Sonntag, 24. September 2017


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Zähne in Schieflage

Lücken führen zu Fehlbiss und Kieferknochenabbau

Berlin, (lifePR) - Egal in welchem Alter: Fällt ein Zahn aus, scheuen Betroffene häufig davor zurück, offen zu lachen und sogar zu sprechen. "Viele Menschen wissen nicht, dass mit der Zahnlücke oft noch weitere Prozesse wie schief stehende Zähne oder Kieferknochenabbau einhergehen", erklärt Dr. Dr. Matthias Krause, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit Spezialisierung auf plastische und rekonstruktive Operationen in Berlin. Um solchen Entwicklungen entgegenzutreten, gilt es, Lücken schnellstmöglich zu schließen.

Zähne in Bewegung

Entgegen der allgemeinen Meinung stellt das Gebiss keineswegs eine starre Form dar. Ganz im Gegenteil: Zunge, Gaumen, Kieferknochen und Zähne bilden gemeinsam ein flexibles System, das äußere Einflüsse sensibel wahrnimmt. "Jeder Zahn stützt seine Nachbarn und den gegenüberliegenden sogenannten Antagonisten", erklärt Dr. Krause. Entsteht eine Lücke, reagieren Ober- und Unterkiefer mit einem allmählich einsetzenden Prozess der Anpassung. Beim Zubeißen findet ein Zahn nun keinen Kontakt mehr und fasst in einen Freiraum. Um einen neuen Gegenspieler zu finden, wandert der betroffene Zahn dann aus seiner ursprünglichen Reihe heraus. Zusätzlich entstehen Fehlstellungen, da benachbarte Zähne keinen Halt mehr spüren und sich in die Lücke neigen. Mit einer kieferorthopädischen Behandlung lassen sich schief stehende Zähne in der Regel wieder in ihre ursprüngliche Position rücken.

Zähne ohne Halt

Wie ein unbelasteter Muskel bildet sich auch ein nicht beanspruchter Kieferknochen mit der Zeit zurück. Was viele nicht wissen: Im Gegensatz zu Muskelgruppen regeneriert sich der für den Halt der Zähne zuständige Kieferknochen nicht von selbst. Patienten, die zu wenig Knochenmaterial besitzen, um mithilfe einer Prothese oder eines Implantates Lücken auffüllen zu lassen, hilft dann nur noch ein Knochenaufbau. "Dazu entnehmen wir körpereigenes Material, beispielsweise vom Beckenkamm, und kombinieren dieses mit künstlichem Knochenersatz", erklärt Dr. Krause. Nach vier bis sechs Monaten besteht die Möglichkeit Implantate zu setzen. Dann beißen auch Patienten, die lange Zeit mit einer Zahnlücke lebten, wieder fest zu.

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de und www.gesichtschirurgie-berlin.de.

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