. Er fordert den grünen Landwirtschaftsminister auf, jetzt seinen Worten Taten folgen zu lassen und in Brüssel für eine Genehmigung der nötigen Maßnahmen zu sorgen.

Bisher sei die Förderung von Hängen und extensivem Tierbesatz in Grünlandgebieten von zahlreichen Landwirten beantragt worden. "Wenn diese Förderung nicht mehr angeboten würde, könnte das fatale Folgen für die Offenhaltung von Mittelgebirgsstandorten haben", warnt Rombach. Er betont, dass Grünland "nur über den Tiermagen" langfristig sinnvoll erhalten werden könne. Das Land müsse deshalb dem kontinuierlichen Rückgang der Viehzahlen entschiedener entgegenwirken.

Defizite gebe es auch bei anderen FAKT-Maßnahmen. Die Halter von Mutterkühen, Schafen und Ziegen würden zum Beispiel von der neuen Weideprämie ausgeschlossen. Das Ministerium habe jedoch versprochen, bei der EU-Kommission eine Weideprämie für diese Tiere zu beantragen, sobald die EU dies anderen Mitgliedsstaaten genehmigt. Brüssel habe Österreich im Dezember diese Genehmigung erteilt. Auch Bayern werde eine Förderung für Mutterkühe, Ziegen und Schafe anbieten, weiß Rombach. "Jetzt ist Landwirtschaftsminister Bonde gefordert, das Versprechen auch für Baden-Württemberg einzulösen", so der AfHVorsitzende.
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