Mittwoch, 24. Januar 2018


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Diagnose: Endokrine Orbitopathie

Schilddrüsenüberfunktion wirkt sich schmerzhaft auf die Augen aus

Berlin, (lifePR) - Gerötete Augen, ungenügender Lidschluss, Doppelbildwahrnehmung und im besonders ausgeprägten Fall auch hervortretende Augäpfel - all diese Symptome gelten als typisch für endokrine Orbitopathie. "Hierbei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Augenhöhle, die in der Regel zusammen mit einer Schilddrüsenüberfunktion, dem sogenannten Morbus Basedow, auftritt", erklärt Dr. Dr. med. dent. Matthias Krause, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit Spezialisierung auf plastische und rekonstruktive Operationen in Berlin. "Da sich die Ausprägung der Erkrankung von Patient zu Patient unterscheidet und neben dem medizinischen auch der ästhetische Aspekt einen wichtigen Faktor darstellt, umfasst die Therapie mehrere Bausteine."

Im Auge des Patienten

Zu Beginn der Erkrankung klagen Patienten häufig über vermehrtes Augentränen, Fremdkörpergefühl und erhöhte Lichtempfindlichkeit. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es dann oftmals zu einer eingeschränkten Sehschärfe und erhöhtem Augeninnendruck. Neben der Funktionsstörung verändert sich das Aussehen immer stärker, was Betroffene oft als äußerst belastend empfinden. "Experten führen diese Entwicklung darauf zurück, dass körpereigene Zellen, sogenannte T-Lymphozyten, sich gegen ein Antigen der Schilddrüse richten und zugleich auf Bindegewebszellen in der Augenhöhle reagieren", erläutert Dr. Krause. "In der Folge tritt eine entzündliche Schwellung der befallenen Augenmuskeln auf, wodurch die Augäpfel hervortreten und es zu einer Schädigung der Sehnerven kommt."

Säulen der Behandlung

Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung bevorzugen Experten zunächst eine medikamentöse Therapie. In Fällen, in denen diese nicht zum gewünschten Ergebnis führt, kommen ergänzende Maßnahmen wie die Radiojodtherapie oder eine operative Entfernung der Schilddrüse zum Einsatz. "In der Folge sinkt der überhöhte Hormonspiegel und die Symptome klingen wieder ab. Schwellungen im Augenbereich bleiben jedoch zunächst bestehen", sagt Dr. Krause. "Erst wenn sich der Schilddrüsenstoffwechsel, und damit die Ursache für die endokrine Orbitopathie wieder normalisiert, lassen sich weitere Maßnahmen wie ästhetische Operationen durchführen." Im Allgemeinen ist nach jedem Eingriff die Einnahme von speziellen Hormonen und Jodid notwendig, um einer Unterfunktion vorzubeugen.

Für mehr Durchblick

Viele Patienten wünschen sich nach erfolgreicher Behandlung eine operative Korrektur der Lider, die heutzutage von den privaten sowie gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Bei störender Ober- oder Unterlidschwellung erreicht eine Fettgewebsreduktion sichtbare Ergebnisse. "Während des Eingriffs öffnen wir die hauchdünne Membran, welche den Augapfel im Innern der Augenhöhle von dem Fettgewebe trennt", erläutert Dr. Krause, der sich bereits seit vielen Jahren mit der ästhetischen Behandlung endokriner Orbitopathie befasst. "Im weiteren Behandlungsverlauf heben wir das überschüssige Fett an und trennen es vorsichtig ab." Kommt es aufgrund der endokrinen Orbitopathie zu einem unvollständigen Lidschluss, besteht zudem die Gefahr einer Hornhautaustrocknung. Experten wirken diesem Krankheitsverlauf im fortgeschrittenen Stadium durch eine Erweiterung der Augenhöhle entgegen, bei der es zu einem operativen Eingriff am Knochen kommt. Bereits kurze Zeit nach dem Eingriff spüren Patienten eine deutliche Besserung und kehren in ihren gewohnten Alltag zurück.

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de.

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